Pfändungsgrenzen

Guten Tag, welche persönlichen Mehrbelastungen sind bei der Ermittlung des nicht pfändbaren Einkommens zu berücksichtigen?

Meine persönlichen Mehrbelastungen sind:

2 unterhaltspflichtigen Personen, Frau und ein behindertes volljähriges Kind,

doppelte Haushaltsführung wegen eines auswärtigen Arbeitsplatzes

Sind diese Mehrbelastungen bei der Ermittlung des pfändbaren Einkommens anzurechnen?

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Lodder

Steuerberücksichtigung bei Rentenpfändung

Meine Rente wird gepfändet. Dabei wird aber nicht berücksichtigt, dass ich nachträglich auch noch Einkommensteuer (ca. 80 EUR monatlich) zahlen muss. Diese wird ja erst im Folgejahr berechnet, veranlagt u. die Höhe ändert sich auch jedes Jahr.
Was kann ich tun, damit die Steuerzahlung bei der Pfändung Berücksichtigung findet?
Vielen herzlichen Dank!

Pfändungs- und Überweisungsbeschluss

Guten Abend,
heute befand sich ein Pfändungs-und Überweisungsbeschluss im Briefkasten.
Zur Sache: Aufgrund einer Forderung wg. “Überbezahlung meiner Bezüge in den letzten 5 Jahren” habe ich einen Rechtsanwalt aufgesucht.
Diesem wurden sogleich auch meine finanziellen Verhältnisse dargelegt.
Doch leider wurde ich nicht darüber in Kenntnis gesetzt, dass man sich auf dem Amtsgericht einen “Beratungsschein” holen kann.
Hiervon erfuhr ich leider erst später durch eine Bekannte.

Ich beklagte mich schriftlich bei diesem Rechtsanwalt (insbesondere aufgrund der Höhe seiner Kostenrechnung (für einen einzigen Brief?) und dem mir zugestellten Mahn/Vollstreckungsbescheid.
Ich beklagte mich schriftlich, warum er mich nicht auf diesen Beratungsschein hingewiesen hätte, worauf ich prompt zur Antwort bekam, er müsse seine Mandanten hierüber nicht ungefragt informieren und seine Kostenrechnung wäre korrekt, da diese nach Streitwert berechnet wurde.

Ich beziehe lediglich eine Hinterbliebenenrente über das Landesamt für Finanzen, da mein verstorbener Mann als Polizeibeamter tätig war.
Der Rechtsanwalt erläuterte sogar noch während unserem Erstgespräch, dass ich mich schon alleine nach Abzug des monatlichen Beitrags für meine private Krankenversicherung am “Existenzminimum” befinden würde.
Somit war ihm meine finanzielle Situation durchaus bewusst.

Da ich gesundheitlich sehr angeschlagen bin und mir nur wünsche, dass diese Sache endlich ein Ende findet, bot ich dem Rechtsanwalt an, seine Kosten von knapp €300,00 in monatlichen Raten in Höhe von €10,00 Euro zu tilgen, was er allerdings sofort ablehnte.
Er schrieb zurück, er verlange mindestens eine Tilgungsrate von €50,00.
Ich erklärte ihm daraufhin, dass ihm von Anfang an meine finanzielle Situation bekannt war und ich diesen Betrag beim besten Willen nicht aufbringen kann.
Ich bot ihm erneut eine Rate von monatlich €10,00 an.
Doch darauf habe ich keinerlei Rückantwort mehr erhalten…heute dann dieser Pfändungs- und Überweisungsbeschluss im Briefkasten.

Was kann ich jetzt tun, um eine mögliche Kontopfändung zu verhindern?
Aufgrund meiner chron. Erkrankung bin ich zwingend auf die tägliche Einnahme zweier Lungensprays angewiesen.
Da ich privat krankenversichert bin (zu 70% beihilfeberechtigt), muss ich mit verordneten Medikamenten zunächst in Vorauskasse treten.
Ich darf gar nicht daran denken, aufgrund dieser Sache womöglich Ende des Monats (Kontoeingang meiner Hinterbliebenenrente) meine Lungensprays nicht holen kann…
Das alles ist ein wahrhaftiger Albtraum für mich…ich hoffe das man mir helfen kann?

Herzlichen Dank im voraus.

Lohnpfändung Urlaubsgeld

Hallo,
ich bin Steuerklasse 1, ledig, keine Kinder. Ich habe diesen Monat eine Lohnpfändung erhalten. Ebenfalls erhalten wir im Juni auch immer Urlaubsgeld. Mein Grund-Brutto-Gehalt beträgt 4.091, 64 €. Das Urlaubsgeld betrug 2.731,61 € brutto. Ausgezahlt bekam ich 1.819,05 € netto. Erhalte ich tatsächlich wo viel Abzüge vom Urlaubsgeld?
Vielen Dank und beste Grüße

Ehemann wird nicht als unterhaltsberechtigte Person bei Pfändung berücksichtigt

Mein Ehemann u. ich leben jeder in einer eigenen Wohnung. Wir leben aber nicht “getrennt von Tisch u. Bett” u. wollen auch keine Scheidung. Ich beziehe Frührente u. werde gepfändet. Mein Mann hat ein kleines selbstständiges Gewerbe, ca. € 1.000 Gewinn pro Monat. Wir haben Gütertrennung vereinbart. Wir zahlen uns gegenseitig keine Geldbeträge, aber mein Mann isst mit mir zusammen – bei mir u. auf meine Kosten – u. ich wasche seine Kleidung etc. Das ist doch auch eine Form von Unterhalt? Dies wurde vom Gericht aber nicht anerkannt. Was kann ich tun? Würde es ausreichen sich von meinem Mann Quittungen für die Lebensmittel unterschreiben zu lassen? Und wie könnte ich dann die Pfändung neu aufleben lassen?
Vielen Dank!