Wann tritt Verjährung ein?

Zwar können bei fehlgeschlagenen Kapitalanlagen vielfach Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden. Diese unterliegen jedoch Verjährungsfristen. Zu unterscheiden ist zwischen der kenntnisabhängigen dreijährigen Verjährungsfrist und der kenntnisunabhängigen zehnjährigen Verjährungsfrist. Bei Letzter verjähren die Ansprüche auf den Tag genau zehn Jahre nach Beitritt zur Fondsgesellschaft. Bei der kurzen dreijährigen Verjährungsfrist ist die Kenntnis des Anlegers über schadensersatzbegründende Umstände entscheidend. Diese verjähren zum Jahresende drei Jahre nach Kenntnis. Entscheidend ist nicht nur die tatsächliche Kenntnis, sondern auch der Umstand, dass der Anleger ohne fahrlässiges Verschulden zumindest die Kenntnis hätte erlangen können. Damit die Forderungen nicht verjähren, sollte immer umgehend gehandelt werden. Wird die Zeit

Welche Aufklärungspflichten hat die Bank bei geschlossenen Fonds?

Neben den spezifischen Risiken, die für Containerfonds gelten, gibt es Risiken, die grundsätzlich für alle geschlossene Fond zählen und über die der Anleger aufgeklärt werden muss. So muss dem Anleger verständlich erklärt werden, dass er als Mitgesellschafter auch die Risiken trägt, die zu Nachschusspflichten, Rückforderungen von Ausschüttungen oder auch zum Totalverlust der Einlage führen können. Darüber hinaus werben viele Fondsgesellschaften nicht nur Geld bei den Anlegern ein, sondern nehmen zur Finanzierung noch weitere Darlehen auf. Über diese Kosten und Zinsen muss der Anleger aufgeklärt werden. Gerät die Fondsgesellschaft mit der Tilgung in Rückstand, kann die Bank das Darlehen fällig stellen.

Welche Anforderungen werden an eine ordnungsgemäße Beratung gestellt?

Der Anleger hat einen Anspruch darauf, dass ihm Kapitalanlagen vorgeschlagen werden, die zu seinen Anlagezielen und Wünschen passen. Das bedeutet, dass der Anlageberater die finanziellen Möglichkeiten, die Kenntnis in Finanzgeschäften und die Risikobereitschaft des Anlegers erfragen und dementsprechende Geldanlagen vermitteln muss. So ist es z.B. nicht zulässig einem unerfahrenen Anleger, der sein Geld sicher zur Altersvorsorge anlegen möchte, riskante Geldanlagen zu vermitteln. Der Anleger muss über die bestehenden Risiken umfassend und verständlich aufgeklärt werden. Ebenso muss dem Anleger die Funktionsweise eines geschlossenen Fonds dargelegt werden. Dazu gehört auch, dass dem Anleger klar ist, dass er in der Regel mit den

Welche Handlungsmöglichkeiten hat der Anleger eines Containerfonds?

Schlägt die Beteiligung an einem geschlossenen Containerfonds fehl, haben die Anleger häufig gute Möglichkeiten, Ansprüche auf Schadensersatz geltend zu machen. Ein Ansatzpunkt dafür kann eine fehlerhafte Anlageberatung sein. Denn im Zuge einer ordnungsgemäßen Beratung hätten auch die Risiken der Beteiligung, u.a. das Totalverlust-Risiko, ausführlich dargestellt und erläutert werden müssen. Die Praxis zeigt aber, dass diese Anforderungen oft nicht erfüllt wurden und Risiken entweder nur unzulänglich erklärt oder sogar ganz verschwiegen wurden. Auch wurden Beteiligungen an Containerfonds vielfach als sichere und für die Altersvorsorge geeignete Geldanlage dargestellt. Tatsächlich handelt es sich aber um spekulative Anlagen mit vielfältigen Risiken. Solche Kapitalanlagen sind

Welche Risiken bestehen bei Containerfonds?

Auch wenn Reedereien zu den größten Abnehmern von Containern gehören, hat sich die Krise der Handelsschifffahrt nicht unmittelbar auf den Containermarkt ausgewirkt. Dennoch bestehen bei Beteiligungen an Containerfonds erhebliche Risiken, die sich negativ auf die Anleger auswirken können und im schlechtesten Fall zum Totalverlust der Einlage führen können. Zu diesen Risiken zählen u.a.: Steigende Produktionskosten Sinkende Mieteinnahmen durch sinkende Nachfrage Insolvenz der Abnehmer, z.B. Reedereien Sinkende Verkaufspreise für die Container Wechselkursverluste Wiederaufleben der Kommanditistenhaftung Rückforderung von Ausschüttungen Totalverlust der Einlage Insolvenz der Fondsgesellschaft

Was ist ein geschlossener Containerfonds?

Bei Containerfonds beteiligt sich der Anleger mit seiner Einlage an Frachtcontainern, die von der Fondsgesellschaft an Reedereien, Fluglinien oder andere Transportunternehmen zu festen Konditionen vermietet und später auch verkauft werden. Durch die Mieteinnahmen oder dem späteren Verkauf sollen die Renditen erzielt werden. Wie bereits oben erwähnt, sind die zu erzielenden Mieteinnahmen aber konjunkturellen Schwankungen unterworfen. Bei Containern gibt es neben den geschlossenen Fonds noch eine zweite gängige Anlageform. Dabei erwirbt der Anleger die Container direkt vom Anbieter, der dann in der Regel die Verwaltung und Vermietung der Container übernimmt. Eigentümer der Container ist der Anleger.