Wo liegen die Schwierigkeiten des Kostenübernahmeverfahrens?

Trotz des eindeutigen gesetzlichen Anspruchs der Patienten auf eine rechtzeitige notwendige Behandlung versuchen viele Krankenkassen, ihrer Pflicht zur Kostenübernahme für die Psychotherapie zu entgehen. Meist antworten sie mit pauschalen Ablehnungsschreiben oder gewähren nach monatelangem Papierkrieg nur Leistungen nach einem zu geringen Bemessungssatz. Dies geschieht auf dem Rücken der Patienten, die so noch längere Wartezeiten und eine Verschlimmerung ihrer Symptomatik in Kauf nehmen müssen. gerade psychisch erkrankte Menschen lassen sich von einer pauschalen Ablehnung schnell entmutigen. Außerdem müssen die Patienten selbst beweisen, dass eine Therapie bei einem Kassentherapeuten mit einer unzumutbaren Wartezeit verbunden ist. Bei diesen bürokratischen Hürden helfen wir Ihnen

Warum sollte ich die Hilfe eines Rechtsanwalts in Anspruch nehmen?

Die Erstellung des Antrags auf Kostenübernahme ist mühevoll und umfangreich und für Sie als Patienten mit Stress verbunden. Gerade psychisch erkranken Menschen fällt es häufig schwer, die dafür erforderlichen Telefonate zu führen und die notwendigen Unterlagen zu beschaffen und auszufüllen. Doch die Beweislast dafür, dass die Wartezeiten bei einem Kassentherapeuten unzumutbar lang sind, liegt beim Patienten. Wir möchten psychisch erkrankten Menschen an dieser Stelle den Rücken stärken und sie durch den bürokratischen Dschungel begleiten. Für Sie fallen dabei keine Risiken an. Unsere Kosten werden entweder von Ihrer Rechtsschutzversicherung gedeckt, oder Sie zahlen selbst – aber ausschließlich im Erfolgsfall. Darüber hinaus möchten

Wann kann ich die Psychotherapie beginnen?

Sie können die Psychotherapie beginnen, sobald die Krankenkasse dem Kostenübernahmeverfahren stattgegeben hat. Den Bescheid hierüber erhalten Sie per Post. Ihr Psychotherapeut wird  darüber nicht separat informiert. Daher sollten Sie zeitnah nach Erhalt des (positiven) Bescheids Ihren Therapeuten kontaktieren und einen Termin für den Beginn der Therapie vereinbaren. Kosten, die vor dem Bescheid der Krankenkasse anfallen, werden in der Regel nicht erstattet. In manchen Fällen kann es vorkommen, dass Psychotherapeuten das Erstgespräch abrechnen. Darüber müssen Sie jedoch im Vorhinein informiert werden. Nach spätestens 5 Wochen muss ein Bescheid über die Kostenübernahme oder die Ablehnung bei Ihnen eingegangen sein. Ist dies nicht

Welchen Betrag muss die Krankenkasse übernehmen?

Die Krankenkassen versuchen meist, die Kosten lediglich in Höhe des sogenannten EBM (Einheitlicher Bewertungsmaßstab) zu erstatten. Dieser gilt aber nur für Kassenpsychotherapeuten und nicht für privat abrechnende Psychotherapeuten. Der Anspruch auf Kostenübernahme gilt jedoch für alle tatsächlich entstandenen Kosten, wenn bei erforderlicher Therapie nachgewiesenermaßen kein Kassenpsychotherapeut verfügbar ist.  Die Beschränkung der Kosten auf den EBM ist daher eindeutig rechtswidrig. Wir verhelfen Ihnen und Ihrem Psychotherapeuten dazu, die abrechenbaren Gebühren für eine Privatbehandlung in der vollen Höhe nach GOP/GOÄ zu erhalten. Der Widerspruch muss auch hier wieder im Namen des Patienten erfolgen, da nur er den Anspruch auf Kostenübernahme gegenüber der

Wie soll ich bei der Antragstellung vorgehen?

Das exakte Vorgehen hängt von den Interna Ihrer jeweiligen Krankenkasse ab. Durch die Strukturreform der Psychotherapie-Richtlinien im April dieses Jahres haben die Krankenkassen noch keine einheitlichen Vorgehensweisen beschlossen. Hierzu können wir Sie gerne individuell beraten. Im Folgenden stellen wir exemplarisch die wichtigsten Schritte dar. 1. Notwendigkeitsbescheinigung des Hausarztes Viele Krankenkassen verlangen trotz des neu eingeführten Formular PV11 weiterhin eine Notwendigkeitsbescheinigung eines Hausarztes oder Psychiaters. Darin wird aufgeführt, dass eine Psychotherapie für Sie dringlich und unaufschiebbar ist, weil sich z.B. lange Wartezeit auf Ihre Arbeitsfähigkeit auswirken und Ihre Symptome verschlechtern könnte. 2. Besuch einer „Psychotherapeutischen Sprechstunde“ Seit dem 01.04.2017 sind alle

Wer stellt den Antrag auf Kostenübernahme?

Der Antrag muss immer von Ihnen gestellt werden, da nur der Patient selbst den Anspruch auf Kostenübernahme gegenüber seiner gesetzlichen Krankenkasse hat. Wir unterstützen Sie aber schon vor und während der Antragstellung, indem wir Ihnen Musterbriefe und geeignete Vordrucke zur Verfügung stellen.

Was sind die Voraussetzungen für das Kostenübernahmeverfahren?

Das Kostenübernahmeverfahren bezieht sich gemäß § 13 Abs. 3 SGB V auf unaufschiebbare notwendige Leistungen, die von der Krankenkasse selbst nicht erbracht wurden oder werden können. Diese Voraussetzungen können Sie in Form eines Antrags nachweisen. In dem Antrag legen Sie dar, dass Sie in zumutbarer Nähe und Wartezeit keinen Therapieplatz gefunden haben.  „Zumutbar“ bedeutet in der Praxis, dass Sie innerhalb der nächsten drei Monate keinen Therapieplatz erhalten werden. Wenn Sie innerhalb dieser Frist keinen Platz bei einem Therapeuten finden können, der direkt mit der GKV abrechnet, liegt ein Systemversagen vor. Das heißt, die Krankenkasse kommt ihrem Auftrag einer bedarfsgerechten, wohnortnahen