Zeitplan für Diesel Nachrüstung zum Scheitern verurteilt

Bekannt aus:
  • Autos stehen auf der Straße und stoßen Abgase aus

Drohen jetzt härtere Fahrverbote?

Inzwischen ist das Thema Luftverschmutzung endlich in den Städten angekommen. Während eine Stadt nach der nächsten überarbeitete Luftreinhaltepläne vorlegt, um Fahrverbote zu verhindern oder zumindest einzudämmen, erfüllt auch die Automobilindustrie ihr Soll. Oder? Es folgt ein Rückruf auf den nächsten. Gefühlt alle betroffenen Fahrzeuge werden einer Diesel Nachrüstung durch das Software Update unterzogen. Doch der Schein trügt. Tatsächlich kommen die Hersteller mit der Diesel Nachrüstung nicht hinterher. Der Zeitplan droht zu platzen.

Das KBA und seine Rolle bei der Diesel Nachrüstung

Das Kraftfahrtbundesamt ist Dreh- und Angelpunkt im Abgasskandal. Es überwacht die Einhaltung der Abgasgrenzwerte und prüft Fahrzeuge, die verdächtig sind, auf Abweichungen. Es segnet die jeweilige Diesel Nachrüstung ab und erteilt die offiziellen Rückrufe. Wer die Diesel Nachrüstung mit dem Software Update verweigert, der bekommt auch wegen der Arbeit des Kraftfahrtbundesamtes Post. Die Stilllegungen nicht upgedateter Fahrzeuge sind eine Anweisung von ganz oben – ausgeführt durch die jeweilige Zulassungsbehörde. In letzter Zeit jedoch häufte sich die Kritik am Kraftfahrtbundesamt. Es stehe der Automobilindustrie zu nahe, hieß es von vielen Seiten. Ein Vorwurf, den die Behörde stets von sich gewiesen hat. Nun kann sie ihre professionelle Distanz zu den Automobilriesen unter Beweis stellen. Diese sind nämlich mit der Diesel Nachrüstung in Verzug geraten. Das KBA spielt dabei eine Schlüsselrolle.

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Diesel Nachrüstung durch das Software Update – das Versprechen der Hersteller

Mehr als ein Jahr ist der Diesel Gipfel in Berlin nun her. Mit ernüchternden Ergebnissen. Auch das Fazit 365 Tage später fällt ernüchternd aus. Zuvor hatten sich die Geschädigten im Abgasskandal eine Diesel Nachrüstung erhofft – eine richtige Diesel Nachrüstung. Das Software Update, das vielen aufgespielt wurde, ist nicht mehr als ein fauler Kompromiss zwischen Automobilindustrie und Politik. Eine viel geforderte technische Nachrüstung wird von den Herstellern verweigert. Das –weitaus günstigere – Software Update soll die Stickstoffemissionen um bis zu 30 % senken. Ein großes Versprechen, das vielfach angezweifelt wird. Inzwischen gibt es Berichte und Gutachten zur Unwirksamkeit der gewählten Diesel Nachrüstung. Parallel häufen sich die Klagen der Verbraucher. Sie beschweren sich über einen stärkeren Verschleiß, einen erhöhten Verbrauch und Mängel infolge des Updates. Das Versprechen vor einem Jahr: 5,3 Millionen Fahrzeuge mit Diesel Nachrüstung bis Ende 2018. Indianerehrenwort.
<h2id=“realitaet“>Realität: Diesel Nachrüstung läuft nicht nach (Zeit)plan </h2id=“realitaet“>

Die Realität nach einem Jahr sieht anders aus. Die zweite Hälfte von 2018 ist angebrochen. Es bleiben nunmehr vier Monate um das Versprechen zu erfüllen. Bis zum 01.09. läuft die Deadline, zu der die Updates beim KBA zur Genehmigung vorliegen sollen. Eine Genehmigung soll dann im September und Oktober erfolgen. Zeitnah steht dann die Durchführung der Diesel Nachrüstung auf der Agenda. Ein straffer Zeitplan – zu straff. Die Durchführbarkeit ist äußerst fraglich.

Diesel Nachrüstung – ein knapper Zeitplan

Schließlich spielt sich ein solches Update nicht von alleine auf. Im besten Fall dauert die Genehmigung der einzelnen Updates bis Mitte September. Anschließend wird mit medialem Trommelwirbel der Rückruf der betroffenen Fahrzeuge angeordnet. Briefe gehen an die Halter raus. Sie werden in die Werkstatt gebeten. Das Aufspielen des Updates dauert nicht lange – zugegeben. Aber eine Werkstatt hat das Aufspielen eines Software Updates nicht als einziges Betätigungsfeld. Der Alltagsbetrieb muss erhalten bleiben. Selbst im Optimalfall wäre eine Umsetzung der Diesel Nachrüstung bis Ende 2018 also höchst fraglich.

Diesel Nachrüstung scheitert am Kraftfahrtbundesamt

Dass der soeben skizzierte Optimalfall nicht eintritt, verdeutlicht der Bericht des Handelsblatts recht anschaulich. Denn es scheitert aktuell an einer behördlichen Genehmigung. Tatsächlich ist den Automobilherstellern dieses Mal kein Vorwurf zu machen. Ein großer Teil hat das Update rechtzeitig eingereicht. Nur auf eine Freigabe warten die meisten bisher vergeblich. Der Zeitplan steht und fällt deswegen mit dem Kraftfahrtbundesamt. Sollte eine Genehmigung erfolgen, gibt es weitere praktische Umsetzungsschwierigkeiten. Die Hersteller haben schließlich nicht die Anschriften der einzelnen Halter. Diese müssen bei den Händlern erfragt werden. Erst dann können die Aufforderungen zum Update versendet werden.

Bei diesen Fahrzeugen gab es bisher keine Diesel Nachrüstung

Bild von einem Mercedes

Dass ein gerichtliches Vorgehen nicht zwangsläufig mit einem hohen Kostenrisiko verbunden ist, wissen die wenigsten.

Wie das Handelsblatt berichtet, sind bei Audi knapp 370.000 Fahrzeuge betroffen. Ein Großteil ist noch nicht umgerüstet, für nahezu alle Modelle liegen inzwischen Software Updates vor. Jedoch ohne Freigabe. Bei Daimler sieht es nicht anders aus. Ein Sprecher kündigt an, dass bis September alle entsprechenden Updates beim KBA eingereicht seien. Gleichwohl gesteht der Sprecher ein, dass die Diesel Nachrüstung wohl „längere Zeit“ in Anspruch nehmen wird. Vom Abgasskandal betroffen sind knapp drei Millionen Diesel, ein Drittel davon in Deutschland. Die 370.000 betroffenen VW Diesel sollen ebenfalls mit einem Software Update versehen werden. Hier gibt es bereits erste Modelle, die „durch“ sind. Gerade beim VW Amarok gibt es hin und wieder Schlagzeilen zu Stilllegungen wegen eines verweigerten Updates. Trotzdem wartet auch VW auf die Freigabe einiger Software Updates durch das KBA.

Vor- und Nachteile der verspäteten Diesel Nachrüstung

Für Betroffene hat die drohende Verzögerung durchaus Vorteile – schließlich ist das Software Update mehr als umstritten. Die Negativfolgen werden zwar von den Herstellern verneint. Trotzdem wird medial viel von erhöhtem Verbrauch und stärkerem Verschleiß berichtet. Die Verunsicherung ist groß. Selbst wenn technische Folgen ausbleiben, so wird sich das Software Update erheblich auf die Verkäuflichkeit des Diesels auswirken. Der Ruf der Diesel Nachrüstung eilt ihr leider voraus. Solange Sie keine verpflichtende Aufforderung erhalten haben, müssen Sie sich nicht mit der Frage auseinandersetzen, ob Sie das Update wollen oder lieber eine Stilllegung riskieren.

Drastische Fahrverbote?

Eine weitere Auswirkung könnte eine Verschärfung etwaiger Fahrverbote oder eine Beschleunigung der Umsetzung sein. Wenn sich erst einmal medial niederschlägt, dass die Maßnahmen der Hersteller nicht oder nur verspätet wirken, wächst der Druck auf die Regierung und damit auch auf die Städte. Sie sollen ihren Teil der Abmachung wenigstens einhalten und effektive Maßnahmen für saubere Luft festsetzen. Die effektivste Maßnahme ist ein Fahrverbot. Es ist durchaus denkbar, dass die mangelhafte Umsetzung der Diesel Nachrüstung hier Einfluss auf künftige Maßnahmen haben könnte. Schließlich steht eine Klage der Europäischen Union im Raum.

Zeit spielt eine wichtige Rolle

Durch die Verzögerung gewinnen Sie als betroffener Diesel-Kunde aber einen entscheidenden Faktor: Zeit. Sie haben nun die Möglichkeit, sich in Ruhe mit Ihren Möglichkeiten auseinanderzusetzen. Wollen Sie das Software Update durchführen lassen und parallel gegen den Hersteller vorgehen? Wollen Sie die Diesel Nachrüstung verweigern und eine Stilllegung riskieren? Wenn ja, wie können Sie diese verhindern und sich hier wehren? Welche Möglichkeit ist für Ihren konkreten Fall die Optimale? Auf all diese Fragen können Sie in der Zeit, die das Kraftfahrtbundesamt zur Freigabe der Updates benötigt, Antworten finden. Diese finden Sie bei uns.

Kostenlose Erstberatung zur Diesel Nachrüstung und Ihren Rechten

Unsere Mitarbeiter befassen sich intensiv mit dem Abgasskandal, der rechtlichen Situation und den neuesten Entwicklungen. Deswegen bieten wir Ihnen eine kostenlose Erstberatung zu Ihrem spezifischen Fall an. Wir überprüfen in kürzester Zeit Ihre Unterlagen und melden uns zu einem ausführlichen Beratungsgespräch bei Ihnen zurück. Dabei klären wir mit Ihnen, ob sie einen Schadensersatzanspruch gegen den Hersteller geltend machen können, ob Sie Ihren Finanzierungsvertrag widerrufen können und welche finanziellen Vorteile Ihnen das bringt. Es ist indes auch möglich, dass Sie Ihren Diesel behalten und Schadensersatz in Geld bekommen oder Ihre Finanzierungsbedingungen geändert werden. All diese Möglichkeiten besprechen wir mit Ihnen und versuchen gemeinsam mit Ihnen den für Sie optimalen Weg aus dem Abgasskandal zu finden. Gerne empfehlen wir Ihnen auch eine günstige Rechtsschutzversicherung, die das Kostenrisiko für Sie trägt. Nutzen Sie die Zeit, die Ihnen das Kraftfahrtbundesamt geschenkt hat und machen Sie sich jetzt über Ihre Rechte im Abgasskandal schlau.

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