HCI MS Johannes S. in der Krise

Die HCI Capital AG legte im Jahr 2008 den Beteiligungsfonds HCI MS Johannes S. auf. Zu einem Zeitpunkt als sich die Weltwirtschaft im Zuge der Finanzkrise bereits in einer Abwärtsspirale befand.

Schwierigkeiten des Lloyd Schiffsportfolio I

Der Beteiligungsfonds HCI MS Johannes S. betreibt das gleichnamige Containerschiff, das trotz eines Überangebotes an Frachtschiffen und eines Rückgangs, bzw. einer Stagnation auf niedrigem Niveau des Weltwirtschafts-Wachstums seine Fixkosten erwirtschaften muss.

Im Jahr 2008 wurden noch Ausschüttungen in Höhe von 4 % vorgenommen. Später blieben diese aus. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten führten dazu, dass der Fonds seine Raten für das aufgenommene Fremdkapital nicht mehr bedienen konnte. 2012 musste auch die Tilgung eingestellt werden. Dem Fonds droht schlimmstenfalls die Insolvenz.

Schiffsfonds als riskante Kapitalanlage

Obwohl es sich bei einem Schiffsfonds um eine risikoreiche Kapitalanlage handelt, wurden Schiffsbeteiligungen von den Banken und Anlageberatern als sichere Investitionen verkauft. Häufig wurden diese sogar als Instrumente für die Altersvorsorge vertrieben. Aufgrund des Risikos eines Totalverlusts ist ein Schiffsfonds jedoch nicht zur Altersvorsorge geeignet. Dies entschied der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 06.12.2012 – III ZR 66/12. Die ersten noerlandesgerichtlichen Entscheidungen, die dies betonen, stammen bereits aus dem Jahre 2007 (z.B. OLG Frankfurt, Urteil vom 08.05.2007 – 10 U 105/06).

Was Anleger tun können

Anleger müssen sich nicht mit den Verlusten abfinden. Zahlreichen Betroffenen steht aufgrund der falschen Anlageberatung ein Anspruch auf Schadensersatz zu.

Sind die Risiken der Beteiligung im Rahmen der Beratung verharmlost oder gar unvollständig dargestellt worden sein, können Anleger die erlittenen Verluste zurückholen. Schadensersatzansprüche stehen Anlegern auch dann zu, wenn die beratende Bank die für die Vermittlung erhaltenen Provisionen verheimlicht hatte. Denn ohne diese Information war es für viele Anleger nicht erkennbar, dass die Bank sich möglicherweise in einem Interessenkonflikt befand.

Betroffene sollten nicht mit der Durchsetzung Ihrer Ansprüche zögern. Zum Ende 2016 droht die Verjährung. Ggf. müssen verjährungshemmende Maßnahmen eingeleitet werden.

Was wir für Anleger tun

Wir überprüfen kostenfrei und unverbindlich, ob geschädigten Anlegern Ansprüche auf Schadensersatz zustehen. In enger Zusammenarbeit ermitteln wir den Sachverhalt und klären umfassend über die Chancen und Risiken eines Vorgehens auf.

Wir legen großen Wert darauf, die Streitigkeiten bereits außergerichtlich zu lösen. Wenn das nicht gelingen sollte, stehen wir Ihnen als kompetente Vertreter in einem Gerichtsprozess bei.

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