Nachträgliche Forderung meines Insolvenzverwalters

Hallo,
seit 2015 bin ich in einer Privatinsolvenz und bin alle meiner Pflichten nach gekommen auch der das melden meiner Arbeitsstelle gegenüber meines Insolvenzverwalters. 9 Monate lang arbeitete ich in dem Betrieb und wunderte mich weshalb ich immer den vollen Lohn ausbezahlt bekommen habe und nichts von gepfändet wurde .Nun ich ging davon aus das alles seine Richtigkeit hatte und lies alles so laufen. Mittlerweile arbeite ich nicht mehr in der Firma. Jetzt nach einem Jahr bekam ich ein Schreiben von meinem Insolvenzverwalter das ich die damalige Arbeitsstelle nicht bei Ihm gemeldet hätte und ich 5500 Euro nachzahlen solle. Ich konnte Ihm aber widerlegen das ich wohl die Arbeitsstelle gemeldet hatte , seine Kanzlei aber es versäumt hat sich darum zu kümmern. Trotzdem verlangt er von mir einen Raten Vorschlag um den ausstehenden Betrag zu begleichen. Jedoch kann ich das nicht da ich kein Geld habe. Nun droht er mir damit das er mir die Restschuldbefreiung nächsten Jahres verweigert. Darf er denn sowas? Ich meine es ist doch nicht meine Schuld wenn er versäumt hat bei meinem damaligen Arbeitgeber den Pfändbaren Betrag anzufordern. Ich freue mich wenn mir jemand einen Rat geben könnte.
Danke im voraus
Holger W.

1 Antwort
  1. Dr. V. Ghendler
    says:

    Sehr geehrter Fragesteller,

    vielen Dank für Ihre Frage. Möglicherweise könnten Sie den Einwand der Entreicherung gemäß § 818 Abs. 3 BGB erheben. Dies hatte in vergleichbaren Fällen bereits Erfolg.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. V. Ghendler
    Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht

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