mangelhaftes arbeiten des Insolvenzverwalters

Mein Insolvenzverfahren läuft nun bereits länger als 1 Jahr. Der Verwalter ist rege damit beschäftigt, mich zu beschäftigen. Einerseits will er Geld welches ich für ein Fahrzeug, was ich beruflich benötige, in die Insolvenzmasse bringen (keine 500 EUR) andererseits lässt er 18000 EUR, welche in den letzten Jahren ans Finanzamt geflossen sind einfach dort liegen, was zur Folge hat, dass ich wohlmöglich keine Verkürzung auf 3 Jahre bekommen werde. Informationen, was er bisher unternommen hat, bekomme ich nicht. Da muss ich zum Rechtspfleger gehen und in meine Akte Einsicht nehmen.

Kann ich den Insolvenzverwalter bei dieser Vorgeschichte über das Insolvenzgericht abwählen lassen und dort um einen anderen „bitten“?

Oder ist es sinnvoll dabei zu bleiben, da ein anderer Verwalter sich genauso benehmen wird?

Vielen Dank für Ihre Zeit, eine Antwort zu finden.

Und allen, die hier mitlesen; auch wenn es schwierig zu sein scheint, die Privatinsolvenz zu machen, mit Hilfe wie hier angeboten, seid ihr nicht alleine. Also Mut …

1 Antwort
  1. Dr. V. Ghendler
    says:

    Sehr geehrter Fragesteller,

    zunächst einmal vielen Dank für Ihre Frage und insbesondere für den letzten Satz. Diese Einstellung möchten wir ebenfalls allen Mandanten ans Herz legen.

    Leider ist ein Wechsel des Insolvenzverwalters nur in seltenen Fällen möglich, insbesondere bei Befangenheit. Die genannten Tatsachen sind aus meiner Sicht noch kein ausreichender Grund.
    Wenn durch Untätigkeit die Insolvenzmasse geschmälert wird, macht sich der Insolvenzverwalter unter Umständen gegenüber den Gläubigern schadensersatzpflichtig. Bei Steuerrückerstattungen handelt es sich jedoch um ein komplexes Thema, so dass ich in diesem Rahmen dazu keine Einschätzung abgeben kann.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. V. Ghendler
    Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

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1 Antwort
  1. Dr. V. Ghendler
    says:

    Sehr geehrter Fragesteller,

    zunächst einmal vielen Dank für Ihre Frage und insbesondere für den letzten Satz. Diese Einstellung möchten wir ebenfalls allen Mandanten ans Herz legen.

    Leider ist ein Wechsel des Insolvenzverwalters nur in seltenen Fällen möglich, insbesondere bei Befangenheit. Die genannten Tatsachen sind aus meiner Sicht noch kein ausreichender Grund.
    Wenn durch Untätigkeit die Insolvenzmasse geschmälert wird, macht sich der Insolvenzverwalter unter Umständen gegenüber den Gläubigern schadensersatzpflichtig. Bei Steuerrückerstattungen handelt es sich jedoch um ein komplexes Thema, so dass ich in diesem Rahmen dazu keine Einschätzung abgeben kann.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. V. Ghendler
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