fbpx

In diesen Städten und mit diesen Autos dürfen Sie bald nicht mehr fahren

Bekannt aus:
  • Autos stehen auf der Straße und stoßen Abgase aus

Bundesverwaltungsgericht ebnet Weg für deutschlandweite Fahrverbote


„Die Fahrverbote kommen.“ Mit seinem Urteil sorgte das Bundesverwaltungsgericht am 27.02.2018  für einen deutschlandweiten Aufschrei. Nachdem sich der erste Schock gelegt hat, bleibt bei vielen Dieselfahrern vor allem ein Gefühl: Verunsicherung. „Ist auch mein Diesel betroffen?“, „Darf ich nicht mehr mit meinem Auto zur Arbeit fahren?“, „Welche Rechte habe ich im Abgasskandal?“ , „Und ab wann muss ich mit Einschränkungen rechnen?“ Im Folgenden versuchen wir die drängendsten Fragen zu Diesel-Fahrverboten zu klären. Allen voran die Frage, die die meisten Betroffenen umtreibt:

Welche Städte und welche Autos werden von Fahrverboten betroffen sein?

Anwaltliche Dokumentenprüfung

✔ KOSTENLOS   ✔ SCHNELL    UNVERBINDLICH

Über

5.000

geprüfte Fälle

Kostenlose telefonische Erstberatung:

(Mo. – So. von 9 – 22 Uhr / BUNDESWEIT –  Dt. Festnetz)

Viele deutsche Städte überschreiten EU-Grenzwert

Unmittelbare Wirkung entfaltet das Fahrverbots-Urteil nur für die streitgegenständlichen Städte Düsseldorf und Stuttgart. Mittelbar ist es jedoch auch in vielen anderen Städten von Bedeutung. Wo immer die Grenzwerte für Stickoxid von 40 µg/m³ dauerhaft überschritten werden, drohen Fahrverbote. Dieser Verstoß gegen den unionsrechtlich vorgegebenen Grenzwert ermächtigt die Städte ohne bundesrechtliche Beschränkung selbständig Verbote zu erlassen. Dabei ist auch die Höhe der Überschreitung ein wichtiger Indikator: Je mehr der Grenzwert überschritten wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass nur ein Fahrverbot zur hinreichenden Reduktion des Schadstoffausstoßes führen kann. Die Welt listet nun auf, welchen Städten wohl Fahrverbote drohen.

Fahrverbote in bis zu 300 Städten?

Doch auch wenn der eigene Heimat-oder Arbeitsort nicht auf den Listen zu finden ist, kann noch nicht von einer Entwarnung die Rede sein. Denn offizielle Messungen gibt es laut der Deutschen Umwelthilfe nur in 146 Städten. Aktuell misst der Umweltverein die Schadstoffbelastung an mehr als 600 weiteren Punkten. Sie geht davon aus, dass bis zu 300 Städte von der Abgasproblematik betroffen sind und Fahrverbote verhängt werden könnten. Viele Einwohner und Pendler sind alarmiert und prüfen nun ihre Rechte im Abgasskandal.

Sichere Überschreitung der Grenzwerte

In den folgenden Städten wird der EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) sicher überschritten. Hier drohen zeitnah Fahrverbote zumindest für Diesel-Autos.

StadtStickoxid in µg/m³
München80
Stuttgart82,73
Köln63,62
Reutlingen66,60
Hamburg62,58
Düsseldorf58,56
Kiel65,56
Heilbronn57,55
Darmstadt55,52
Ludwigsburg53,51
Dortmund51,50
Wiesbaden53,50
Berlin52,49
Freiburg im Breisgau41,49
Oberhausen48,49
Oldenburg50,49
Wuppertal49,49
Hagen51,48
Mainz53,48
Tübingen48,48
Frankfurt am Main52,47
Solingen47
Aachen49,46
Gelsenkirchen48,46
Leverkusen45,46
Limburg an der Lahn60,45
Mannheim46,45
Augsburg46,44
Hannover55,44
Ludwigshafen am Rhein46,44
Osnabrück48,44
Halle (Saale)46,43
Leonberg47,43
Nürnberg46,43
Gießen44,42
Essen51,41
Regensburg42,41

Wahrscheinliche Überschreitung der Grenzwerte

In den folgenden Städten geht man ebenfalls von einer Überschreitung des EU-Grenzwerts für Stickoxid aus. Es liegen jedoch noch keine Zahlen für 2017 vor. Deswegen geht die Welt vom Jahresmittelwert von 2016 aus.

StadtStickoxid in µg/m³
Düren60
Backnang56
Marbach am Neckar55
Esslingen am Neckar54
Offenbach am Main51
Bochum50
Paderborn50
Bielefeld49
Bonn49
Herrenberg49
Mühlacker49
Ravensburg49
Siegen48
Hürth47
Leinfelden47
Echterdingen Pleidelsheim47
Herne45
Mülheim an der Ruhr45
Neuss45
Witten45
Heidenheim an der Brenz44
Hildesheim44
Kuchen44
Schwerte44
Bensheim43
Dinslaken43
Hameln43

Vorerst Entwarnung für weitere Städte

Natürlich gibt es auch einige Städte, in denen die Grenzwerte bislang eingehalten wurden. Hier ist in naher Zukunft nicht mit Fahrverboten zu rechnen. Zu diesen Städten gehören erstaunlicherweise Großstädte wie Leipzig, Bremen oder Dresden, aber auch kleinere Städte wie Marburg oder Norderstedt.

Welche Autos dürfen dort nicht mehr fahren?

Nachdem die Frage nach dem „Wo?“ beantwortet ist, bleibt noch zu klären, „Wer?“ nun von den Fahrverboten betroffen sein wird. Hierfür gibt es keine pauschale Antwort. Letztlich sind die Ausgestaltungen der einzelnen Fahrverbote Sache der Städte und Kommunen. Sie sind abhängig von den einzelnen Luftreinhalteplänen und den konkreten Maßnahmen, die individuell gegen die Luftverschmutzung geplant werden. Die rheinische Post bezeichnet die Diesel-Normen Euro 4, Euro 5, Euro 6 und besonders alte Benziner als die gefährdete Gruppe.
Klar ist jedoch, dass gerade die Autos, deren Motoren die Manipulationssoftware aufweisen, auf dem Kieker der Behörden stehen.

Schließlich sind diese Fahrzeuge entgegen der ursprünglichen Herstellerangaben wahre Drecksschleudern. Sie sollen maßgeblich zu den überhöhten Stickoxidwerten beitragen. Eine logische Konsequenz ist es daher, die betroffenen Euro 5- und Euro 6- Diesel zuerst von den Straßen zu verbannen. War zuerst der Euro 5-Diesel im Fokus möglicher Verbote, befürchtet inzwischen sogar die Bundesregierung, dass auch die Euro 6er betroffen sind. Denn diese sind teilweise noch dreckiger als die Euro 5-Modelle. Euro 5-Fahrer, die nicht mehr fahren dürfen, könnten mit Hinweis auf ein genauso schlechtes Euro 6-Modell, das weiterhin fahren darf , klagen, befürchtet ADAC-Chefjustiziar Markus Schäpe im Spiegel . Eine detaillierte Aufstellung der betroffenen Fahrzeuge finden Sie beim Umweltbundesamt.

Folgende Fahrzeuge sind davon betroffen:

BMW

FahrzeugherstellerFahrzeugtypEuronormStickoxidgrenzwert in mg/kmCADC gesamt in mg/km
BMW118dEuro 5180752
BMW318d EDEuro 5180604
BMW320d EDEuro 5180226
BMW320d Gran Turismo Sport Line SteptronicEuro 680311
BMWX3 xDrive 20DEuro 680423
BMWX5 xDRive 30DEuro 680170

 Audi

FahrzeugherstellerFahrzeugtypEuronormStickoxidgrenzwert in mg/kmCADC gesamt in mg/km
AudiA3 1.6 TDI SportbackEuro 5180834
AudiA6 allroad quattro 3.0 TDIEuro 680247

 Fiat

FahrzeugherstellerFahrzeugtypEuronormStickoxidgrenzwert in mg/kmCADC gesamt in mg/km
FiatPunto Evo 1.3 JTD 16VEuro 5180597
FiatDoblo 1.6 MultijetEuro 51801791

 

Kia

FahrzeugherstellerFahrzeugtypEuronormStickoxidgrenzwert in mg/kmCADC gesamt in mg/km
KiaOptima 1.7 CRDi ISGEuro 51801362

Mercedes Benz

FahrzeugherstellerFahrzeugtypEuronormStickoxidgrenzwert in mg/kmCADC gesamt in mg/km
Mercedes-BenzOptima 1.7 CRDi ISGEuro 51801362
Mercedes-BenzA 220 CDIEuro 680368
Mercedes-BenzML 350 BluetecEuro 680254

 

Opel

FahrzeugherstellerFahrzeugtypEuronormStickoxidgrenzwert in mg/kmCADC gesamt in mg/km
OpelAstra 1.7 CDTIEuro 5180624/885

 Peugeot

FahrzeugherstellerFahrzeugtypEuronormStickoxidgrenzwert in mg/kmCADC gesamt in mg/km
Peugeot407 SW 2.0 HDiEuro 5180822
Peugeot308 SW BlueHDi 150 FAP STOP&STARTEuro 680251
Peugeot308 SW BlueHDi 120Euro 680479

 Renault

FahrzeugherstellerFahrzeugtypEuronormStickoxidgrenzwert in mg/kmCADC gesamt in mg/km
RenaultMegane 1.5 dCiEuro 5180694
RenaultGrand Scenic 1.6 dCi130Euro 680850

 Toyota

FahrzeugherstellerFahrzeugtypEuronormStickoxidgrenzwert in mg/kmCADC gesamt in mg/km
ToyotaAvensis 2.2 D-4D CombiEuro 5180498
ToyotaYaris 1.4 D-4DEuro 5180380

 Volkswagen

FahrzeugherstellerFahrzeugtypEuronormStickoxidgrenzwert in mg/kmCADC gesamt in mg/km
VolkswagenPassat 2. TDI BMTEuro 5180919
VolkswagenGolf VI 2.0 TDIEuro 5180861
VolkswagenTouran 2.0 TDI BMTEuro 5180590
VolkswagenGolf VII 1.6 TDIEuro 680180
VolkswagenPassat 2.0 BlueTDIEuro 680181

 Mazda

FahrzeugherstellerFahrzeugtypEuronormStickoxidgrenzwert in mg/kmCADC gesamt in mg/km
MazdaCX-5 D LP 4WDEuro 680574
MazdaCX-5Euro 680341

 Mini

FahrzeugherstellerFahrzeugtypEuronormStickoxidgrenzwert in mg/kmCADC gesamt in mg/km
MiniCooper DEuro 680108

 Porsche

FahrzeugherstellerFahrzeugtypEuronormStickoxidgrenzwert in mg/kmCADC gesamt in mg/km
PorscheMacan S DieselEuro 680564

Auch das Software-Update schützt nicht

Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Immer wieder werden in weiteren Modellen Abschalteinrichtungen entdeckt. Auch, wer dem Rückruf seines Herstellers gefolgt ist und das Software-Update hat durchführen lassen, kann nicht sicher sein. Denn durch das Update soll sich nur eine minimale Verbesserung ergeben. Wer eines der betroffenen Fahrzeuge fährt, muss also damit rechnen, die oben aufgelisteten Städte (zumindest teilweise) nicht mehr befahren zu dürfen. Gerade wer aus beruflichen Gründen auf einen reibungslosen Arbeitsweg angewiesen ist, sollte vorzeitig Maßnahmen ergreifen, um nicht vor vollendeten Tatsachen zu stehen.

Gegen den Hersteller klagen oder Finanzierung widerrufen

Um den Fahrverboten sicher zu entgehen, gab es lange drei Möglichkeiten. Eine davon war der Verkauf. Seitdem der Dieselmarkt aber mehr und mehr einstürzt, ist dieser Weg nicht mehr gangbar. Es verbleiben zwei weitere Optionen: Zum einen kann der Dieselkunde gegen Hersteller oder Händler vorgehen. Denn ein manipuliertes Auto ist mangelhaft. Gewährleistungsansprüche greifen, unter bestimmten Voraussetzungen ist auch ein Rücktritt möglich. Zum anderen sollten diejenigen, deren Fahrzeug finanziert ist, ihre Widerrufsbelehrung prüfen lassen. Eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung berichtigt zum Widerruf und damit zur vollständigen Rückabwicklung des Geschäfts. Der Kunde kann sein Fahrzeug zurückgeben und erhält in der Regel einen Betrag zurück, der weitaus höher ist als der aktuelle Verkaufswert. Für eine erste Orientierung nutzen Sie gerne unseren Rückabwicklungsrechner.

Unsere Kanzlei bietet Ihnen außerdem den Service einer kostenlosen Erstberatung. Im Rahmen dieser können Sie sich individuell zu Ihren Rechten im Abgasskandal beraten lassen. Es entstehen Ihnen keinerlei Kosten. Auch die Prüfung Ihres Finanzierungsvertrages, sofern Sie einen haben, ist davon umfasst. Seien Sie sicher, nach der Beratung durch unsere versierten Mitarbeiter umfassend über Ihre Rechte und zu Chancen und Risiken in Ihrem konkreten Fall aufgeklärt zu sein.

Anwaltliche Dokumentenprüfung

✔ KOSTENLOS   ✔ SCHNELL    UNVERBINDLICH

Über

5.000

geprüfte Fälle

Kostenlose telefonische Erstberatung:

(Mo. – So. von 9 – 22 Uhr / BUNDESWEIT –  Dt. Festnetz)

Sie haben eine allgemeine Frage zum Thema “In diesen Städten und mit diesen Autos dürfen Sie bald nicht mehr fahren”? Wir beantworten sie hier kostenlos!

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Wir freuen uns über Ihren Beitrag!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

© Copyright - KRAUS GHENDLER RUVINSKIJ Anwaltskanzlei
Call Now Button