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Unterhaltspflicht in der Pfändungstabelle: So erhöhen Sie Ihren Freibetrag

Bekannt aus:
  • Unterhaltspflichten und Pfändungsfreibetrag

    Unterhaltspflichten werden bei Pfändungen berücksichtigt. Jede Unterhaltspflicht erhöht Ihren Freibetrag.

    So ermitteln Sie den Betrag, den eine unterhaltspflichtige Person bei einer Pfändung oder in der Insolvenz behalten darf.

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    Ihre Unterhaltspflichten i. S. d. Pfändungstabelle bestimmen

    Wie hoch ist der maximale Betrag bei einer Lohnpfändung? Um anhand der Pfändungstabelle Ihre Pfändungsfreigrenze zu bestimmen bzw. ab wann erst gepfändet werden kann, nehmen Sie das bereinigte Nettoeinkommen und bestimmen die Anzahl Ihrer Unterhaltspflichten. Den in der Tabelle ausgewiesenen Betrag können Sie behalten, da dieser nicht gepfändet werden kann und für die Rückzahlung an Gläubiger nicht berücksichtigt werden kann.

    Unterhaltspflichten können bestehen:

    1. aufgrund gesetzlicher Verpflichtung Ihrem Ehegatten gegenüber (§§1360,1360 a, 1361 BGB)
    2. gegenüber einem früheren Ehegatten (§§ 1569–1586 a BGB, 26 Abs.1, 37 Abs. 1, 39 Abs. 2 EheG)
    3. gegenüber einem Lebenspartner oder einem früheren Lebenspartner
    4. gegenüber Verwandten in gerader Linie (§ 1601 BGB). Dazu zählen:
      • Kinder
      • Eltern
      • Großeltern
      • Enkelkinder
      • nichteheliche Kinder (§§ 1615 a ff. BGB)
      • Adoptivkinder (§§ 1754 ff. BGB)
      • Mutter eines nichtehelichen Kindes (§§ 1615 l, 1615 n BGB)

    Wichtig: Damit diese Unterhaltspflicht in der Pfändungstabelle Berücksichtigung findet, müssen Sie es der Person auch gewähren oder für Dritte (z. B. Lebensgefährtin, Stiefkind) Sozialleistungen entgegennehmen. Wenn Sie weder Natural- noch Barunterhalt gewähren, wird die unterhaltsberechtigte Person in der Pfändungstabelle nicht berücksichtigt (LG Amberg JurBüro 2011, 605).

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    Eine in der Pfändungstabelle zu berücksichtigende Unterhaltspflicht muss gesetzlicher (nicht vertraglicher) Natur sein

    Ihre Verpflichtung muss sich aus einem Gesetz ergeben. Tut sie es nicht, liegt keine Unterhaltspflicht i. S. der Pfändungstabelle vor. Unschädlich ist aber, wenn eine gesetzliche Verpflichtung vertraglich näher geregelt ist (OLG Frankfurt Rpfleger 1980, 198).

    Deshalb erhöht sich der Pfändungsfreibetrag nicht, wenn Sie anderen Personen Unterhalt leisten, ohne gesetzlich dazu verpflichtet zu sein – z. B.:

    1. nichtehelicher Lebenspartner (LG Osnabrück Rpfleger 1999, 34)
    2. Geschwister
    3. Schwiegereltern
    4. Stief- und Pflegekinder (OLG Köln OLGR 2009, 775)

    Dies gilt auch, wenn diese Personen in Ihrem Haushalt leben (BGH NJW 1969, 2007).

    Auch eine gegen Ihren Willen durchgesetzte Unterhaltspflicht wird in der Pfändungstabelle berücksichtigt

    Ihre Unterhaltszahlung wird in der Pfändungstabelle auch dann berücksichtigt, wenn die Angehörigen ihre Ansprüche gegen Sie als Schuldner gerichtlich oder durch das Amt durchgesetzt haben – d. h. auch falls Sie nicht freiwillig leisten (LG Münster Rpfleger 2001, 608).

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    Unterhaltsberechtigte Personen erhöhen Ihre Pfändungsfreigrenze

    Eine Art der Zwangsvollstreckung ist die Lohnpfändung. Hierbei wird das Arbeitseinkommen des Schuldners gepfändet.

    Ein Teil des Einkommens ist geschützt, es darf also nicht der gesamten Lohn gepfändet werden. Wie hoch der geschützte Teil ist, richtet sich nach der Pfändungstabelle. Grundsätzlich gilt: Wer von seinem Lohn bzw. Gehalt noch weitere Personen ernähren muss, der darf mehr behalten.

    Unterhaltspflichten werden in der Pfändungstabelle berücksichtigt, so dass jede Unterhaltspflicht den Pfändungsfreibetrag erhöht – d. h. den Betrag, den Sie aus Ihrem Einkommen in der Verbraucherinsolvenz, der Regelinsolvenz oder sonst bei einer Gehaltspfändung / Lohnpfändung behalten dürfen. Dies gilt bis zu fünf Unterhaltspflichten, ab der sechsten erhöht sich der Pfändungsfreibetrag nicht mehr weiter.

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    Eine Berücksichtigung in der Pfändungstabelle findet auch statt, wenn der tatsächlich geleistete Unterhalt geringer als der Pfändungsfreibetrag ist

    Aufgrund der Pauschalierung der Unterhaltsfreibeträge kommt es für die Berücksichtigung nach der Pfändungstabelle auch nicht darauf an, ob Ihre tatsächlichen Unterhaltsleistungen den Betrag erreichen, um den sich der Pfändungsfreibetrag nach der Pfändungstabelle erhöht. So kann z. B. im Einzelfall eine Unterhaltsleistung auch dann berücksichtigt werden, wenn nur 10% des geschuldeten Unterhalts gezahlt werden. Eine Herabsetzung kann jedoch erfolgen, wenn eine Anrechnung im Einzelfall unbillig wäre (BGH NJOZ 2011, 753).

    Die Pfändungsfreigrenzen bleiben auch dann gleich hoch, wenn Ihr Ehegatte dieselben Unterhaltspflichten hat

    Wenn Ihr Ehegatte ein eigenes Einkommen hat, erfüllen Sie Ihre gesetzliche Unterhaltspflicht zum Familienunterhalt (§ 1360 S. 1 BGB), indem Sie zum Haushalt beitragen. Für die Pfändungstabelle ist es deshalb grundsätzlich egal, ob das Nettoeinkommen Ihres Ehegatten geringer oder höher ist als Ihr eigenes (BGH NZI 2011, 979). Nur wenn Sie Ihrem gut verdienenden Ehegatten überhaupt keinen Unterhalt schulden oder gewähren, entfällt der Freibetrag nach der Pfändungstabelle von vornherein. Bei eigenem Einkommen der Kinder und sonstiger Angehöriger gilt dasselbe, sofern Sie ihnen Unterhalt schulden (vgl. § 1602 BGB) und gewähren (LG Stuttgart JurBüro 2003, 156).

    Als Schuldner profitieren Sie von Pfändungsfreigrenzen nach der Pfändungstabelle auch dann, wenn Ihr Ehegatte ebenso verschuldet ist und diese in Anspruch nimmt

    Wenn sowohl Sie als auch Ihr Ehepartner vom Schuldenproblem als Schuldner betroffen sind, steht Ihnen beiden wegen Ihrer Unterhaltspflichten der erhöhte Freibetrag zu. Das bedeutet, dass Ihre Unterhaltspflichten gegen über dem jeweils anderen Ehepartner nach der Pfändungstabelle jeweils berücksichtigt werden – Sie beide kommen grundsätzlich in den Genuss des erhöhten Freibetrags, bevor es zu einer Pfändung kommen kann. Das gilt auch für die Berücksichtigung unterhaltsberechtigter Kinder (BAG FamRZ 1975, 488).

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    Sie haben eine allgemeine Frage zum Thema „Unterhaltspflicht in der Pfändungstabelle: So erhöhen Sie Ihren Freibetrag“? Wir beantworten sie hier kostenlos!

    49 Antworten
    1. Avatar
      says:

      Hallo,

      nach der Scheidung Zahl ich Unterhalt, Kind lebt natürlich bei Mutter. Wird das Kind als unterhaltsplichtige Person angerechnet obwohl es nicht bei mir lebt? Was ich meine ist, wird mir nach Abzug von Unterhalt noch was gepfändet. Sagen wir mir bleiben nach Abzug 1380 Euro, wird dann noch gepfändet oder nicht?

      Mit freundlichen Grüßen
      Andreas

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Fragesteller,

        wenn Sie für das Kind finanzielle Unterstützung, also Unterhalt, zahlen, und dazu auch verpflichtet sind, dann wird im Sinne der Pfändungstabelle eine Unterhaltspflicht angerechnet.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    2. Avatar
      says:

      Hallo,

      meine Frau wird in Folge einer Tumor-OP im Hirn wohl für längere Zeit nicht mehr arbeiten können. Die Operation war letzte Woche, die Regeneration wird länger dauern. Es ist eine Folge einer früheren OP, seit damals bezieht sie bereits eine BU-Rente. Ihr Gehalt wird nun erstmal durch Krankheitsfall weitergezahlt, bis die Krankenkasse übernimmt. Berechtigt diese Situation zur Aussage, dass sich meine Unterhaltspflicht über meine Kinder aus erster Ehe hinaus erweitert?

      Viele Grüße
      Klaus

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Fragesteller,

        es kommt darauf an, ob Sie den Unterhalt auch tatsächlich gewähren. In diesem Fall liegt jedoch die Annahme nicht fern, dass eine Unterhaltspflicht im Sinne der Pfändungstabelle vorliegen könnte, insbesondere, wenn Sie sich auch persönlich um die Kinder kümmern. Die abschließende Entscheidung trifft das zuständige Insolvenzgericht.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    3. Avatar
      says:

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      Ich zahle Unterhalt an mein leiblichliches Kind. Wird das Kind bei einer Pfändung als Unterhaltsberechtigt anerkannt? Das Kind lebt bei seiner Mutter. Also was bleibt mir bei 1610 Euro netto? Abzüglich Unterhalt bleiben mir 1353 Euro.

      Mit freundlichen Grüßen

      Andreas

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Fragesteller,

        in der von Ihnen genannten Konstellation würde das Kind als Unterhaltspflicht im Sinne der Pfändungstabelle anerkannt.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    4. Avatar
      says:

      Wie verhält es sich nun ab den 01.07.2019 mit der Pfändung für einen Kinderfreibetrag von 0,5?
      Da man diesen nicht mehr aus der Pfändungstabelle errechnen kann.

      Mit freundlichen Grüßen

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Herr Will,

        da haben Sie Recht, leider kann man die halbe Unterhaltspflicht nicht aus der Pfändungstabelle ablesen. Die Berechnung ist außerdem sehr kompliziert. Wir haben in Planung, in Kürze weitere Informationen zur „halben“ Unterhaltspflicht und der Berechnungsmethode auf unserer Webseite zu platzieren.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

    5. Avatar
      says:

      Guten Tag,

      ist ein Kind, für das eine Unterhaltspfändung vorliegt, die auch bedient wird, als unterhaltsberechtigte Person für gewöhnliche Pfändungen zu berücksichtigen?

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrte Fragestellerin,

        Unterhaltspflichten können im Rahmen einer Pfändung nur dann berücksichtigt werden, wenn diese auf aktiv bedient werden.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt

    6. Avatar
      says:

      Guten Tag,

      ich werde zum nächsten Monat hin eine neue Arbeit Stelle Besetzen und habe dort einen Nettoverdienst in Höhe von 2200 €. Meine Frau arbeitet halbtags im öffentlichen Dienst und hat einen Nettoverdienst in Höhe von 1150 €.
      Wir haben drei gemeinsame Kinder im Alter von 5 , 10 und 13 Jahren, mit denen wir zusammen in einem gemeinsamen Haushalt in Niedersachsen zur Miete wohnen.
      Wir sind beide von Pfändungen bedroht. Wie hoch liegen die jeweiligen Pfändungsfreigrenzen?

      Vielen Dank im voraus

      Gruß Tobias

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Fragesteller,

        in Ihrem Falle können lediglich Ihre Kinder als unterhaltsberechtigte Personen anerkannt werden. Dies führt in der Konsequenz dazu, dass bei Ihnen ca. 25,00 € zu, bei Ihrer Ehefrau – so bei dieser überhaupt eine Pfändung relevant würde – nichts zu pfänden wäre.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt

    7. Avatar
      says:

      Heute erhielt ich eine Lohnpfändung wegen rückständigen Unterhalt für meine Tochter aus erster Ehe. Darin steht, dass mir 890€ Selbstbehalt bleiben. Regelsatz für mich. Aufwendungen für den Arbeitsweg und Mietkosten in Höhe von 360 Euro. Ich lebe aber nun mit meiner zweiten Ehefrau (erwerbslos) und dem gemeinsamen Sohn in einer 84qm großen Wohnung zur Miete. Warmmiete 670€. Wie soll ich denn eine Dreiköpfige Familie mit 890€ ernähren? Wieviel darf mir eigendlich bleiben? Weiss jetzt schon nicht, wie ich ab 01.07.2019 alles bewerkstelligen soll.

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Fragesteller,

        bei der Pfändung wegen Unterhaltsansprüchen können unter Umständen andere Freibeträge gelten, wenn es sich um sogenannte unmittelbare Unterhaltsansprüche handelt. Gemäß § 850d ZPO kann dann mehr gepfändet werden, als in der Pfändungstabelle vorgesehen.
        In diesem Fall überschneidet sich das Rechtsgebiet Insolvenzrecht mit dem Familienrecht. Gerne beraten wir Sie dennoch kostenlos zu Ihren Möglichkeiten. Rufen Sie einfach unser Sekretariat zur Terminvereinbarung an.

        Mit freundlichen Grüßen
        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt

    8. Avatar
      says:

      Guten Tag,

      Mein Ehemann verdient Brutto ca. 2000 Euro, netto 1400 Euro

      Ich beziehe derzeit ALG1 in Höhe von 900 Euro.

      Da mein Mann eine Pfändung hat, werden monatlich ca. 214 Euro abgezogen.

      Ich werde nicht als unterhaltspflichtige Person berücksichtigt. Laut Arbeitgeber meines Mannes, sei das nicht möglich.

      Ich habe dabei Bedenken. Ich bin davon ausgegangen, dass ich als unterhaltspflichtige Person für meinen Ehemann gelte und seine Pfändungsgrenze somit bei über 1500 Euro liegen müsste.

      Dann dürfte nichts gepfändet werden.

      Wie ist es korrekt?
      Gelte ich tatsächlich nicht als unterhaltspflichtige Person mit meinem Alg1 von 900 Euro?

      Wir leben gemeinsam, sind beide Stkl 4.

      Herzlichen Dank für eine Information!

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrte Fragestellerin,

        tatsächlich befinden Sie sich mit einem Einkommen in Höhe von 900€ wohl knapp über der Unterhaltsgrenze, welche rund um 800€ liegt. Diese ist aber von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Es gibt jedoch keinen gesetzlich festgesetzten Betrag, ab wann eine Person als unterhaltsberechtigt gilt. Diese ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt

    9. Avatar
      says:

      Ich habe das Problem das ich Pfändungen über meinen Arbeitgeber habe und auch auf meinem Konto gepfändet wird.
      Ich bin Verheiratet und meine Frau hat eine 17 jährige Tochter die allerdings nicht von mir ist, aber der Vater keinen Unterhalt zahlt. Kann ich sie mit in die Pfändungsfreigrenze bei meinem Arbeitgeber und für mein Konto mit rechnen lassen da ich zu 100% für sie aufkommen da ich Alleinverdiener bin.
      Was muss ich tun damit sie bei der Berechnung mit ein errechnet wird. Mfg

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Fragesteller,

        leider gibt es keine Möglichkeit, für ein nicht leibliches Kind einen erhöhten Pfändungsfreibetrag zu erhalten. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn Sie das Kind adoptieren würden. Leider gilt der gezahlte Unterhalt als freiwillig, da der leibliche Vater rechtlich dafür verantwortlich ist. Freiwillig gezahlter Unterhalt erhöht nicht den Pfändungsfreibetrag.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt

    10. Avatar
      says:

      Guten Tag,

      Mein Vater ist Unterhaltspflichtiger Rentner für einen Sohn. Da mein Vater im Ausland lebt, wird direkt in die Rente gepfändet. Die Rente liegt bei mtl. 1.597 €. Nach Steuern in Höhe von 24 € werden im 623 € vom LRA mtl. gepfändet, womit ihm nur noch 950 € im Monat verbleiben. Gilt hier nicht ein höherer Pfändungsfreibetrag?

      Vielen Dank im Voraus.

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Herr Baur,

        gemäß der aktuellen Pfändungstabelle sollten Ihrem Vater mindestens 1.139,99 Euro unpfändbares Einkommen verbleiben. Bei einer Unterhaltspflicht für ein Kind würden sogar 1.569,99 Euro verleiben.
        Diese Beträge werden zum 01.07.2019 erneut angehoben.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt

    11. Avatar
      says:

      Guten Tag,

      wie verhält es sich bei einer Lohnpfändung bei 2 Kindern im Haushalt, plus 2 weiteren Kindern außerhalb meines Haushalts, für die ich unterhaltspflichtig bin, aber keinen Unterhalt leiste. Wieviele Unterhaltspflichtige Personen kann ich geltend machen.

      Mit freundlichen Grüßen

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Herr Stapfer,

        bei einer Pfändung können lediglich Unterhaltspflichten zu Ihren Gunsten berücksichtigt werden, denen Sie auch nachkommen.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt

    12. Avatar
      says:

      Guten Tag, ich hätte da mal eine Frage.Ist meine Frau mit einem 450euro Job unterhaltsbedürftig?

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Fragesteller,

        mit 450€ Einkommen gilt Ihre Frau als unterhaltsberechtigt.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt

    13. Avatar
      says:

      Guten Morgen

      ich befinde mich im letzten Jahre der Wohlfahrtsperiode des Insolvenzverfahrens. Ich beziehe das Haupteinkommen in unserer Familie.

      Nun meine Frage

      Mein Ehepartner nahm vor einem Monat eine geringfügige Beschäftigung auf – ist er weiterhin als Unterhaltspflichtige Person anzusehen?

      Und mein Stiefsohn ist bei mir mit 0,5 auf der Lohnsteuerkarte angegeben – zählt dieser generell als Unterhaltspflichtige Person?

      Danke schon im Voraus

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrte Frau Meier,

        eine geringfügige Beschäftigung lässt die Unterhaltsverpflichtung nicht entfallen. Des Weiteren dürfte Ihr Stiefsohn zumindest zur Hälfte als Unterhaltsberechtigter gelten.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt

    14. Avatar
      says:

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      Ich befinde mich im Insolvenzverfahren. Derzeit liegen der Berechnung des Pfändungsfreibetrags 2 Kinder zugrunde. Im Mai erwarten wir ein weiteres Kind, nachdem sich auch der Freibetrag erhöhen müsste. Wie und wo ist die Erhöhung des Freibetrags von 2 auf 3 unterhaltsberechtigte Personen zu beantragen?
      Vorab herzlichen Dank.

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Fragesteller,

        Sie sollten sowohl dem Insolvenzverwalter ggü einen Nachweis erbringen, als auch ggü. dem zuständigen Rechtspfleger.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt

    15. Avatar
      says:

      Guten Tag,
      Ich habe folgende Situation.
      Ich bin jetzt gerade in der Privatinsolenz.
      Ich bin Verheiratet habe 2 eigene Kinder und eine Stieftochter und bin der allein Verdiener der Familie.
      Der Vater /Erzeuger meiner Stieftochter kommt seiner Unterhaltspflicht nochnicht einmal zu 50% im Monat nach, somit werde ich logischer weise mit in die Verantwortung gezogen. Was ich auch sehr gerne mache aber rein rechtlich habe mit diesem Kind nichts zu tun und habe auch keine Verantwortung. Dies sieht im realen Leben aber anders aus .
      Gibt es irgentwelche möglichkkeiten meinen Selbstbehalt durch meine Stieftochter zu erhöhen? zumindesten anteilig.
      Eine adopption stimmt der Ereuger /Vater nicht zu und mehr zahlen kann/will er nicht .
      Unterhaaltsvorschuss bekommen wir nicht mehr da wir geheiratet haben.
      d.H. da werde ich in die Pflicht gerufen habe aber nichts davon.
      Vielleicht haben Sie ja einen Tipp wie ich meine Stieftochter doch in den Selbstbehalt einfliessen lassen kann.
      vielen dank
      Pascal

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Fragesteller,

        bedauerlicherweise erkennt der Gesetzgeber nur rechtliche Unterhaltsverpflichtungen an. Auch wenn Sie sich moralisch zum Unterhalt verpflichtet fühlen, ist dadurch keine Erhöhung Ihre Selbstbehalts möglich. Es käme tatsächlich nur eine Adoption in Frage.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt

    16. Avatar
      says:

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      eine kurze Frage. Kann ich meinen Mann als unterhaltspflichtige Person (Rechner) beim Antrag auf die Insolvenz miteinbeziehen!. Er verdient weniger als ich. Die Schulden lasten nur auf meinem Namen. Von meinen Bezügebescheinigungen wurde schon über ein halbes Jahr gepfändet und mein Arbeitgeber hat meinen Mann als unterhaltspflichtige Person mitberechnet.
      Für eine Rückantwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

      MfG
      A. Wittig

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrte Frau Wittig,

        sofern Ihr Mann im Umfang eines geringfügig Beschäftigten verdient, kann er als Unterhaltsberechtigter gelten. Liegt der Verdienst darüber hinaus, wird eine Berücksichtigung schwerlich erfolgen können.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt

    17. Avatar
      says:

      Hallo Zusammen,
      ich habe eine Pfändung auf meinem Lohn.
      Habe jetzt die Vaterschaftsanerkennung und die Geburtsurkunde an meinen Arbeitgeber weitergeleitet reicht das für die erhöhung der Freibetragsgrenze ?
      Oder brauche ich auch eine Bescheinigung vom Amtsgericht ?

      Danke schonmal für ihre Antwort.

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Fragesteller,

        in der Regel sollten die beiden von Ihnen genannten Nachweise ausreichen, um den Freibetrag zu erhöhen. Der Arbeitgeber kommt der Bitte aber nicht immer nach. Dann müssen Sie die Unterlagen beim zuständigen Amtsgericht vorlegen.

        Mit freundlichen Grüßen
        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt

    18. Avatar
      says:

      Hallo,
      Ich bin in der privaten insolvenz. Bin verheiratet, zur Zeit Berufstätig und habe eine 10 jährige tochter. Nun ist meine Ehefrau Schwanger. Meine frage ist: Wenn Sie im Mutterschutz bzw. Erziehungsurlaub ist, gehört Sie dann ebenfalls zu fen Unterhaltspflichtigen Personen?

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Herr Ömer,

        sofern Ihre Ehefrau dann Bezüge in der Höhe einer geringfügigen Beschäftigung bezieht, kann dies zu einer Anrechnung für Ihre Pfändungsfreigrenzen führen.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt

    19. Avatar
      says:

      Ich pflege meinen Vater auf Grund einer schweren Erkrankung.Ich wechsel zweimal am Tag die Kanüle eines Tracheostomas. Das Pflegegeld bekomme ich nicht.
      Kann ich die zusätzlichen Kilometer nach §850 f Abs.1 für die Erhöhung des unpfändbaren Einkommens angeben?

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrte Fragestellerin,

        dies wäre sicherlich möglich.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt

    20. Avatar
      says:

      Guten Tag,
      Ich habe da mal eine Frage.
      Ich habe eine Lohnpfändung auf meinen Lohn. Ich habe nun unsere zuständige Sachbearbeiterin gebeten meine 3 Kinder bei der Berechnung meines mir verbleibenden Lohnes zu berücksichtigen. Diese meinte nun ich bräuchte eine Bescheinigung vom zuständigen Amtsgerichts damit sie meine Kinder berücksichtigen kann.ist dies so richtig. Sie sieht doch anhand meiner Kinderfreibeträge,dass ich 3 Kinder habe. Und wie wäre das wenn 2 Lohnpfändungen vorliegen würden,müsste dann von jedem einzelnen Amtsgericht eine Bescheinigung her?
      Vielen Dank für die Auskunft

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrte Fragestellerin,

        es ist richtig, dass Sie zur Erhöhung des Pfändungsfreibetrags eine sogenannte Bescheinigung nach § 850k InsO (850k-Bescheinigung) benötigen. Diese Bescheinigung können beispielsweise wir als Anwaltskanzlei ausstellen, aber auch andere Stelle können Ihnen die Freibeträge bescheinigen.
        Eine Bescheinigung reicht grundsätzlich aus, mehrere sind nicht erforderlich. Empfehlenswert wäre in Ihrem Fall vermutlich die Eröffnung eines Pfändungsschutzkontos (P-Konto).

        Mit freundlichen Grüßen

        • Avatar
          says:

          Wie verhält es sich in folgendem Fall:
          Seit 09/2013 Insolv-V. und seit 1/14 Beschluss das meine Frau nicht berücksichtigt
          werden kann, da zuviel eigenes Einkommen.
          Seit 18.03.2019 jedoch keinerlei eigenes Einkommen mehr. Gem. Aussage meines Treuhänders könnte sie berücksichtigt werden bzw. meine Frau sogar bis zu 520,- € minijob-mäßig dazu verdienen könnte. Jedoch sagte mir mein Arbeitgeber das erst der Beschluss aufgehoben werden muss. Daraufhin habe ich am 04.04.2019 einen Aufhebungsantrag gestellt mit Wirkung z. 19.03.2019. War das falsch ? Hab seitdem noch nichts vom AG gehört.
          Reicht dann trotzdem das o.g. Schreiben von Ihnen. Wenn ja, was kostet das ?
          Wie lange muss ich mich bzgl. einer Entscheidung d. Gerichts gedulden ?
          Würden Sie mich ggf. vertreten ?

          Vielen Dank im Voraus verbleibe ich mit freundlichen Grüssen,

          • Dr. V. Ghendler
            says:

            Sehr geehrter Fragesteller,

            da es sich hier um eine umfangreiche Frage handelt, wird einer unserer Berater Ihnen per E-Mail dazu antworten.

            Mit freundlichen Grüßen
            Dr. V. Ghendler
            Rechtsanwalt

    21. Avatar
      says:

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      ich bin verheiratet, habe 2 Kinder und zahle freiwillig jeden Monat 200 Euro an meine Eltern als Hilfeleistung (Unterhalt), da die Rente zu niedrig ist.
      Muss ich im Pfändungsrechner 3 unterhaltsberechtigte Personen angeben oder 5 (Ehefrau, 2 Kinder + Eltern).
      Vielen Dank!

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Fragesteller,

        wenn der Unterhalt an Ihre Eltern nicht aus einer gesetzlichen Pflicht resultiert, so gelten diese Zahlungen nicht als Unterhaltspflicht im Sinne der Pfändungstabelle. Anhand Ihrer Angaben sind die Zahlungen freiwillig, somit gelten für Sie nur die drei restlichen Unterhaltspflichten.

        Mit freundlichen GHrüßen
        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt

    22. Avatar
      says:

      Hallo ,
      zur Zeit wird mal wieder die Unterhaltspflicht von meinem Insolvenzverwalter überprüft.
      Meine Frage ist, ob meine 21jährige Tochter, die noch bei uns zu Hause wohnt und aktuell ein FSJ macht auch als eine unterhaltspflichtige Person angerechnet wird?
      Vorab vielen Dank für Infos
      MfG
      Christian

      • Dr. V. Ghendler
        says:

        Sehr geehrter Fragesteller,

        Ihre Tochter wird noch als unterhaltsberechtigte Person anerkannt, wenn das freiwillige soziale Jahr der beruflichen Orientierung oder zur Vorbereitung auf ein angestrebtes Studium dient. Wenn Sie dies dem Insolvenzverwalter nachweisen können, so muss er das akzeptieren.

        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. V. Ghendler
        Rechtsanwalt

    23. Avatar
      says:

      Wie ist es den wenn nur 0,5 Kind auf der Lohnsteuerkarte ist????
      Leider finde ich dazu kein § oder eine Auskunft wie hoch die Freigrenze dann ist.

    24. Avatar
      says:

      Guten Tag,

      was ich dabei nicht ganz verstehe! Ich habe eie unterhaltspflicht gegenüber der Kindesmutter (nicht verheiratet) meines Kindes! Diese hat eine 20Stunden Stelle! Ist diese nun als unterhaltspflichtig anzurechnen?

      Vielen Dank!

    25. Avatar
      says:

      Sehr geehrte Damen und Herren, genau diesen Bericht habe ich gesucht. Er trifft mein Problem gegenüber dem FA nahezu perfekt.
      Meine Note: eine glatte 1
      Hartmut

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