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Neue Dimensionen im Abgasskandal – Rückruf von 238.000 Daimler Dieseln

Bekannt aus:

Europaweit 774.000 Diesel von Schummelsoftware betroffen


Lange leuchtete der Mercedes Stern am stickoxidverseuchten Himmel des Abgasskandals weiter. Während es bei Volkswagen umfangreiche Rückrufaktionen, Schadensersatzklagen und personelle Konsequenzen gab, kam Daimler bislang mit einem blauen Auge davon. Doch dass auch Daimler im Abgasskandal eine Rolle spielt, weiß man schon länger. Inzwischen jedoch scheint der Mercedes-Stern geradewegs auf eine Supernova zuzusteuern.  Der Rückruf von 238.000 Mercedes-Dieseln wurde  angeordnet. Die betroffenen Modelle enthalten unzulässige Abschalteinrichtungen.

Rückruf von 238.000 Mercedes-Diesel kündigte sich an

Bereits Ende Mai zeichnete sich eine große Rückrufaktion bei Daimler ab. Nachdem zunächst nur Dieselfahrzeuge des Modells Vito betroffen waren, gingen Experten schon damals davon aus, dass es wohl nicht bei den 4932 zurückgerufenen Autos bleiben würde. Der zweifelhafte Motor, der von Kooperationspartner Renault kommt, soll nämlich auch in vielen Wagen der C- und G-Klasse verbaut worden sein. Der Spiegel prognostizierte den möglichen Rückruf von bis zu 600.000 Mercedes Dieseln.

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Bis zu 774.000 Dieseln droht der Rückruf

Nun hat sich dieser Verdacht erhärtet. Bundesverkehrsminister Scheuer verkündete den Zwangsrückruf von 238.000 Daimler Dieseln. Europaweit sollen sogar 774.000 Autos mit der Schummelsoftware im Verkehr sein. Erst war es nur der Mercedes Vito, nun ist es Gewissheit: Wie bereits vermutet, sind auch die C-Klasse und die SUV-Klasse GLC betroffen. Insgesamt wurden fünf mutmaßlich illegale Abschalteinrichtungen entdeckt. Die Fahrzeuge sollen nun umgerüstet werden. Trotzdem scheint Daimler sich keiner Schuld bewusst zu sein. Man setze zwar den Rückruf um, werde aber gleichzeitig gegen die Entscheidung klagen. Gegenüber Spiegel Online erklärte Daimler, dass man die Rückrufe beim Vito und anderen Modellen nur akzeptieren wolle, wenn das KBA das Unternehmen im Gegenzug nicht weiter mit Prüfungen behellige. Es scheint, als wolle der Konzern die Aufdeckung weiterer „Fehler“ um jeden Preis verhindern.

Daimler und der Abgasskandal – Rückruf als trauriger Höhepunkt

Dabei zeichnet sich schon länger ab, dass das Unternehmen im Abgasskandal eine tragende Rolle spielt. Bereits seit 2015 gab es erste Verdachtsmomente. Damals wurden 11.000 Mercedes-Sprinter freiwillig zurückgerufen. Eine Verbindung zum Abgasskandal bestritt Daimler. Im Dezember 2015 fiel ein Mercedes C200 CDI bei Messungen der Deutschen Umwelthilfe negativ auf. Die Werte im realen Straßenbetrieb wichen stark von denen auf dem Prüfstand ab. Seit 2017 gab es bei Daimler dann umfangreiche Razzien, die Staatsanwaltschaft Stuttgart nahm Ermittlungen wegen Betrugs und strafbarer Werbung auf. Der jüngste Rückruf ist der bisherige Höhepunkt des Daimler Abgasskandals. Für Daimler bedeutet das nicht nur immense Imageeinbußen, sondern auch die kostenintensive Nachrüstung vieler Autos. Dass es bislang keine Verpflichtung zu einer (teureren) Hardware Nachrüstung gibt, spielt dem Unternehmen jedoch in die Karten.

Rückruf zwecks Placebo Update

Schließlich wird im Rahmen des jüngst angeordneten Rückrufs das Rad nicht neu erfunden. Auch die Mercedes Diesel werden ein Software Update erhalten. Dieses Update soll den Stickoxidausstoß erheblich senken und den vertragsgemäßen Zustand wiederherstellen. Anforderungen, denen es nur zum Teil gerecht werden kann. Viele Studien und Untersuchungen belegen inzwischen, dass das Update nicht einmal im Ansatz die Menge Stickoxid einspart, die angekündigt war. Außerdem gibt es immer mehr Berichte zu Negativfolgen des Software Updates. Einige Kunden klagen über einen stärkeren Verschleiß, erhöhten Verbrauch und sogar ruckelnde Motoren.

Betroffene können sich nicht gegen verpflichtenden Rückruf wehren

Trotzdem bleibt den Dieselkunden keine Wahl. Während es sich 2015 noch um einen freiwilligen Rückruf handelte, sind die jüngsten Rückrufaktionen verpflichtend. Wer die Aufforderung der Zulassungsstelle ignoriert, riskiert langfristig sogar eine Stilllegung seines Diesels. Deswegen fühlen sich viele Betroffene unter Druck gesetzt. Einerseits scheuen sie vor einem Update zurück, dessen schlechter Ruf ihm vorauseilt. Andererseits wollen sie auch weiterhin am Straßenverkehr teilnehmen, ohne dass ihnen eine Stilllegung droht. Für die Meisten entsteht dadurch eine Pattsituation.

Dem Rückruf entgehen – Ihre Rechte im Abgasskandal

Dieser Pattsituation können Sie durch die Geltendmachung Ihrer Rechte im Abgasskandal entgehen. Auf diesem Wege erreichen Sie eine verlustfreie Rückabwicklung, die Ihnen eine Neuanschaffung ermöglicht.
Ist Ihr Diesel vom Abgasskandal betroffen? Handelt es sich bei Ihrem Fahrzeug um eines der manipulierten Modelle? Haben Sie vielleicht schon die Aufforderung zur Nachrüstung erhalten? Dann sollten Sie aktiv werden.

Schadensersatz statt Rückruf

Bild von einem Mercedes

Dass ein gerichtliches Vorgehen nicht zwangsläufig mit einem hohen Kostenrisiko verbunden ist, wissen die wenigsten.

Gegen den Hersteller steht Ihnen nämlich ein Schadensersatzanspruch zu. Gestützt wird dieser auf die Täuschungshandlungen des jeweiligen Konzerns. Schließlich wurden über Jahre hinweg „saubere Diesel“ verkauft, die sich letzten Endes als Drecksschleudern entpuppten. Einige Gerichte werten dies als vorsätzliche sittenwidrige Schädigung. Andere hingegen nehmen sogar einen Betrug an. Auf welchen Vorwurf Sie sich stützen, kann dahinstehen – denn das Ergebnis bleibt gleich: Sie können den Ihnen entstandenen Schaden ersetzt verlangen. Auch eine vollständige Rückabwicklung ist hier möglich. Sie erhalten den Kaufpreis abzüglich einer pauschalen Entschädigung für die Nutzung zurück und geben Ihren schmutzigen Diesel ab. Fahrverbote, Stilllegungen und Placebo-Updates gehen Sie dann nichts mehr an.

Finanzierungswiderruf statt Rückruf

Auch die Option eines Finanzierungswiderrufs ermöglicht Ihnen eine Rückabwicklung. Wenn Sie Ihren Mercedes Diesel durch einen Autokredit finanziert haben, könnte für Sie der Widerrufsjoker greifen. Dieser ist ein Instrument, dass die Rechte der Verbraucher stärken soll. Der Gesetzgeber wollte, dass die Banken die Kunden umfassend und verständlich über ihre Rechte aufklären. Unterbleibt eine Belehrung oder entspricht sie nicht den gesetzlichen Vorgaben, hat das ein praktisch ewiges Widerrufsrecht zur Folge. Tatsächlich ist ein großer Teil der Darlehensverträge fehlerhaft, sodass viele Dieselkunden den Widerrufsjoker für sich nutzen können. Rechtsfolge des Widerrufs ist nämlich ebenfalls eine Rückabwicklung. Ob auch hier eine Nutzungsentschädigung zu entrichten ist, ist noch nicht abschließend für alle Fallkonstellationen geklärt. Fest steht allerdings, dass sich die Rückabwicklung in den meisten Fällen lohnt. Der Dieselmarkt befindet sich weiterhin auf Talfahrt – vor allem auf dem Gebrauchtwagenmarkt macht sich der Abgasskandal bemerkbar.

Kostenlose Erstberatung zu Ihren Rechten im Daimler Abgasskandal

Wir bieten Ihnen eine kostenlose Erstberatung zu Ihren Rechten im Abgasskandal an. Dazu gehört eine umfassende Analyse Ihrer individuellen Situation. Wir überprüfen Ihren Darlehensvertrag auf Belehrungsfehler und stellen anhand Ihres Kaufvertrags fest, ob Ihnen ein Schadensersatzanspruch gegen den Hersteller zusteht. Im Anschluss beraten wir Sie zu Ihren Möglichkeiten und weisen Ihnen Vorteile und Risiken eines Vorgehens auf. Sollte für Sie sowohl der Widerruf als auch ein Vorgehen wegen Schadensersatzes in Frage kommen, besprechen wir mit Ihnen die Erfolgsaussichten beider Optionen und den finanziellen Vorteil der jeweiligen Handlungsoption. Auch über eine Finanzierung durch die Rechtsschutzversicherung informieren unsere erfahrenen Mitarbeiter Sie gerne. Profitieren Sie von unserer Expertise und Erfahrung bei der Vertretung von Geschädigten im Abgasskandal. Machen Sie sich unabhängig von Rückrufaktionen, Fahrverboten und Stilllegungen. Handeln Sie jetzt.

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