Pflegebonus

Hallo ich bin in der Ausbildung zur Altenpflegerin und soll ende November den Pflegebonus bekommen allerdings übersteigt der Bonus Gehalt Weihnachtsgeld ect. meinen monatlichen Pfändungsfreibetrag. Ist der Bonus pfändbar?

Krankenkassenforderungen

Hallo, ich habe ein Problem, das bestimmt viele betrifft, die einmal in der Insolvenz gelandet sind.
Ich hatte einen Baubetrieb und bin 2002 durch nicht bezahlte Rechnungen in die Insolvenz geraten.
Die Restschuldbefreiung erfolgte nach 8 Jahren. Da ich wegen Insolvenzverschleppung verurteilt wurde, gab es keine Restschuldbefreiung für die Krankenkassenbeiträge. Das Insolvenzverfahren dauerte 17 Jahre. Dementsprechend ist die Quote sehr gering ausgefallen. Die Kosten für den Insolvenzverwalter waren dementsprechend sehr hoch. Zwischenzeitlich habe ich versucht dagegen etwas zu unternehmen. Ich hatte natürlich keinen Erfolg. Mit der Insolvenz wurde alles was ich besaß, Haus, private Rentenversicherung, angesparter Bausparvertrag usw. zu Geld gemacht und verwertet. Jetzt kommen die Krankenkassen und alles geht von vorn los. Ich bin
jetzt 66 Jahre und habe keine große Chance mehr mir für das Alter was zurückzulegen. Ich weiß nicht weiter.

Autoverkauf

Hallo, ich stecke in der Regelinsolvenz und habe vor Eröffnung der Insolvenz ein Firmenfahrzeug bei „wir kaufen dein Auto“ im Wert von 16k verkauft und das Geld für private Belange behalten. Jetzt will mein Insolvenzverwalter wissen, was aus dem Verkaufserlös geworden ist. Leider habe ich keine geeigneten Belege dazu, da die Summe wie schon erwähnt privat genutzt wurde. Was kann kann ich dem Insolvenzverwalter mitteilen oder was kann mir passieren? Vielen Dank für eine rasche Information.

Inkasso; Angebot Vergleichszahlung

Guten Tag,
in einer Inkasso-Angelegenheit (Postbank/Accredis/RA Schönberger) habe ich einen Vollstreckungsbescheid erhalten, gegen den ich mit einer ausführlichen Begründung vollumfänglich Einspruch eingelegt habe. Daraufhin hat mit RA Schönberger im Namen der Gläubigerin Accredis ein Vergleichsangebot „zum Ausgleich aller wechselseitigen Ansprüche aus dieser Forderungsangelegenheit“ iHv 200 Euro zugesandt.

Mit in dem Brief war ein unkommentierter Vordruck, den ich vermutlich unterschreiben und an das Amtsgericht senden soll (ein anderes als das den Vollstreckungsbescheid ausstellende), mit dem ich meinen Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid zurücknehme.

Ich schätze, das Ergebnis eines Gerichtsverfahrens hängt stark von dem entscheidenden Gericht ab und möchte die Angelegenheit aus Zeitmangel so schnell wie möglich erledigen. Ich habe mich bereits seit über einem Jahr mit Accredis „herumgeschlagen“ und auch wenn es mich ärgert, habe ich mich dazu entschieden, den Vergleichsbetrag zu bezahlen. Jetzt frage ich mich, ob die Angelegenheit damit wirklich erledigt ist, auch wenn ich meinen Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid natürlich nicht zurück nehme. Dadurch würde das Verfahren ja wieder aufleben, richtig? Meine Fragen sind folgende:

1. Kann ich mir sicher sein, dass mit Zahlung des Vergleichsbetrags der Vorgang erledigt ist?
2. Was soll das mit dem Vordruck, den ich an das Amtsgericht senden soll? Ist das nur ein Täuschungsmanöver, um doch noch einen Titel gegen mich zu erwirken, sogar trotz Zahlung der Vergleichssumme? In dem Schreiben wird der Ausgleich der Forderung nicht an die Rücknahme des Einspruchs gegen den Vollstreckungsbescheid geknüpft. Könnte RA Schönberger dies nachträglich tun?

Vielen Dank und freundliche Grüße
„Thomas Mustermann“

Pfändungsbetrag auch bei Übergangsgeld

Ich beziehe nun Übergangsgeld von der Rentenversicherung für eine berufliche REHA.
Das ausgezahlte Geld beträgt in der Höhe mehr als die Freibetragsgrenze.
Ist also auch diese Art von Einkommen Pfändungsberechtigt oder ist es unantastbar?

Aussonderungsrecht

Hallo,

ich würde gerne ab Oktober Ihre Dienste in Anspruch nehmen.
Bezüglich dessen habe ich eine Frage: Ich habe 2-3 Verträge (Ratenzahlungen) zu Gegenständen, die ein Aussonderungsrecht haben, also das Sie Eigentum des Besitzers sind bis alles abbezahlt.
Wie schaut es da aus, wenn man in die Inso geht und die Gegenstände gar nicht mehr im Besitz ist? Drohen Konsequenzen?

strafrechtlich relevante Forderung eines Gläubigers anerkannt – Treuhänder haftbar?

…eine weitere Frage hätte ich. Dieser Treuhänder hat die Forderungen einer Bank ungeprüft in die Insolvenztabelle anerkannt. Er versäumte dabei eine Restschuldversicherung für diesen Kredit zu Insolvenzbeginn zu kündigen, wie er es bei einer anderen Versicherung aber tat. MIR gegenüber hat er erst vier Jahre nach dem Beginn der Insolvenz eine Tabelle auf Anforderung übersandt, in der ich diesen Fehler bemerken konnte und sofort reagierte. Also auch diesen Fehler des Treuhänders versuchte ich wieder zu bereinigen, was mir aber nicht gelang. Dabei stellte ich fest, dass die ursprünglichen Forderungen der Bank sittenwidrig überhöht waren (bis zu 553% über den vergleichbaren Kosten) und daher strafrechtlich relevant waren. Strafanzeige (wegen Wucher und Betrug) wurde aufgrund der mittlerweile eingetretenen Verjährung nicht mehr verfolgt. Hätte der Treuhänder frühzeitig gehandelt, wäre es bereits zu Beginn der Insolvenz klar geworden und der Taterlös der Bank aus einer Straftat nicht als Insolvenzkosten anerkannt werden dürfen (zumindest hätte ich dagegen Einspruch einlegen können, was mir verwehrt blieb, da der Treuhänder nicht zeitgerecht handelte). Ist der Treuhänder hier haftbar zu machen, da er seine Pflichten versäumt hat und mir dadurch ein Schaden entstanden ist? Scheinbar hatte ich viel Pech mit diesem Treuhänder. Ohnehin musste ich nur deshalb Insolvenz anmelden, da meine Frau während der Scheidung alle gemeinsamen Kosten von sich wies und ich als Beamter ein gefundenes Fressen der Banken war. Erst später musste meine Exfrau aufgrund der gerichtlichen Verfügung ihre Schulden mittragen. Wäre das alles früher passiert, hätte ich nie Insolvenz anmelden müssen.

überzahlte Beträge an die Gläubiger

Nach dem Ende der Insolvenzzeit (auch der Wohlverhaltensperiode nach sechs Jahren) und Erteilung der Restschuldbefreiung kommen jetzt Gläubiger auf mich zu und erklären mir, dass Ihnen ZUVIEL gezahlt wurde – also mehr als 100 % der Forderungen zurückgezahlt wurden. Genau auf diesen Umstand hatte ich den Treuhänder VORAB hingewiesen (Forderungsrücknahmen der Gläubiger ggü. dem Treuhänder, nachdem ich falsch angemeldete Forderungen in der Vergangenheit entlarven konnte). Muss ich diese überzahlten Beträge an den Treuhänder zurückzahlen, die er aufgrund seines Unvermögens einer ordnungsgemäßen Abrechnung falsch ausgekehrt hat? Muss er nicht dafür haften? Immerhin hat er mächtig Geld verdient an meiner Insolvenz. Ich habe etwa 92 % durchschnittlich an die Gläubiger zurückgezahlt – ohne die Treuhänderkosten etc. wären es über 100 % gewesen! Gibt es da eine Schadenshaftpflicht des Treuhänders? Bin ich wirklich verpflichtet, dieses von ihm zuviel gezahlte Geld zurückzuzahlen, obwohl ich ihn vorher darauf aufmerksam machte und er es trotzdem falsch gemacht hat?

Aufhebungsverrag mit Auslaufphase in der Wohlverhaltensphase

Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für die Möglichkeit hier Fragen zu stellen. Mein Bruder ist seit 14 Jahren in einem Unternehmen und soll nun einen Aufhebungsvertrag vorgelegt bekommen. Es besteht die Möglichkeit, für 14 Monate bei der üblichen Gehaltszahlung freigestellt zu werden, anstatt eine Abfindung anzunehmen. Er bräuchte die Zeit auch für eine berufliche Neuorientierung. Darf der Treuhänder dem widersprechen? Darf mein Bruder so einen Aufhebungsvertrag mit 14 monatiger Freistellung in der Wohlverhaltensphase (noch knapp 3 Jahre) unterzeichnen?
Beste Grüße
LS

Privatinsolvenz/aktuell in Wohlverhaltensphase

Sehr geehrte Damen und Herren,
Vielen, lieben Dank für diese Möglichkeit der Hilfe.
Nun zu meinen Fragen:

Bisher werden 2 Unterhaltsberechtigte bei der Gehaltspfändung (Kinder, 20 und 16, leben mit mir und ’neuem‘ Ehepartner zusammen) berücksichtigt. Das 20jährige Kind hat nach dem FSJ gerade eine schulische Ausbildung begonnen und möchte gern Bafög beantragen.
Sollte es dies erhalten muss der Treuhänder vermutlich auch über das Einkommen (Bafög) informiert werden, richtig? Danach gefragt wurde nie, ich habe Änderungen (zB FSJ Taschengeld-Bezug) aber immer direkt angegeben.
Würde sie durch den Bezug von Bafög dann nicht mehr als unterhaltsberechtig gelten? Der Vater der Kinder zahlt 120€ Unterhalt für beide. Zusammengenommen könnte man ja sagen, dass ihr das Geld zum Leben reichen würde.

Frage 2:
Ich habe eine neue Arbeit angenommen, was mehr Gehalt zur Folge hat (und auch pfändbares Einkommen). Auf meinem P Konto liegen 2 Pfändungen aus der Zeit vor Beginn der Insolvenz. Vermutlic geht ab sofort inkl. Kindergeld mehr Geld auf mein Konto ein als durch den P Konto Freibetrag geschützt wäre. Besonders wenn die zusätzliche „Corona Zahlung Kindergeld“ im Sept und Okt kommen wird.
Kindergeld ist ansich ja nicht pfändbar und die beiden Kontoofändungsgläubiger dürfen ja theoretisch auch nicht auf einem anderen Wege als durch den Treuhänder befriedigt werden, also von meinem Konto eigentlich kein Geld bekommen, Aber was macht die Bank dann mit dem Betrag oberhalb des P Konto Freibetrags? An die Gläubiger geben?
Ich fürchte jedenfalls sie wird mich nicht darüber verfügen lassen, auch wenn es mir theoretisch zustünde.
Was kann ich tun?

Recht herzlichen Dank im Voraus.

Mit freundlichem Gruß

Emely