Ihre Firma mit Auslandsbezug gründen
Sie wollen eine Firma mit Auslandsbezug gründen? Dann sollten Sie folgendes beachten:
Wir gründen Ihre Firma – Sie konzentrieren sich alleine auf Ihr Geschäft.
Der Ablauf einer Gründung aus dem Ausland ist:
Sowohl für EU als auch für Nicht-EU-Ausländer gilt, dass die beim Notar anerkannte Amtssprache Deutsch ist. Sollte der Gründer und/oder Geschäftsführer kein fließendes Deutsch sprechen, ist ein Dolmetscher zu beauftragen. Dies kommt in der Gründungsberatung zur Sprache und hat zur Folge, dass wir die Gründungsunterlagen anpassen und Sie dabei unterstützen, einen Dolmetscher zu finden – hier finden Sie eine bundesweite Datenbank.
In Ausnahmefällen wohlwollender Notare erfolgt die Beurkundung durch den Notar auch auf Englisch (oder in noch selteneren Ausnahmefällen in einer anderen Sprache, die der Notar beherrscht). Im Fall englischsprachiger Mandanten fragen wir bei Notaren nach, ob auf einen Dolmetscher verzichtet
Ein weiteres Hindernis kann für sanktionsbetroffene Nicht-EU-Ausländer bzw. -gruppen gelten. Diese erleben in häufig Schwierigkeiten, ein Konto zu eröffnen. Hier hilft, sich bei unterschiedlichen Banken zu erkundigen und zusätzliche Unterlagen beizubringen. In den meisten von uns betreuten Fällen wurde ein Konto schlussendlich eröffnet.
Bei der Gründung durch einen EU-Ausländer gibt es keine Einschränkungen.
Dasselbe gilt auch für EWR und Schengen Bürger – dies sind Nicht-EU-Bürger, die zum europäischen Wirtschaftsraum oder Schengenraum zählen, wie Schweizer, Isländer, Liechtensteiner oder Norweger. Auch hier gelten keine Einschränkungen.
Wenn Sie als Nicht-EU-Ausländer gründen, müssen Sie zwei Fälle beachten:
Falls Sie als Nicht-EU-Ausländer ausschließlich Gesellschafter werden wollen, gelten für Sie grundsätzlich keine Beschränkungen.
Häufig ist der Gründer aus dem Nicht-EU-Ausland auch Geschäftsführer – oder will sich ausschließlich zum Geschäftsführer bestellen (und ist zB. gleichzeitig stiller Gesellschafter). Hier gilt folgendes zu beachten:
Bei der Gründung durch ausländische Gesellschaften gibt es üblicherweise drei Möglichkeiten vorzugehen:
Diese werden beim Registergericht vorgelegt. Das Registergericht nimmt daraufhin selbst auch Einsicht in das Handelsregister. Es handelt sich um die einfachste und günstigste Variante der Gründung, welche mit hoher Sicherheit nur bei Gesellschaften aus der Schweiz oder aus Österreich, in letzter Zeit jedoch vermehrt auch bei EU-Mitgliedern, deren Register die Vertretungsbefugnis erkennen lassen. Die Vertretungsbefugnis ist häufig der entscheidende Faktor: Aus ihr lässt sich ableiten, ob der Gründer als Vertretungsorgan der gründenden Gesellschaft Satzungsgemäß zur Gründung berechtigt ist. Dies ist bei Registerauszügen bei Gründungen durch UK-, US- oder irische Gesellschaften nicht der Fall, denn aus ihnen lassen sich zwar die Gesellschafter und Geschäftsführer, nicht jedoch ihre Vertretungsbefugnis ableiten.
Ist die Vertretungsbefugnis aus dem Handelsregister ableitbar – es ist bei Gesellschaften fast aus dem gesamten EU-Raum der Fall -, ist die Sprache der Satzung aber nicht Deutsch, oder auch bei einem wohlwollenden Notar nicht Englisch, sollten die Gründungsunterlagen sowie der Handelsregisterauszug übersetzt und mit einer Apostille versehen werden. Hier finden Sie mehr Informationen zur Apostille.
In manchen Fällen, meistens bei Gesellschaften aus dem angelsächsischen Raum wie England, USA oder Irland, beanstanden die Registergerichte die Gründung mit Apostille. Dann wird ein Gutachten einer ausländischen Notarkammer angefordert, um die Gründungsbefugnis der Gründer gemäß der Gründungsunterlagen zu bestätigen.
Welche der 3 Varianten durchgeführt wird, hängt von der Anforderung des Notars sowie des Handelsregisters ab. Wir empfehlen, bei DACH Gesellschaften mit Variante 1 und bei allen übrigen Gesellschaften mit Variante 2 zu starten. Hiernach kann es sein, dass auf Beanstandung des Handelsregisters hin ein Umschwenken in Variante 2 respektive Variante 3 erforderlich wird – oder die gewählte Variante ausreicht, um die Gründung zu vollziehen.
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Es bestehen zwei gängige Möglichkeiten, als Nicht-EU-Bürger durch die Gründung eines Unternehmens in Deutschland für eine zum Unternehmen gehörende Person – den Gründer oder einen Angestellten – einen dauerhaften und zur Erwerbstätigkeit berechtigenden Aufenthaltstitel in Deutschland zu erhalten:
Der Antrag wird jeweils in einer Deutschen Auslandsvertretung gestellt.
Sie können eine Aufenthaltsgenehmigung durch Gründung erhalten. Eine Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer Selbstständigkeit nach § 21 Aufenthaltsgesetz erhalten Sie, wenn Sie gewisse Leistungsdaten einer Gründung nachweisen – in der Regel sollten mindestens fünf neue Arbeitsplätze geschaffen werden und eine halbe Million Euro investiert werden.
Die zu erbringenden Nachweise sind:
Sie können eine Aufenthaltsgenehmigung auch durch einen konkretes Arbeitsplatzangebot erhalten – auch durch eine durch ein zu gründendes Unternehmen. Voraussetzung ist, dass ein Arbeitsplatzangebot in der EU besteht – z. B. als Geschäftsführer -, dessen Gehalt über einen sich jährlich ändernden Schwellenwert liegt. Eine Erhöhung der Wahrscheinlichkeit der Visumsvergabe, oder auch ein Gehalt, dass diese Schwelle unterschreiten könnte, tritt ein, wenn der Bewerber über Qualifikationen verfügt, die in Deutschland durch Fachkräftemangel bestimmt sind, wie technische, mathematische, naturwissenschaftliche oder Ingenieurberufe.
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