Zahlen Sie keine Raten mehr an Ihre Gläubiger, wenn Sie sich für die Privatinsolvenz entscheiden! Denn: Bekommen die Gläubiger weiterhin Ihre Ratenzahlungen, werden sie sich bei einem möglichen Vergleich nicht mit einer niedrigeren Rate in der Schuldenregulierung zufrieden stellen. Vereinbaren Sie auch keine neuen Ratenzahlungen mehr; auch wenn Ihre Gläubiger das von Ihnen fordern.

Die Zahlung an einzelne Gläubiger könnte zudem eine Bevorzugung dieser Gläubiger bedeuten und dies kann später u.U. zur Restschuldversagung führen.

Das eingesparte Geld dürfen Sie für sich verwenden oder damit eine „Kriegskasse“ für schwere Zeiten anlegen.

Was Sie unbedingt weiter zahlen sollten, ist die Miete für Ihre Wohnung, die Telekommunikationsdienstleistungen, den Energieversorger sowie für Sie wichtige Versicherungen; sprich alle Rechnungen, die für Ihren weiteren Lebensbedarf wichtig sind. Zahlen Sie diese nicht weiter, können die Verträge gekündigt werden und Sie können die zum Leben notwendigen Leistungen nicht sicherstellen.

Drohungen bzgl. möglicher Pfändungsmaßnahmen seitens der Gläubiger – wie z.B. eine eidesstattliche Versicherung – spielen ab diesem Zeitpunkt keine Rolle mehr. In der Regel werden diese kurz vor der Insolvenz nicht mehr durchgeführt und haben im Übrigen keinerlei Auswirkungen auf das Privatinsolvenzverfahren.

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