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P-Konto: Kann ich Guthaben in den nächsten Monat übernehmen?

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P-Konto: Kann ich Guthaben in den nächsten Monat übernehmen?

In der Vorbereitungsphase einer Insolvenz gehört das sogenannte P-Konto, das Pfändungsschutzkonto, mitunter zu den wichtigsten Punkten, die wir mit unsere Mandantinnen und Mandanten  besprechen. Eine sehr häufig vorkommende Frage ist Folgende: Können Sie als Schuldner oder Schuldnerin das auf dem P-Konto verbleibende Guthaben am Ende des Monats mit in den nächsten Monat nehmen?

Dr. V. Ghendler ist Fachanwalt für Insolvenzrecht und mit seinem bundesweit tätigen Team auf die Entschuldung von Privatpersonen und Unternehmern spezialisiert.

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Was ist das Pfändungsschutzkonto?

Das P-Konto ist für viele Schuldner und Schuldnerinnen nicht nur in der Vorbereitung zu der eigentlichen Regel- oder Privatinsolvenz interessant, sondern durchaus auch wenn man die angehäuften Schulden insgesamt tilgen möchte, sich vorübergehend aber vor den Kontopfändungen der Gläubiger schützen möchte. Das P-Konto ist als Girokonto für den ganz normalen Zahlungsverkehr anzusehen. Der große Vorteil: Es bietet dem Schuldner oder der Schuldnerin einen pauschalen Basisschutz vor Kontopfändungen. Mittels einer Bescheinigung nach § 850k ZPO kann der Schutz auf dem P-Konto um weitere geschützte Beiträge (z. B. Unterhaltsverpflichtungen) angehoben werden. Wir können Ihnen im Rahmen unserer Dienstleistung eine solche Bescheinigung nach § 850k ZPO ausstellen.

Kann nicht verbrauchtes Guthaben in den nächsten Monat genommen werden?

Folgt man dem sogenannten „P-Konto-Paragraphen“ (§ 850k ZPO) so ergibt sich für diese Fragestellung folgendes: Belassen Sie als Schuldner oder Schuldnerin einen durch das P-Konto geschützten Betrag des ersten Monats auf dem P-Konto, so ist dieser Betrag im zweiten Monat unbeachtlich, wird weiterhin geschützt und steht ihnen voll zur Verfügung. Verweilt dieser Betrag einen weiteren Monat und geht somit in den dritten Monat über, ist der Betrag voll pfändbar. Diese Regelung ist auf den Gedanken zurückzuführen, dass am Ende eines jeden Monats häufig viele Gelder eingehen, die eigentlich schon für den folgenden Monat bestimmt sind. Der Gesetzgeber möchte durch diese Regelung das für den nächsten Monat bestimmte Geld schützen.

Beispiel: Sie belassen im ersten Monat 75 Euro von ihrem geschützten Geld auf dem vorhandenen P-Konto. Im zweiten Monat ist dieser Betrag geschützt und verbleibt auf dem P-Konto. Lassen Sie den Betrag nun über den zweiten Monat hinaus auf ihrem P-Konto, also nehmen in mit in den dritten Monat, so ist der Betrag nicht mehr geschützt und wird abgeführt. Und dies obwohl er ausschließlich aus ihrem geschützten Einkommen bestand.

Praxishinweis: Wie erkennt man den mitgenommen Betrag im nächsten Monat?

Bild von Laptob und einem Kugelschreiber auf einem Block

Die Nichtabgabe der Vermögensauskunft kann empfindliche Strafen mit sich ziehen.

Führen wir das oben aufgeführte Beispiel ein wenig aus: Wenn Sie nun als Schuldner oder Schuldnerin im ersten Monat 75 Euro mit in den zweiten Monat nehmen und im zweiten Monat erneut 75 Euro in den dritten Monat nehmen, dann lautet die alles entscheidende Frage zu dem Beispiel wie folgt: Wie lässt sich erkennen ob die 75 Euro, die im dritten Monat abgeführt werden, aus dem ersten oder zweiten Monat stammen? Also wie genau lässt sich der mitgenommene Betrag identifizieren? So verzwickt die Frage auch erscheint, besteht auch hier eine ziemlich simple Antwort: Wenn Sie nun als Schuldner oder Schuldnerin einen Betrag aus dem ersten Monat in den zweiten Monat übernehmen, so werden alle Ausgaben (wie beispielsweise Abhebungen und Überweisungen) im zweiten Monat zuerst mit dem Übernahmebetrag verrechnet. Die Schlussfolgerung daraus ist demnach, dass wenn Sie im zweiten Monat mindestens den Betrag ausgeben, den Sie aus dem ersten Monat mitgenommen haben, dann kommt im dritten Monat nie etwas von diesem Betrag an.

Fazit: Es ist möglich, gesparte Beträge mit in den Folgemonat zu nehmen

Für Sie als Schuldner oder Schuldnerin ist es durchaus möglich bei einem vorhandenen P-Konto gesparte Beträge mit in den Folgemonat zu nehmen. Der Vorteil: Vorausgesetzt, Sie geben im Folgemonat fortwährend immer mindestens den Betrag, den Sie aus dem zurückliegenden Monat mitgenommen haben, aus, so können Sie in jedem Monat eine Gesamtsumme von bis zur maximalen Höhe ihres Freibetrags Ihres P-Kontos auf eben diesem bestehen lassen. Dieses Vorgehen können Sie auf unbegrenzte Zeit fortsetzen, da es sich bei diesen Beträgen nicht um Ersparnisse im eigentlichen Sinne handelt, sondern lediglich um jeden Monat neu entstehende Übernahmebeträge aus den jeweiligen Vormonaten. Der ganze Prozess ist rechtlich korrekt, doch auch hier gilt, dass es in der Praxis auch zu Fehlern in der Durchführung seitens der Banken kommt. Durch diese Fehler wird tatsächlich „nur“ geschaut, ob in zwei aufeinander folgenden Monaten überhaupt Übernahmebeträge bestanden. Dies führt dann dazu, dass Übernahmebeträge einbehalten werden, obwohl diese letztendlich aus dem ersten Monat stammten.

P-Konto: Praktische Relevanz ist äußerst hoch

Wie oben bereits erwähnt, gehört das sogenannte Pfändungsschutzkonto (P-Konto) zu den wichtigsten Vorbereitungspunkten, die unsere Mandanten und Mandantinnen schon in der Vorbereitungsphase zu beachten haben. Dies ist auf mehrere Punkte zurückzuführen: Zum einen bietet ihnen das Pfändungsschutzkonto einen gewissen Schutz vor Kontopfändungen, den Sie zusätzlich bei bestehenden Unterhaltsverpflichtungen durch die oben erwähnte Bescheinigung nach § 850k ZPO, die wir als geeignete Stelle ausstellen können, anheben lassen können. Zum anderen ermöglicht Ihnen das Pfändungsschutzkonto ersparte Beträge mit in den Folgemonat zu nehmen und einen konstanten Betrag auf ihrem Konto zu erhalten. Das P-Konto wird in aller Regel nach Verfahrenseröffnung (im Falle einer Insolvenz) nicht durch den zuständigen Insolvenzverwalter gesperrt. Gerne führen im Vorfeld einer unserer Dienstleistungen ein kostenfreies, telefonisches Erstberatungsgespräch mit ihnen durch, um eben auch offene Fragen im Zusammenhang mit diesem Thema zufriedenstellend zu klären. So gewährleisten wir für Sie schon im Vorfeld einer Entscheidung ihrerseits für eine unserer Dienstleistungen, dass Sie ihrer Entschuldung einen Schritt näher kommen können.

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Sie haben eine allgemeine Frage zum Thema „P-Konto: Kann ich Guthaben in den nächsten Monat übernehmen?“? Wir beantworten sie hier kostenlos!

44 Kommentare
  1. Avatar
    says:

    hallo ich habe ein p-konto mit ein pfändungsfreibetrag von 2073,28€ aber die Postbank hat mir nur 1129€freigegeben meine frage dürfen die das ?

    • Andre Kraus
      says:

      Sehr geehrte Frau S.,

      auf Basis der von Ihnen geschilderten Umstände erscheint mir dies rechtswidrig. Ich empfehle Ihnen, beim Kundenbetreuer Ihrer Bank nachzufragen, weshalb Ihr Zugriff geschmälert ist. Es könnte Ihnen überdies helfen, wenn Sie dem Kundenbetreuer eine P-Konto-Bescheinigung vorlegen.

      Mit freundlichen Grüßen

      A. Kraus
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  2. Avatar
    says:

    Hallo.

    Ich bin jetzt knapp seit einem halben Jahr im wohlverhaltensphase und habe einen p konto bei dem ich im Januar Februar März einen geldeingang über den Freibetrag hatte, für den März hatte ich meinen Freibetrag überschritten, jetzt im 1.mai wollte ich nochmal Geld abheben im Rahmen des Freibetrages, doch es geht irgendwie nicht, es wird mir angezeigt, das ich bloß einen Freibetrag von 169€ habe obwohl auf meinem Konto noch über 2500€ Geld drauf ist. Habe ich jetzt keinen Zugriff mehr auf mein Bestehendes Geld oder wie läuft das ab?

    • Andre Kraus
      says:

      Sehr geehrte Herr C.,

      grundsätzlich steht Ihnen jeden Monat der Pfändungsfreibetrag zu. Weshalb Sie keinen Zugriff auf den vollen Pfändungsfreibetrag haben, lässt sich aus Ihren Ausführungen nicht sagen. Ich empfehle Ihnen, beim Kundenbetreuer Ihrer Bank nachzufragen.

      Mit freundlichen Grüßen

      A. Kraus
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  3. Avatar
    says:

    guten Tag, ich erhalte jeden Monat ca.am 30. mein Lohn( ca.1100 )für den folgemonat.
    am 7.3. habe ich eine Überweisung/guthaben von 900 Euro überwiesen bekommen und lag ja somit über meinem Freibetrag .nun meine frage wie kann ich an diese 900 Euro kommen? bringt es etwas mir meinen lohn am Tag es eingangs komplett abzuheben? so das ich diese 900 mit in den folgemonat nehmen kann und darüber verfügen kann?

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      wenn es sich bei den 900 Euro nicht um einen aus irgendeinem Grund unpfändbaren Betrag handelt, kann der Betrag, der die Pfändungsfreigrenze übersteigt, gepfändet werden. Sie werden dann nicht in der Lage sein, Ihren Lohn abzuheben. Die Beträge oberhalb des Schutzbetrags des P-Kontos sind nicht geschützt.
      Sie könnten womöglich gemäß der Regelung des § 850k Abs. 1 Satz 3 ZPO Ihren Freibetrag in den nächsten Monat übertragen lassen, wenn es sich wie von Ihnen angegeben um das vorab gezahlte Einkommen für den Folgemonat handelt. Teilen Sie dies Ihrer Bank mit.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  4. Avatar
    says:

    Hallo ich habe da eine Frage am 15.03 kam Unterhalt am 1.04 gehen Rechnungen ab,daher habe ich das Geld von 240 € auf dem Konto gelassen . Ist es ratsam dieses Geld runter zu holen oder können meine Rechnungen bezahlt werden von diesem Geld?

    Vielen Dank im vorraus

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      Sie können die 240 € Guthaben mit in den nächsten Monat übernehmen, es wird zunächst nicht gepfändet werden.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  5. Avatar
    says:

    Guten Tag,

    Zuerst ich kann das bestätigen was Sie bestätigen geschrieben haben. Habe selbst P-Konto seit langen und Guthaben über 500 Euro was sich angesammelt hat. Ich kann darüber aber immer Verfügen.
    Meine Frage ist eine andere. Meine Firma überweist immer zwischen 1.28ß Euro und 1.300 Euro auf P.Konto. Davon sind aber 170 Euro bis 180 Euro eine Mehraufwendungen nach § 850f und nicht pfändbar. Meine Firma berechnet auch alles richtig. Das Problem ist meine Bank.
    Wie kann ich erreichen das ich jeden Monat über mein vollen Betrag verfügen kann?

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      leider muss der Antrag auf Freigabe des unpfändbaren Betrags beziffert sein, das heißt bei schwankender Höhe muss der Antrag ggf. stets aufs Neue gestellt werden.
      Um die Schulden endgültig loszuwerden, kann ich Ihnen eine kostenlose Erstberatung bei unserer Kanzlei anbieten. Lassen Sie sich einfach unter 0221 – 6777 0055 einen Termin geben.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  6. Avatar
    says:

    Sehr geehrter Herr Dr. Ghendler,

    gehe ich nun richtig in der Annahme, dass ich nur dann auf der sicheren Seite bin was den gesparten Teil meines Existenzminimums angeht, wenn ich zusehen, dass ich, bevor das neue Gehalt auf mein Konto kommt, ich gut damit beraten bin, den evtl. Überschuss vom Konto abzuheben oder gar gleich am Monats fang, wenn das neue Geld da ist, ich nur das auf dem Konto stehen lasse, was für Lastschriften wie Strom etc. verfügbar sein muss. Das wäre doch eigentlich die einfachste Gangart. Oder? Was passiert, wenn ich nun aber dieses angespart Geld zuhause habe, gegebenenfalls ein Gerichtsvollzieher kommt und ich das Geld nun zuhause habe, weil ich mir es angespart habe z. B. für eine neue Waschmaschine oder dergleichen. Der nimmt doch dann das Geld quasi als Tadchenofändung mit. Richtig?

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrte Fragestellerin,

      das ist richtig. Bei Pfändungen sowie in der Privatinsolvenz vor Beginn der Wohlverhaltensphase sind Ersparnisse pfändbar, dabei kommt es nicht darauf an, ob diese aus unpfändbarem Einkommen gebildet wurden und ob sie in bar oder auf dem Konto vorliegen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  7. Avatar
    says:

    Guten Tag,

    Meine Frage lautet wie folgt:

    Auf meinem bestehendem P-Konto wird diesen Monat eine Summe von etwas mehr als 5000 EUR eingehen. Liege ich richtig, dass ich den Freibetrag diesen Monat und im darauffolgendem Monat bis zum Limit nutzen kann, und der restliche Betrag dann im April automatisch gepfändet wird? Oder verläuft es anderes? Ich bin um Ihre Antwort dankbar.

    MfG Alexander

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      leider besteht die Möglichkeit der „Mitnahme“ von Guthaben nur für den geschützten Teil des Guthabens.
      Angenommen, vor der Einzahlung beträgt der Kontostand 0 €, dann wird bereits diesen Monat der gesamte den Freibetrag übersteigende Teil des Einkommens abgeführt.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  8. Avatar
    says:

    Guten Tag
    Hab folgendes Anliegen..
    Ich bin seit knapp 3 Jahren in der verbraucherinsolvenz und habe ein P konto.
    Habe immer alg2 bekommen nun hatte ich im letzten Monat eine Nachzahlung von 970 Euro fürs letzte Jahr da ich letztes Jahr zuwenig immer bekommen habe … Am 20.2 kam mein Lohn da ich neue Arbeit habe und habe jetzt knapp250 Euro überschritten also ist gesperrt denke kann ab dem 1.3 da ran ..
    So nun dfolgendes Problem angenommen habe diese 250 Euro ab dem 1.3 zur Verfügung und am 20.3 kommt der Lohn von knapp 2000 Euro kann ja dann nur 900 abheben ist der Rest bis 1.4 gesperrt oder weg und am 20.4 bekomme ich dann nochmal 1000 Euro… Wie verhält sich das kann ich auf all die Gelder zugreifen ? LG

    • Andre Kraus
      says:

      Sehr geehrte Fragestellerin,

      da Ihnen in der Insolvenz ohnehin nur die unpfändbaren Beträge zustehen, können Sie beim zuständigen Gericht einen Antrag auf Freigabe dieser Beträge stellen, auch wenn diese höher sind, als der Schutzbetrag des P-Kontos.

      Mit freundlichen Grüßen

      A. Kraus
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  9. Avatar
    says:

    Sehr geehrter Herr Dr. V Ghendler,
    ich habe folgendes Problem und zwar bin ich arbeitslos nehme aber im nächsten Monat wieder die Arbeit auf. Rückwirkend für die 2 Monate wo ich Arbeitslos war werde ich Hartz IV zurück gezahlt bekommen. Aber in dem Monat wo ich wieder in die Ausbildung gehe werde ich auch Gehalt bekommen, somit also in einem Monat auf meinem P Konto Ausbildungsgehalt was bei ca. 900 € liegt Kindergeld und die Rückzahlung der 2 Monate des Arbeitslosengeldes 2 erhalten. Im Januar und Februar hatte ich aber mein P-Konto nur mit dem Kindergeld genutzt was die Freigrenze nicht mal ansatzweise ankratzt. Nun die Frage: werde ich vollen Zugriff auf beide Beträge haben oder ist nur die Freigrenze verfügbar?

    Ich würde mich über eine zügige Antwort freuen. Ich sehe Ihrer Antwort entgegen.

    Mit freundlichem Gruß M.Golz

    • Andre Kraus
      says:

      Sehr geehrter Herr Golz,

      vielen Dank für Ihre Frage. Leider steht Ihnen jeden Monat nur der Freibetrag zur Verfügung, auch wenn Sie in den Monaten davor weniger erhalten haben. Nicht genutzte Freibeträge kann man nicht in den nächsten Monat übernehmen.
      Kindergeld ist jedoch unpfändbar, die Rückzahlung des ALG bezieht sich auf die vergangenen Monate. Sie könnten also unter Umständen erreichen, dass diese Beträge Ihnen ausgezahlt werden.

      Mit freundlichen Grüßen

      A. Kraus
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  10. Avatar
    says:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich bekam im Dezember 3200 Lohn und hab eine Freigrenze von 1178 euro hab im Dezember den ganzen Freibetrag abgehoben und im Januar hatte ich kein Geld auf mein Konto erhalten und hab im Januar auch noch Mal 1178 abgehoben jetzt sind noch knapp 850 Euro auf dem Konto dieser Betrag ist jetzt nicht mehr geschützt ?

    Desweiteren wie läuft das mit Auslöse die ist ja normal pfändungsfrei weil diese mir auch im Lohn überwiesen wird ? Genau so wie die Zuschläge ?

    Vielen Dank

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Herr Forbriger,

      ohne nähere Angaben kann ich nicht beurteilen, welche Beträge auf Ihrem Konto geschützt sind. Grundsätzlich ist das Einkommen nur in Höhe des Pfändungsfreibetrags geschützt, was darüber hinausgeht, kann gepfändet werden. Nur wenn es sich um Gehalt für einen anderen Monat handelt, kann dies ebenfalls geschützt sein.
      Spesen und Verpflegungszuschläge bzw. Auslöse sind auf dem P-Konto geschützt, wenn man einen Antrag beim zuständigen Vollstreckungsgericht stellt. Der Schutz erfolgt nicht automatisch. Zudem muss aus der Abrechnung bzw. den Überweisungen klar ersichtlich sein, um welche Beträge es sich handelt.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  11. Avatar
    says:

    Servus.
    Kommt der Überhang aus dem Vormonat eigentlich on top oder ist wieder nur der eigentliche Freibetrag verfügbar? Falls ja – also on top – gibt es dafür Urteile oder entsprechende Paragraphen?

    MfG Matze

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      das Geld kommt „on Top“ und ist zusätzlich zum eigentlichen Freibetrag verfügbar.
      Die Grundlage dafür liefert § 850k Abs. 1 Satz 3 ZPO.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  12. Avatar
    says:

    Guten Tag, ich habe einen freibetrag von 1632 € im Dezember 2019 habe ich 3200 € doppelten Lohn erhalten, im Januar wieder nur 1200 € zur Mitte des Monats, habe ich jetzt zum Anfang Februar nichts zur Verfügung?

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Herr Koch,

      doch, für den Februar haben Sie wieder den monatlichen Freibetrag zur Verfügung.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  13. Avatar
    says:

    Ich erhalte am 31. Januar ca. 905 € auf mein Konto. Am 15. Februar erhalte ich ca. 1100 €. Vorausgesetzt, dass mein Guthaben vor der Januar Überweisung 0 € beträgt, über wie viel Geld kann ich im Februar verfügen?

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Herr D.,

      wenn die erste Überweisung noch am 31.01. ankommt, können Sie im Februar über die volle Summe von rund 2.000 Euro verfügen, da keine der beiden Überweisungen den Grundfreibetrag überschreitet. Sie müssten im Februar aber mindestens 905 Euro abheben, da Sie dieses Geld nicht in den März mitnehmen können.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  14. Avatar
    says:

    Wie kann es eigentlich sein, daß man Leuten etwas von unpfändbaren Geld nehmen kann? Ich generiere zu keinem Zeitpunkt mehr Geld, als ich zuvor besaß, da es sich um das gleiche handelt und käme vermutlich selbst nach zwei Monaten zusammengerechnet mit den neuen Geldern nicht über die Pfändungsgrenze… Man erzielt keine Zinseinnahmen, erhält keine Erbschaft o.ä. Man würde lediglich zu einem anderen Zeitpunkt über das gleiche Geld verfügen können… Alles hinge aber vom Überschreiten div. Grenzen ab, was hier vollkommen ausgehebelt wird! Schon 5 Euro könnten zwei Monate später zum Problem werden und pfändbar, wobei es ja eben nicht um Reichtümer, von denen Schulden abzubezahlen wären, geht…

    Es wird nicht mehr nach Grenzen geschaut, wo man davon ausgeht, daß derjenge erst darüber in der Lage wäre und es angemessen wäre, jemanden Gelder für die Rückzahlung von Schulden abzuverlangen, sondern man will tasächlich bei Menschen, die vom Existenzminimum leben, die Rechnung aufmachen, daß, so sie vereintlich etwas übrig haben und es innerhalb einer bestimmten Zeit nicht verbraucht wurde (wobei das ja ihre Sache des Wirtschaftens wäre und keinen etwas anginge, eben weil es unterhalb der Grenze läge…) einfach zum Schudentilgen abnehmen kann… Dabei handelt es sich bei so geringen Summe ohnehin nur um Puffergeld, was zwangsläufig und logischerweise durch die variablen Lebenshaltungskosten anfällt und nur zu einem anderen Zeitpunkt ausgegeben werden wird.

    Das Geld dürfte somit gar nicht zur Verfügung stehen und auch nach zwei Monaten nicht pfändbar sein… Da bestand wohl ein Denkfehler Es dürfte ja wenn überhaupt nur die Differenz oberhalb von 1100€ betreffen…

    Auch die Zuverdienstfreigrenze von 100€ bei ALG II müßte doch dann logischerweise sofort zur Schuldentilgung aufgewendet werden…

    Auch ist jemand mit ALG II gezwungen, jeden Monat sein Geld abheben zu müssen und hat keine Möglichkeit, Geld mit in den nächsten Monat zu übertragen…Jedenfalls nicht ohne Umstände auf seinem Konto… (Das erste Mal zähle ich jetzt mal nicht, da es sich ja um eine Vorauszahlung handelt…) Es ist unfair und mitunter gar nicht so einfach. Keine Filialen mehr oder man muß Einkäufe extra danach ausrichten, nur um Geld abheben zu können, muß exakt am letzten Tag zum Automaten oder müßte in eine Filiale fahren und das aufgezwungene Geldabheben verursacht somit noch unangemessenen Mehrkosten… Von anderen Problemen, die sich natürlich aus diesem Umstand ergeben können, mal ganz abgesehen…Wo man dann unter viel Stess mit der Bank seinem Geld hinterherlaufen darf…)

    Hat dagegen schonmal jemand geklagt oder wird auf anderer Ebene etwas dagegen unternommen? Selbst bei den zuständigen Gremien war dovch da mal etwa in der Mache bzw. auf dem Weg, da etwas zu verändern? Könnte man dagegen klagen?

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      um zu vermeiden, dass unpfändbare Einkünfte doch gepfändet werden, rate ich Ihnen zu einem Pfändungsschutzkonto (kurz: „P-Konto“). Bei der Pfändungsgrenze von 1.179,00 € ist dann eine starre Grenze auf dem Konto eingerichtet, die Pfändungen unterhalb dieses Betrages verhindert. Inwiefern auf dem Klageweg etwas an der gängigen Praxis zu ändern ist, darf bezweifelt werden.

      Mit freundlichen Grüßen

      V. Ghendler

  15. Avatar
    says:

    Hallo, ich habe folgende Fragen:

    – seit dem Bestehen meines P Kontos wurden etliche EUR nicht ausgeschöpft. Z.B. von geschützen 2.000,– gehen nur 1.500,– ein. Das über sechs Monate, sodass sich ein nicht ausgeschöpfter Betrag von 3.000,- errechnet. Im siebten Monat gehen 4.000,– EUR ein. Was geschieht mit den 2.000,- welche den monatlichen Freibetrag überschreiten? Werden diese gepfändet oder stehen zur Verfügung?

    Vielen Dank!

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      ein nicht ausgeschöpfter Freibetrag kann nicht mit in den nächsten Monat „mitgenommen“ werden, denn der Freibetrag schützt nur das Einkommen in einem bestimmten Monat.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  16. Avatar
    says:

    Guten Abend,

    ich habe eine Lohn von 3.3000 €, davon gehen jetzt über 2.000 auf das Unterkonto und der Unterhaltsvorschuss auch, bekomme ich beide Beträge im Dezember wieder? Und wie lange dauert es ein P-Konto umzuwandeln bzw. wie lange darf sich die Bank Zeit, wenn der Gläubiger Bescheid gibt, das alles bezahlt ist. Ich muss nämlich davon die Klassenfarht in Höhe 500 Euro bezahlen, wollte es nur zur Grenze ausgezahlt werden, bekomme ich Arge Probleme mit den Rechnungen, und mit Schule

    • Andre Kraus
      says:

      Sehr geehrte Frau Möhring,

      sobald die Schulden bezahlt sind, erhalten Sie den Beleg, dass der Pfändungstitel erledigt ist. Wenn dieser Beleg der Bank vorgelegt wird, können Sie bereits im laufenden Monat wieder über den vollen Betrag verfügen.
      Grundsätzlich sollten Sie unverzüglich, nachdem die Bank von der Erledigung der Pfändung erfahren hat, wieder auf das gesamte Guthaben zugreifen können. Die Bank darf die Freigabe des restlichen Guthabens dann nicht mehr verweigern.

      Mit freundlichen Grüßen

      Andre Kraus
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  17. Avatar
    says:

    Guten Tag, meine Frage wäre folgende. Ich bin momentan in der Insolvenz und ein Azubi und verdiene dementsprechend wenig Geld. Jetzt meine Frage: ich verdiene 716 Euro netto und hatte zum ersten des Monats 1100 Euro ca. auf meinem Konto und habe von diesem Geld 500 Euro abgehoben und jetzt darf ich auf das restliche Geld nicht zugreifen.. was soll ich jetzt machen ich bin auf das Geld angewiesen.

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      leider ist es nicht möglich, Geld auf dem P-Konto für länger als einen Monat anzusparen. Sie können also nicht mehr als ein Monatsgehalt ansparen, denn Sie müssen das Geld spätestens im Folgemonat ausgeben. Wen SIe weniger ausgeben, als Sie aus dem Vormonat „mitgenommen“ haben, so sind die Beträge nicht mehr geschützt.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

      Mit

  18. Avatar
    says:

    Guten Tag,

    durch den Morgigen Feiertag, sind die Geldeingänge für den November schon auf meinem Konto verbucht worden. Zur Zeit kann ich nur über einen Teil in höhe meines Freibetrages verfügen. Was passiert mit den anderen Teil ? Wird diese zum 01.11 wieder zur Verfügung gestellt ? Quasi als Einkommen in Höhe des Freibetrags für den November ?
    mit freundlichen Grüßen

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrte Fragestellerin,

      hierbei handelt es sich um das sogenannte „Monatsanfangsproblem“ beim P-Konto.
      Dies hat der Gesetzgeber so geregelt, dass sich der Pfändungsschutz für das Gehalt des nächsten Monats verlängert. Dies ergibt sich aus § 850k Abs. 1 Satz 2 ZPO. Über das Geld kann erst ab Anfang des Folgemonats verfügt werden.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  19. Avatar
    says:

    Hallo, Ich habe eine Nachzahlung von 3.000€ bekommen.
    Der Freibetrag für diesen Monat ist erschöpft wird der restliche Betrag am nächsten Monat für mich verfügbar sein?

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrte Ratsuchende,

      es kommt darauf an, um was für eine Nachzahlung es sich handelt. Eine Bonuszahlung ist so zu behandeln wie normales Arbeitseinkommen und könnte daher nach den Regelungen für Arbeitseinkommen gepfändet werden.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  20. Avatar
    says:

    Guten Tag,
    im Oktober bin ich über den Freibetrag somit ist ein Teil meines Guthaben gesperrt und wird abgeführt.Soweit so gut. Ich habe am Anfang Oktober Unterhalt ( Kind) für den Folgemonat November erhalten. Nun meine Frage was ist wenn der Unterhalt am 31.10. für Dezember fliest. Was theroetisch erst am 01-11-2019 auf mein Konto sein sollte . Darf diese auch einbehalten werden, da es im Oktober geflossen ist. ? obwohl es für den Dezember der Unterhalt meines Kindes ist. Verwendungszweck steht kein Monat

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrte Fragestellerin,

      Kindesunterhalt zählt nicht zum Einkommen und ist unpfändbar. Wenn Sie der Bank den Nachweis erbringen, dass Sie Unterhaltszahlungen erhalten, so darf dieser Betrag nicht gepfändet werden.
      Um auf Nummer sicher zu gehen, können Sie ein Konto auf den Namen des Kindes eröffnen und die Beträge dorthin einzahlen lassen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  21. Avatar
    says:

    Hallo.
    Ich bin 180 Euro über den Freibetrag .
    Ist das Geld futsch oder kann ich das im kommenden Monat nutzen ?

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Herr Jennog,

      wenn das Geld nicht gepfändet wurde, kann es in den nächsten Monat übernommen werden.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

  22. Avatar
    says:

    Guten Tag. Mir ist geblieben 350 euro gesperrt. Kan ich die sume am 01.oktobar nehmen. Mit freundlichen Grüßen

    • Dr. V. Ghendler
      says:

      Sehr geehrter Fragesteller,

      diesen Betrag können Sie im nächsten Monat auszahlen lassen, er dürfte nicht gesperrt sein und auch nicht gepfändet werden.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. V. Ghendler
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

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