Die Rückzahlungsquote, die Sie Ihren Gläubigern unterbreiten, ist das Kernstück Ihres Vergleichsangebots.

Die Höhe der Quote lässt sich pauschal nicht bestimmen. Viele Faktoren müssen im jeweiligen Einzelfall berücksichtigt werden. Die Rückzahlungsquote hängt im Wesentlichen von Ihrem Budget und der Gläubigerstruktur ab. Zu berücksichtigen sind weiterhin Ihr pfändbares Einkommen und sonstige Vermögenswerte, die im Rahmen eines Insolvenzverfahrens verwertet werden würden.

Unseren Erfahrungen gemäß, lassen sich viele Gläubiger durch eine gute Ausgangssituation des Schuldners auf deutliche reduzierte Bedingungen von etwa 20 % bis 30 % der ursprünglichen Forderung ein.

Um eine solche Quote zu erreichen ist viel Verhandlungsgeschick gefragt. Ihre Gläubiger müssen davon überzeugt werden, dass sie ohne Vergleich leer ausgehen. Durch eine beständige Argumentationsweise, sind viele Gläubiger bereit, auf 70 % bis 80 % der Forderung zu verzichten.

Allerdings sollte die Quote für Sie realistisch und tragbar ausgestaltet werden, sowie gleichzeitig für Ihre Gläubiger attraktiv erscheinen. Bei einer Einmalzahlung ist dies eine Rückzahlquote von 20 – 30 %, je nach Schuldenstruktur. Bei einer Ratenzahlung ist dies gegeben, wenn Sie Ihren Gläubigern Beträge aus Ihrem unpfändbaren Einkommen anbieten, soweit keine weiteren Vermögenswerte vorhanden sind.

Ihre Rückzahlungsquote muss die Gläubiger besser stellen, als sie in einer potenziellen Insolvenz gestellt wären.

Zum Vergleich: Deutschlandweit beträgt die Befriedigungsquote für Insolvenzgläubiger im Durchschnitt nur etwa 5 %. Das gilt es in den Vergleichsverhandlungen geschickt zu Ihren Gunsten einzusetzen.

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