• Vertrag für eine Beteiligung oder Finanzierung erstellen lassen

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    Bild Paragraph 230 Stille Gesellschaft Dritter Abschnitt

Vertrag zur Beteiligung von Investoren oder Finanzierung eines Unternehmens erstellen

Fast alle Gründer, Unternehmer und Selbstständige sind zu einem bestimmten Zeitpunkt darauf angewiesen, Ihr Unternehmen mit Kapital durch die Beteiligung eines Investors auszustatten:

  • Als Gesellschafter: Die Gründer benötigen einen Finanzspritze und erhoffen sich gleichzeitig Expertise/Beratung durch einen erfahrenen Fachmann, dessen Mitwirkung bei den wichtigen Entscheidungen ausdrücklich erwünscht ist. Sie entschließen sich, ihn an ihrer Firma als Mitgesellschafter zu beteiligen.
  • Als stillen Gesellschafter: Die Gründer benötigen eine Investition, erhoffen sich aber weniger Einmischung. Der Investor will dauerhaft beteiligt sein, einige Mitbestimmungsbefugnisse bei besonders schwerwiegenden Entscheidungen haben, aber nicht als Gesellschafter des Unternehmens nach außen hin auftreten. Die Beteiligten entscheiden sich zu einer stillen Beteiligung.
  • Als partiarisches Darlehen: Die Gründer benötigen einen Kapitalzufluss, wollen aber minimale Einmischung, eine Befristete Beteiligungsgewährung und keinerlei Änderung ihrer gesellschaftsrechtlicher Verhältnisse. Der Investor ist will keine große Investition tätigen und ist mit der geringen Beteiligung einverstanden. Es wird ein partiarisches Darlehen geschlossen.

Sehr häufig kommt auch das Szenario vor, dass Mitarbeitern oder Familienmitgliedern eine Gewinnbeteiligung eingeräumt werden soll – dies ist auch in einer der obigen Formen möglich. Die stille Beteiligung erfolgt nicht aus Gegenleistung für eine Invesitition, sondern als eine langfristige Beteiligungsform.

Typische Zeitpunkte für die Beteiligung eines Investors

Die meisten Gründer oder Unternehmer beschaffen Kapital für ihr Unternehmen von außen. Mit einem Investor, der Kapital ins Unternehmen einbringt, schließt das Unternehmen einen Beteiligungsvertrag ab. Typische Zeitpunkte dafür sind:

  • Bei der Gründung: Insbesondere Start-UPs möchten mit ihrer Geschäftsidee gleich durchstarten und benötigen eine Anschubfinanzierung
  • Im laufenden Geschäftsbetrieb: Das Wachstum des Unternehmens erfordert weiteres Kapital. Nicht immer sind die bestehenden Investoren oder Gesellschafter bereit, neues Kapital nachzuschießen. Dann benötigt das Unternehmen neue Investoren.

Wir übernehmen die Erstellung eines Beteiligungsvertrags für Ihr Unternehmen – zu einem Festpreis

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Ziele der Erstellung eines Beteiligungsvertrags

  • Einstieg des Investors regeln

    Der Beteiligungsvertrag enthält die Konditionen der Beteiligung des Investors an einem Unternehmen. Das ist insbesondere die Art der Anteile des Investors (Kapitalerhöhung, Abgabe von Anteilen der bestehenden Anteilseigner, Stille Beteiligung oder Beteiligungsdarlehen) und die Anteilshöhe. Außerdem regelt der Beteiligungsvertrag die Weise der Einbringung des Kapitals durch den Investor – beispielsweise können Tranchen mit unterschiedlicher Fälligkeit vereinbart werden.

  • Ausstieg des Investors regeln

    Wie jeder Vertrag sollte auch der Beteiligungsvertrag vorausschauend erstellt werden. Neben dem Einstieg sollte daher auch bereits ein möglicher Ausstieg des Investors bedacht und geregelt sein – als freiwilliger “Exit”, bei Fehlverhalten oder auch im Todesfall. Ebenso benötigt der Investor eine Regelung, wie bei einem Verkauf oder einer Beendigung des Unternehmens zu verfahren ist.

  • Vertragsinitiative

    Mit einem professionell erstellten Beteiligungsvertrag übernehmen Sie die Initiative bei den Vertragsverhandlungen. Dadurch verschaffen Sie sich einen Vorteil. Durch die Vorlage eines zunächst nach Ihren Vorstellungen entworfenen Beteiligungsvertrages beginnen Sie die folgenden Verhandlungen an einem für Sie günstigen Ausgangspunkt – sei es als Investor oder als Unternehmer bzw. Gründer.

  • Rechtssicherheit

    Anwaltliche Unterstützung beim Beteiligungsvertrag verschafft Ihnen Rechtssicherheit. Seine wichtigsten Klauseln werden mit Ihnen step-by-step durchgegangen. So können die relevanten Vertragspunkte lückenlos geregelt und unnötige oder gar belastende Punkte ausgeschlossen werden.

  • Keine Formalitäten

    Wie übernehmen die komplette Gestaltung Ihres Beteiligungsvertrags. Sie konzentrieren sich alleine auf Ihr Geschäft.

Was ist ein Beteiligungsvertag?

Überblick Beteiligungsvertrag

  • Der Beteiligungsvertrag ist das Kernstück des Verhältnisses zwischen einem Investor und einem Start-UP oder Unternehmen.

  • Der Beteiligungsvertrag enthält alle Modalitäten der Beteiligung des Investors. Der Investor kann sich

    • im Rahmen einer Eigenkapitalbeteiligung an einer Kapitalgesellschaft wie GmbH oder UG
    • im Rahmen einer Eigenkapitalbeteiligung an einer Personengesellschaft wie GmbH & Co. KG oder UG & Co. KG
    • mit einer typischen stillen Beteiligung
    • mit einer atypischen stillen Beteiligung
    • oder mit einem partiarischen Darlehen

    an einem Unternehmen oder Start-UP beteiligen.

  • Ein Beteiligungsvertrag kann als Vorlage für spätere, gleichartige Beteiligungen dienen. Alternativ kann ein Beteiligungsvertrag für einen konkreten Einzelfall erstellt werden.

Ein Bankdarlehen ist für viele Gründer keine Alternative, um Kapital in ein Unternehmen einzubringen. Sie scheuen die persönliche Haftung und wollen auch keine Bürgen durch das Darlehen belasten. Häufig werden deshalb die folgenden drei Arten der Unternehmensbeteiligung bevorzugt:

  • Eigenkapitalbeteiligung: Der Investor wird als Gesellschafter an der Firma beteiligt, häufig durch die Gründung einer GmbH,  UGGmbH & Co. KG oder UG & Co. KG.  Der Investor hat den Einfluss eines Gesellschafters. Seine Beteiligung ist öffentlich einsehbar.
  • Stille Gesellschaft: Der Investor wird als anonymer stiller Gesellschafter beteiligt. Er hat weniger Einfluss, als ein Gesellschafter.
  • Partiarisches Darlehen: Der Investor wird als Darlehensgeber beteiligt. Er hat nur Auskunftsrechte hinsichtlich des Gewinns.

Finanzierung beginnt mit einem Businessplan

Eine Finanzierung beginnt mit der Vorstellung des Geschäftsmodells. Stellen Sie dazu den Investoren eine schriftliche Zusammenfassung Ihres Businessplans vor. Dieser sollte zeigen, dass Sie sich mit Ihrer Geschäftsidee umfassend auseinandergesetzt haben. Beschreiben Sie die Funktionen Ihres Produktes oder die Vorteile Ihrer Dienstleistung. Vergessen Sie nicht, die Alleinstellungsmerkmale Ihrer Idee aufzuzeigen. Außerdem sollten Sie auf das Marktumfeld und die potentielle Nachfrage eingehen und eine schlüssige Finanzplanung aufweisen. Mit einer guten Vorbereitung zeigen Sie dem Investor Ihre Vorstellung von der Unternehmung. Diese Zusammenfassung Ihrer Unterlagen sollten Sie dem Investor auch in Form einer visuellen Präsentation vor Ort oder per E-Mail zeigen können.

Der Ablauf einer Finanzierung

Ist ein Businessplan ausgearbeitet, verläuft die Finanzierung üblicherweise wie folgt:

  1. Investorensuche
  2. Erstellung des Entwurfs einer Vertraulichkeitsvereinbarung und eines Letter of Intent
  3. Abschluss der Vertraulichkeitsvereinbarung und Verhandlung des Letter of Intent
  4. Abschluss des Letter of Intent
  5. Due Dilligence Prüfung
  6. Erstellung des Entwurfs eines Beteiligungsvertrags
    1. Gesellschaftsvertrag erstellen lassen
    2. Stille Beteiligung erstellen lassen
    3. Partiarisches Darlehen erstellen lassen
  7. Verhandlung
  8. Abschluss des Beteiligungsvertrags

Der Abschluss des Beteiligungsvertrags geht mit der Tatsache einher, dass die Verhandlungen erfolgreich waren und die Unternehmer mit dem Investor über die Art und Höhe der Beteiligung einig geworden sind. Die jeweiligen Vertragsentwürfe werden zuvor – bestenfalls – nach Ihren Vorstellungen erstellt, um Sie bestmöglich auf die Verhandlungen vorzubereiten und Ihnen die bestmögliche Verhandlungsposition zu verschaffen.

Typische Klauseln: Inhalt des Beteiligungsvertrags

Überblick Inhalt Finanzierungsvertrag

Wenn Sie

  • als Gründer oder Unternehmer einen Geldgeber an Ihrer Firma beteiligen wollen oder
  • als Investor vom Erfolg einer Firma profitieren möchten

benötigen Sie einen rechtssicher geschlossenen Beteiligungsvertrag.

Regelung aller potentiellen Streitpunkte der stillen Gesellschaft

Bei der Erstellung eines Finanzierungsvertrags gehen wir mit Ihnen alle Regelungsbereiche des Gesellschaftsvertrags step by step durch. Diese Beratung ist ein Hauptvorteil gegenüber einem Mustervertrag. Solche Verträge können entweder Lücken aufweisen, die später zu Streit führen, oder Klauseln enthalten, die Sie nicht benötigen oder die sogar nachteilig für Sie sind.

Beteiligungsformen im Finanzierungsvertrag

Folgende Beteiligungsformen sind beliebt – jede dieser Formen hat eigene typische Klauseln:

Eine Beteiligung per Beteiligungsvertrag ist dabei an allen Unternehmensformen denkbar. Typischerweise erstellen wir einen Vertrag über eine Beteiligung an einer der folgenden Unternehmensformen:

Weiter unten finden Sie  die typischen Klauseln eines jeden Beteiligungsvertrags:

Typische Klauseln Beteiligungsvertrag

  • Beteiligungsquote

    Die Beteiligungsquote bestimmt den Anteil der Beteiligung des Investors am Ergebnis eines Unternehmens. Sie ist deshalb die wichtigste Bestimmung des Finanzierungsvertrags. Das Ergebnis kann auf vielfältige Weisen definiert werden. Normalerweise wird auf den Gewinn des gesamten Unternehmens abgestellt. Allerdings wird oft jedoch auch auf den Umsatz oder auf den Erfolg eines bestimmten Bereiches eines Unternehmens Bezug genommen. Die Beteiligungsquote hat bei einer Eigenkapitalbeteiligung Auswirkungen auf die im Gesellschaftsvertrag zu regelnden Stimmrechtsverhältnisse. Der Investor kann fordern, dass er eine Sperrminorität erhält. Im Interesse der Gründer liegt es, weiterhin die Mehrheit der Stimmrechte zu behalten.

  • Drag-Along- und Tag-Along-Rechte

    Im Interesse der Minderheitsgesellschafter liegt es, nicht durch die Dominanz des Mehrheitsgesellschafters übervorteilt zu werden. Sie wollen nach dessen Ausscheiden nicht in einer illiquiden Position zurückbleiben. Dabei helfen Tag-Along-Klauseln. Sie ermöglichen dem Minderheitsgesellschafter, seine Geschäftsanteile einem erwerbswilligen Dritten zu den gleichen Konditionen wie der verpflichtete Mehrheitsgesellschafter zu verkaufen. Der veräußerungswillige Mehrheitsgesellschafter sieht sich dagegen häufig dem Wunsch des Erwerbers zur Übernahme von 100 Prozent der Geschäftsanteile konfrontiert. Gründer sollten dieses Recht zeitliche und betragsmäßige begrenzen.

  • Gewährleistung und Garantie

    Weiterhin kann sich der Investor im Beteiligungsvertrag ein Gewährleistungsrecht oder sogar eine Garantie einräumen lassen. Dieses greift in dem Fall, dass bestimmte Eigenschaften der Unternehmung, die von den Gründern zugesichert wurden, in der Realität nicht zutreffen. Die Gewährleistung oder gar Garantie kann folgende Punkte umfassen:

    • Ordnungsgemäße Errichtung der Gesellschaft
    • Bestehen der Geschäftsanteile
    • Belastungsfreiheit des Unternehmensvermögens
    • Einen bestimmten, konkret vereinbarten Zustand der Vermögensgegenstände und der Immobilien
    • Gewerbliche Schutzrechte sind im Besitz des Unternehmens
    • Bestand und Umfang von Vertragsbeziehungen der Gesellschaft zu Dritten
    • Zusicherung, dass der letzte Jahresabschluss korrekt und wahrheitsgemäß ist
    • Anzahl und Fähigkeiten der Arbeitnehmer
    • Bestehende Versicherungsverträge
    • Auskunft über laufende Gerichts- und Verwaltungsverfahren

    Für die Richtigkeit dieser und weiterer Angaben können die Gründer bzw. bisherigen Unternehmensinhaber die Gewähr übernehmen. Als Konsequenz kann z.B.

    • eine Rückabwicklung der Beteiligung,
    • eine Schadensersatzzahlung oder
    • Vertragsstrafe vereinbart werden.

    Als Gründer sollten Sie darauf achten, dass die Rechtsfolgen zumindest begrenzt werden. Beispielsweise können Sie

    • Verjährungsfristen vereinbaren,
    • die Haftung auf eine Obergrenze beschränken,
    • sich einen Freibetrag einräumen lassen oder
    • die Möglichkeit der Erfüllung von Schadensersatzansprüchen durch Übertragung von Geschäftsanteilen vereinbaren. Auch können Sie
    • die Haftung auf solche Punkte beschränken, die der Investor auch nach Durchführung einer Due Dilligence Prüfung nicht hätte kennen können.

    Als Gründer ist es besser, nicht zu weitreichende Gewährleistungsrechte oder Garantien zu geben. Beispielsweise kann vom Investor eine “Garantie für die Richtigkeit des Business-Plans” verlangt werden. Der Business-Plan basiert jedoch teilweise auf Annahmen und Vermutungen, Sie können höchstens garantieren, dass die konkret zugrunde gelegten Informationen richtig waren.

    Für den Investor ist es ratsam, in Erfahrung zu bringen und sich zusichern zu lassen, ob gewerbliche Schutzrechte wie bspw. Patente, die die Gesellschaft verwendet, im Besitz eines der bisher beteiligten Gesellschafter sind. Der Investor kann darauf bestehen, dass diese Rechte auf die Gesellschaft übertragen werden, so dass der Investor daran im Verhältnis seiner Beteiligung partizipiert.

    Seitens der Gründer ist es riskant, eine Garantie für das Bestehen der gewerblichen Schutzrechte zu geben. Zwar können sie mit Sicherheit sagen, ob sie das Patent an die Gesellschaft übertragen haben. Es ist jedoch möglich, dass ein Dritter solche Schutzrechte früher angemeldet hat, was den Gründern bisher unbekannt war. Insbesondere in der Technologie- und Softwarebranche kann es nicht ausgeschlossen werden, dass das Start-up, sobald es mit seinem Produkt den Markt betritt, von Dritten wegen unrechtmäßiger Verwendung von geschützter Technologie abgemahnt wird.

    Der Investor sollte wiederum bei solchen Garantien bedenken, dass die Haftung für die gegebenen Garantien die Gründern selbst trifft und nicht das (zumeist haftungsbeschränkte) Unternehmen.

    Bei der Formulierung sämtlicher vertraglicher Garantien ist daher äußerste Vorsicht geboten. Zu umfangreiche Garantien können für einen Gründer, der auf Investorensuche ist, schnell zur Haftungsfalle werden.

  • Liquidationspräferenz

    Mit der Liquidationspräferenz lassen sich Investoren eine stärkere Stellung bei einem Exit oder der Liquidation festschreiben. Dabei wird vorrangig vor den Gründern bzw. Unternehmern der verbliebene Restwert des Unternehmens ausgezahlt.

  • Milestones

    Im Investment Agreement werden meistens Zielvorgaben vereinbart, die die Unternehmern erreichen sollen, um das Investment zu rechtfertigen – die sogenannten Meilensteine oder Milestones. Um Streit zu vermeiden vereinbaren Gründer transparente Ziele und achten darauf, dass sie bestimmbar und erreichbar sind. Dazu werden Messbare Werte herangezogen wie Umsatz pro Jahr, eine bestimmte Wachstumsrate oder sonstige branchenbezogene Key Performance Indicators.

  • Mitbestimmungsrecht

    Das Abstimmungsverhalten in der Gesellschafterversammlung ist für Investoren ebenfalls ein Punkt, den diese im Beteiligungsvertrag vorteilhaft für sich regeln können. Möglich sind Vereinbarungen über Stimmrechtspooling bzw. Stimmbindungsklauseln.

  • Pay to Play

    Gründer sollten dabei eine „Pay to Play“-Verpflichtung in das Investment Agreement aufnehmen lassen. Investiert der Investor im Rahmen einer neuen Finanzierungsrunde nicht mehr und macht damit von seinem Bezugsrecht keinen Gebrauch, verliert er die ihm eingeräumte Liquidationspräferenz sowie weitere ihm gewährten Vorteile.

  • Verwässerungsschutz

    Aus Sicht des Investors ist es ratsam, eine Regelung zum Verwässerungsschutz in den Beteiligungsvertrag aufzunehmen. Von Verwässerung (Dilution) einer Beteiligung spricht man, wenn sich der Wert oder die Quote einer Beteiligung aufgrund bestimmter Umstände verringert. Dies kann dann passieren, wenn es eine neue Finanzierungsrunde gibt und die Unternehmensbewertung sich seitdem negativ entwickelt hat. Dann kann der neue, später einsteigende Investor seine Anteile zu einem geringeren Preis erwerben.

    Ein vorausschauend denkender Investor lässt sich bereits in der Absichtserklärung sowie im späteren Beteiligungsvertrag das Recht einräumen, seine Beteiligung in diesem Fall an die neue Unternehmensbewertung anpassen zu lassen. Er ist im Sinne des Verwässerungsschutzes dann berechtigt, so viele neue Geschäftsanteile (Anti-Dilution-Geschäftsanteile) zu erwerben, dass seine Beteiligung wirtschaftlich der neuen Unternehmensbewertung wieder entspricht. Die genaue Ausgestaltung des Verwässerungsschutzes und die Methode zur Berechnung der Geschäftsanteile, die der Investor erhalten soll, kann unterschiedlich geregelt sein.

    Ebenfalls unter die Regelungen des Verwässerungsschutzes fällt ein bevorzugtes Bezugsrecht im Falle einer späteren Kapitalerhöhung. Wird beispielsweise das Stammkapital einer GmbH von 25.000€ auf 50.000€ erhöht, muss ein Gesellschafter für eine Beteiligung in Höhe von 25% nicht mehr Anteile im Wert von 6.250€ sondern im Wert von 12.500€ halten. Das kann erheblichen Einfluss auf die Handlungsmöglichkeiten haben, beispielsweise kann eine Sperrminorität dadurch plötzlich nicht mehr vorhanden sein. Zum Schutz der bislang beteiligten Gesellschafter können sich diese daher im Falle einer Kapitalerhöhung bevorzugt beteiligen. Das heißt, die Gesellschafter können ihren Geschäftsanteil erhalten, indem sie neue Geschäftsanteile erwerben. Die Verpflichtung hierzu ergibt sich schon aus § 186 AktG analog.

    Probleme bei der Umsetzung kann es geben, wenn kein Gesellschafter seinen Geschäftsanteil verringern möchte. Dann könnte sich ein neuer Investor nicht beteiligen. Um einen neuen Investor zu beteiligen, müsste daher mindestens ein Gesellschafter auf sein Bezugsrecht verzichten. Aus Sicht des Investors kann daher vereinbart werden, dass die Gründer zugunsten des Investors auf die Ausübung des Bezugsrechts verzichten. Im Gegenzug zu dieser Regelung kann der Gründer den Investor verpflichten, bei einer weiteren Finanzierungsrunde in jedem Fall das Bezugsrecht auszuüben.

    Ein ähnliches Ziel verfolgen Klauseln, die Zustimmungsvorbehalte für Anteilsveräußerungen vorsehen. Diese Klauseln können die ursprünglichen Gesellschafter dahingehend verpflichten, ihre eigenen Geschäftsanteile nur gemeinsam mit denen des Investors verkaufen zu dürfen. Häufig sichern sich Investoren gleichzeitig eine sogenannte Liquidationspräferenz. Damit kann der Investor unter bestimmten Voraussetzungen verlangen, dass die Geschäftsanteile an einen vom Investor benannten Dritten zu veräußern sind und der Verkaufserlös zunächst den Kapitaleinsatz des Investors decken muss, bevor der Restliche Erlös an die übrigen Gesellschafter verteilt wird.

  • Vesting Klausel

    Es ist im Interesse des Investors, dass der oder die Gründer möglichst lange im Unternehmen weiterarbeiten. Die Arbeitskraft und das Know-How des Gründers sind oftmals nicht durch einen Angestellten zu ersetzen. Für Investoren ist es daher ratsam, sich eine sogenannte Vesting-Klausel zusichern zu lassen. Diese soll verhindern, dass Gründer sich in eine passive Gesellschafter-Rolle zurückziehen oder bei einer anderen Firma einsteigen. Gründer und Investor vereinbaren dafür im Beteiligungsvertrag, dass die Gründer nur dann auch Gesellschafter sein können, wenn sie aktiv im Unternehmen beispielsweise als Geschäftsführer oder Entwickler mitarbeiten. Die Dauer dieser Vereinbarung wird Vesting-Periode genannt. Als Folge müsste ein Gründer, der in der Vesting-Periode aus der Gesellschaft ausscheidet, seine Unternehmensanteile ganz oder teilweise abgeben. Sie fließen dann dem Investor oder einem anderen Gesellschafter zu. Dies ist auch sachgemäß, um einen fähigen Nachfolger zu finden. Diesem kann der Unternehmer auch eine Beteiligung anbieten.

    Die Einzelheiten einer Vesting-Klausel können sehr offen ausgestaltet sein. Beispielsweise kann die Pflicht zur Abgabe der Geschäftsanteile vom Grund des Ausscheidens abhängig gemacht werden. Aus Sicht des Gründers sollte beachtet werden, ob eine Entschädigung für die Geschäftsanteile in Höhe des Buchwerts oder des Verkehrswerts vereinbart wird.

    Die Vesting-Periode wird meistens auf maximal drei Jahre angesetzt. Oft wird ein gestaffeltes Vesting vorgesehen. Je später ein Gründer ausscheidet, desto kleiner ist sein  Verlust an Anteilen.

    Regelmäßig wird dabei zwischen einem Bad Leaver Event (Austritt  vom Gründer zu vertreten ist – Eigenkündigung oder Kündigung durch Gesellschafterversammlung aus wichtigem Grund) und einem Good Leaver Event (Kündigung durch Gesellschafterversammlung ohne wichtigen Grund oder unverschuldete Arbeitsunfähigkeit) unterschieden. Im Fall des Good Leaver Event bekommt der ausscheidende Gründer einen höheren Anteilspreis.

  • Zahlungsmodalitäten

    Ein Beteiligungsvertrag enthält die Vereinbarung über die Modalitäten der Zahlung des Investors. Sie bestimmen beispielsweise, ob diese

    • ins Eigenkapital,
    • in die Kapitalrücklage oder
    • als Darlehen fließen.

    Bei einem Anteilsverkauf fließen die Zahlungen in erster Linie an die Gründer selbst. Zahlungen an die Gesellschaft müssten separat erfolgen.

    Bei der oft vorkommenden Kapitalerhöhung erhalten die Gründer selbst kein Geld. Regelmäßig fließt der größte Teil der Finanzierungssumme als Zahlung entweder in die Kapitalrücklage oder wird als Gesellschafterdarlehen ausgestaltet.

    Bezüglich der Zahlungen des Investors wird außerdem der Zeitpunkt vereinbart. Beispielsweise kann die komplette Summe sofort fließen oder in einzelne Tranchen aufgeteilt werden, die bei Erreichen bestimmter Meilensteine zur Zahlung angewiesen werden.

Vorteile Beteiligungsvertrag

Vorteile eines Beteiligungsvertrags

  • Rechtsstreit vermeiden

    Eine eindeutige und bewährte Formulierung des Beteiligungsvertrags sorgt für Klarheit. Die Bestimmungen des Vertrags definieren das Verhältnis zwischen dem Unternehmer und seinem Investor. Hier sollte jedes Missverständnis ausgeschlossen sein. Daher regeln wir alle relevanten Bereiche für von Anfang an klar und deutlich. So sind die Rechtspositionen klar abgesteckt. Ein teurer Rechtsstreit, die damit verbundene Unsicherheit und der Zeitaufwand können damit vermieden werden.

  • Investor - Einstieg bestimmen

    Der Beteiligungsvertrag enthält die Ausgestaltung der Beteiligung des Investors an einem Unternehmen. Das ist insbesondere die Art der Anteile des Investors (Kapitalerhöhung, Abgabe von Anteilen der bestehenden Anteilseigner, Stille Beteiligung oder Beteiligungsdarlehen) und die Anteilshöhe. Außerdem regelt der Beteiligungsvertrag in genauer Form die Art und Weise der Einbringung des Kapitals durch den Investor.

  • Investor - Ausstieg bestimmen

    Neben dem Einstieg wird auch ein Ausstieg des Investors genau geregelt – als freiwilliger “Exit”, bei Fehlverhalten oder auch im Todesfall. Ebenso benötigt der Investor eine Regelung, wie bei einem Verkauf, einer Insolvenz oder einer sonstigen Beendigung des Unternehmens zu verfahren ist.

  • Vertragsinitiative bestimmen

    Bei Verhandlungen über eine Beteiligung gilt stets: Wer den Vertragsentwurf vorlegt, ist bei den Verhandlungen im Vorteil. Wenn Sie bereits einen ausformulierten Vertragsentwurf vorlegen, liegt eine Entwurfsversion vor, die Ihren Vorstellungen entspricht. Einige Details werden möglicherweise nicht mehr verhandelt werden. Außerdem übernehmen Sie die Führung bei den Punkten, die noch ausgehandelt werden sollen. Durch die Vorlage eines Vertragsentwurfs verschaffen Sie sich also die bestmögliche Ausgangsposition, um die Modalitäten der Beteiligung zu verhandeln – egal ob als Gesellschafter oder Investor.

  • Rechtssicherheit

    Anwaltliche Unterstützung beim Beteiligungsvertrag verschafft Ihnen Rechtssicherheit. Seine wichtigsten Klauseln werden mit Ihnen step-by-step durchgegangen. So können die relevanten Vertragspunkte lückenlos geregelt und unnötige oder gar belastende Punkte ausgeschlossen werden.

  • Keine Formalitäten

    Wie übernehmen die komplette Gestaltung Ihres Beteiligungsvertrags. Sie konzentrieren sich alleine auf Ihr Geschäft.

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Nach der Erstellung des Beteiligungsvertrags

Nach dem Beteiligungsvertrag: der nächste Schritt

Das können Sie als Unternehmer typischerweise erwarten:

Das erwartet Sie typischerweise als Unternehmer – im Detail:

BeschreibungLösung
Fima gründenZur privaten Enthaftung oder zum Zusammenschluss mit anderen Unternehmern wird eine UG oder beispielsweise eine GmbH, UG & Co. KG oder GmbH Co. KG gegründetWir gründen für Sie eine Gesellschaft
Produktnamen schützenEine DE, EU oder IR Marke schützt Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung vor Nachahmern. Nachdem ein Markenschutz angemeldet worden ist, dürfen Konkurrenten ihren Namen nicht mehr nutzenWir führen für Sie eine DE, EU oder IR Markenanmeldung durch
AGB erstellenAllgemeine Geschäftsbedingungen stellen sicher, dass die Abwicklung Ihrer Dienstleistung gleichmäßig und nach Ihren Regeln erfolgt. Sie kommen mit jedem Ihrer Kunden oder Auftraggeber zur Anwendung und verhindern, dass wichtige und für Sie vorteilhafte rechtliche Bestimmungen immer wieder neu verhandelt werden müssenWir erstellen individuelle AGB sowie Impressum und Datenschutzerklärung
Unternehmen finanzierenSie benötigen zusätzliches Kapital und wollen Investoren an Ihrem Unternehmen beteiligen. Je nach Wunsch und Ihrer Verhandlungsposition können Sie den Investor mit vielen Mitbestimmungsrechten ausstatten oder lediglich am Unternehmenserfolg beteiligenWir erstellen eine stille Beteiligung oder ein partiarisches Darlehen
Mitarbeiter einstellenSie wollen einen Mitarbeiter (beispielsweise Fest-, Teilzeit-, 450, €, Werkstudent, AZUBI, Praktikanten) einstellen oder einen Freelancer beauftragenWir erstellen einen Mitarbeiter- oder Freier-Mitarbeiter-Vertrag
Bewertung entfernenSie sind bei Google, Facebook, Jameda & Co. unberechtigt schlecht bewertet wordenWir gehen gegen die Bewertung vor

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5 typische Formen der Beteiligung

Nachfolgend ein Vergleich der 5 typischen Beteiligungsformen für Investoren:

BeteiligungsformMerkmaleNutznießer
GmbH oder UGEigenkapitalbeteiligung als Gesellschafter, Beteiligung ist im Handelsregister sichtbar, Gesellschafter sind am Gewinn und Verlust beteiligt und haben Einfluß auf die Entscheidungen, Besteuerung sehr hoch, weil Körperschafts- und Kapitalertragsbesteuerung für nicht geschäftsführende GesellschafterInvestoren mit dem Wunsch eines möglichst hohen Einflusses auf die Gesellschaft, steuerlich nachteiliger als GmbH & Co. KG oder UG & Co. KG
GmbH & Co. KG oder UG & Co. KGEigenkapitalbeteiligung als Gesellschafter, Beteiligung ist im Handelsregister sichtbar, Gesellschafter sind am Gewinn und Verlust beteiligt und haben Einfluß auf die Entscheidungen, Besteuerung in Ordnung, weil Einkommenssteuerbesteuerung für nicht geschäftsführende GesellschafterInvestoren mit dem Wunsch eines möglichst hohen Einflusses auf die Gesellschaft, steuerlich besser als GmbH oder UG
Atypische stille BeteiligungFremdkapitalbeteiligung, Beteiligung ist anonym, Gesellschafter sind am Gewinn und ggf. Verlust beteiligt und haben gewissen Einfluß auf die Entscheidungen, Besteuerung in Ordnung, weil EinkommenssteuerbesteuerungInvestoren mit dem Wunsch eines mittleren Einflusses auf die Gesellschaft
Typische stille BeteiligungFremdkapitalbeteiligung, Beteiligung ist anonym, Gesellschafter sind am Gewinn beteiligt, haben keinen Einfluß auf die Entscheidungen, Besteuerung sehr gut, weil Einkünfte aus KapitalvermögenUnternehmer mit dem Wunsch eines geringeren Einflusses von Investoren auf die Gesellschaft
Partiarisches DarlehenDarlehensbeteiligung, Darlehen ist anonym, Darlehensgeber sind am Gewinn beteiligt, haben keinen Einfluß auf die Entscheidungen, Besteuerung sehr gut, weil Einkünfte aus KapitalvermögenUnternehmer mit dem Wunsch eines minimalen Einflusses von Investoren auf die Gesellschaft

Eigenkapitalbeteiligung

Überblick Eigenkapitalbeteiligung

  • Die Eigenkapitalbeteiligung eine sehr beliebte Finanzierungsform – insbesondere für Start-UPs.

  • Mit dem Abschuss des Gesellschaftsvertrags einer Firma wird der Investor als Gesellschafter am Eigenkapital einer Firma beteiligt – er ist damit als Gesellschafter am Gewinn (und bei einigen Gesellschaften auch am Verlust) beteiligt.

Die Eigenkapitalbeteiligung ist eine sehr beliebte Finanzierungsform – besonders bei Start-UPs. Eigenkapitalgeber sind oft

  • Finanzinvestoren – Einzelpersonen, Business Angels, Venture Capital Gesellschaften oder
  • Strategische Investoren – Auf er Suche nach Synergieeffekten für ihr eigenes Unternehmen und mit dem Wunsch, über das Investment hinaus zu kooperieren.

Hohe Mitbestimmung des Investors durch Gesellschafterstellung

Viele Gründer befürchten, dass eine Eigenkapitalbeteiligung dem Investor zu viel Mitspracherecht im Unternehmen ermöglicht und sehen ihre Handlungsfähigkeit gefährdet. Wer ein eigenes Unternehmen gründet und sich den Traum von der Selbstständigkeit erfüllt, möchte sein eigener Chef bleiben und nicht wieder in eine Art von abhängiger Beschäftigung verfallen. Diesen Wünschen der Gründer tragen wir durch eine vorausschauende Ausgestaltung der Eigenkapitalbeteiligung im Gesellschaftsvertrag Rechnung. 

Eigenkapitalbeteiligung durch einen Gesellschaftsvertrag

Die Eigenkapitalbeteiligung wird durch einen Gesellschaftsvertrag – auch Satzung genannt – besiegelt. Mit dem Abschuss des Gesellschaftsvertrags einer Firma wird der Investor als Gesellschafter am Eigenkapital einer Firma beteiligt – er ist damit als Gesellschafter am Gewinn (und bei einigen Gesellschaften auch am Verlust) beteiligt.

Mögliche Gesellschaftsformen für eine Eigenkapitalbeteiligung

Die möglichen Gesellschaftsformen für eine Eigenkapitalbeteiligung sind:

  • GmbH – Renommierte Gesellschaftsform, der Investor als Gesellschafter haftet nicht privat, die Entnahme wird sehr hoch besteuert (Körperschafts- und Kapitalertragssteuer), wenn der Investor keine Holding hat, die eine Gesellschaft ist
  • UG –  Günstige Gesellschaftsform, der Investor als Gesellschafter haftet nicht privat, die Entnahme wird sehr hoch besteuert (Körperschafts- und Kapitalertragssteuer), wenn der Investor keine Holding hat, die eine Gesellschaft ist
  • GmbH & Co. KG – Renommierte Gesellschaftsform, der Investor als Gesellschafter haftet nicht privat, die Entnahme wird vorteilhaft besteuert (Einkommenssteuer)
  • UG & Co. KG – Günstige Gesellschaftsform, der Investor als Gesellschafter haftet nicht privat, die Entnahme wird vorteilhaft besteuert (Einkommenssteuer)
  • OHG Satzung – Der Investor als Gesellschafter haftet privat, die Gesellschaft hat Buchführungspflicht, die Entnahme wird vorteilhaft besteuert (Einkommenssteuer) – aufgrund der privaten Haftung untypisch
  • GbR Satzung – Der Investor als Gesellschafter haftet privat, die Entnahme wird vorteilhaft besteuert (Einkommenssteuer) – aufgrund der privaten Haftung untypisch

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Stille Beteiligung

Überblick stille Beteiligung

  • Die stille Gesellschaft als eine sogenannte mezzanine Beteiligungsform zwischen einem Kredit und der Eigenkapitalbeteiligung angesiedelt

  • Die Beteiligten einer stillen Gesellschaft werden nicht in das Handelsregister eingetragen – sie bleiben anonym.

  • Es haben sich zwei grundsätzliche Arten der stillen Gesellschaft entwickelt – die typische (weniger Einfluß, bessere Besteuerung) und die atypische stille Gesellschaft (mehr Einfluß, schlechtere Besteuerung).

Die stille Gesellschaft ist eine sogenannte mezzanine Beteiligungsform. Sie ist zwischen einem Kredit und dem Erwerb von Unternehmensanteilen angesiedelt:

  • Der Investor erhält mehr als ein sogenanntes partiarisches Darlehen – dieses gewährt minimale Kontrolle und bietet üblicherweise eine Gewinnbeteiligung über einen eingeschränkten Zeitraum.
  • Gleichzeitig erhält der Investor weniger als eine Gesellschafterstellung, weil er nicht Gesellschafter des Unternehmens und üblicherweise nicht in die laufenden unternehmerischen Entscheidungen einbezogen wird.  

Stille Gesellschaft ist eine anonyme Beteiligungsform

Mit einer stillen Gesellschaft beteiligen Sie einen Investor, einen Mitarbeiter oder ein Familienmitglied an Ihrem Unternehmen. Die Beteiligten einer stillen Gesellschaft werden nicht in das Handelsregister eingetragen. Die stille Gesellschaft geht auch nicht aus der Firmenbezeichnung hervor. Auch sonstige Publizitätspflichten bestehen nicht. Die stille Gesellschaft ist sehr diskret.

Typische und atypische stille Gesellschaft – Variable Mitwirkungsrechte des Investors

Es haben sich zwei grundsätzliche Arten der stillen Gesellschaft entwickelt –  die typische und die atypische stille Gesellschaft:

  • Die typische stille Gesellschaft ist der Gewährung eines partiarischen Darlehens ähnlich – der stille Gesellschafter erhält eine Beteiligung am Gewinn, ohne dabei Mitwirkungsrechte an den Entscheidungen der Firma zu haben – Besteuerung: niedrig, nur Kapitalertragssteuer
  • Die atypische stille Gesellschaft ähnelt mehr einer KG-Beteiligung als Kommanditist – der stille Gesellschafter erhält Mitwirkungsrechte an den Entscheidungen der Firma – beispielsweise durch einen Zustimmungsvorbehalt – Besteuerung: gemäßigt, wie Gesellschafter

Partiarisches Darlehen

Überblick partiarisches Darlehen

  • Das partiarische Darlehen ist eine sogenannte mezzanine Beteiligungsform. Es ist als eine Darlehensform (§ 488 BGB) ausgestaltet und deshalb vom minderen Einfluss des Investors geprägt.

  • Das partiarische Darlehen wird nicht in das Handelsregister eingetragen. Es ist sehr diskret.

  • Obwohl das partiarische Darlehen den Investor am Unternehmenserfolg beteiligt, hat der Darlehensgeber weder Mitbestimmungs- noch Zustimmungsrechte. Es wird allerdings nur mit der Kapitalertragssteuer günstig besteuert.

Das partiarische Darlehen ist eine sogenannte mezzanine Beteiligungsform. Es ist als eine Darlehensform (§ 488 BGB) ausgestaltet und deshalb von einem minderen Einfluss des Investors geprägt, als die Beteiligung durch eine stille Gesellschaft. Gleichzeitig werden partiarische Darlehen meistens auf einen bestimmten Zeitraum beschränkt.

  • Der Investor erhält weniger als eine stille Beteiligung – er erhält gar keine Mitbestimmungsrechte im Unternehmen und meistens eine zeitlich beschränkte Beteiligung.
  • Der Investor erhält deutlich weniger als eine Eigenkapitalbeteiligung – er wird nicht Gesellschafter des Unternehmens und in keiner Weise in die laufenden unternehmerischen Entscheidungen einbezogen. Zudem ist die Gesellschafterstellung fast immer zeitlich unbeschränkt.

Partiarisches Darlehen ist eine anonyme Beteiligungsform

Die Vertragspartner eines partiarischen Darlehens (ein Unternehmen als Darlehensnehmer und ein Investor als Darlehensgeber) werden nicht in das Handelsregister eingetragen. Das partiarische Darlehen ist sehr diskret.

Investor ohne Mitbestimmungsrechte im Unternehmen

Obwohl das partiarische Darlehen den Investor am Unternehmenserfolg beteiligt, wird er kein Gesellschafter. Auch die bei einer stillen Beteiligung oftmals vorkommenden Mitbestimmungs- oder Zustimmungsrechte werden nicht gewährt. Ihm werden höchstens eingeschränkte Kontrollrechte eingeräumt, wie etwa Einblick in die Auftragsbücher oder den Jahresabschluss. Der Gewinn wird allerdings nur mit der Kapitalertragssteuer günstig besteuert.

Telefonische Erstberatung

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20.000

geprüfte Fälle

Offene Fragen? – Einfach anrufen:

(Mo. – So. von 9 – 22 Uhr / BUNDESWEIT –  Dt. Festnetz)

Exkurs: NDA – Vertragulichkeitsvereinbarung

Überblick NDA

  • Das NDA wird in der Regel vor dem Beginn von Vertragsverhandlungen geschlossen

  • Die Risiken, die mit der Offenbarung von Geschäftsgeheimnissen und Zahlen einhergehen, können durch den Abschluss einer Geheimhaltungsvereinbarung abgefedert werden

Die Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA) wird in der Regel vor dem Beginn von Verhandlungen über eine Beteiligung geschlossen. Typische Situationen sind:

NDA ist Voraussetzung für vertrauensvolle Verhandlungen

Im Rahmen der Unternehmensfinanzierung möchte ein Unternehmen den Investor überzeugen, dass sein Geld gut angelegt ist. Ebenso will ein Gründer potentielle Partner eine  Zusammenarbeit schmackhaft machen. In diesen Situationen kann es notwendig sein, Dritten Einblick in die Interna Ihres Unternehmens zu gewähren. Die Risiken, die mit der Offenbarung von Geschäftsgeheimnissen und Zahlen einhergehen, können durch den Abschluss einer Geheimhaltungsvereinbarung abgefedert werden. Das NDA verpflichtet in der Regel beide Seiten zur Geheimhaltung. Denn auch der Investor selbst könnte ein Interesse daran haben, die Konditionen seines Angebots gerne geheim halten.

Wirkung der Vertraulichkeitsvereinbarung

Neben des Geheimnisschutzes bewirkt die Vertraulichkeitsvereinbarung einen weiteren wichtigen Zweck. Mit einer professionell erstellten Geheimhaltungsvereinbarung zeigen Sie dem Verhandlungspartner gleich zu Beginn, dass Sie es ernst meinen und sich bestmöglich auf das Gespräch vorbereitet haben. Selbst wenn Ihr Verhandlungspartner sich weigert, die Verschwiegenheitserklärung zu unterschreiben – was gerade bei größeren Kapitalgebern öfter vorkommt – ist ein professioneller NDA doch ein Plus für Ihre Verhandlungsposition.

Exkurs: Absichtserklärung

Überblick Absichtserklärung

  • Die Absichtserklärung definiert die wichtigen Eckpunkte einer künftigen Finanzierungsvereinbarung.

  • Die rechtliche Bedeutung der Absichtserklärung ist eher gering – sie ist rechtlich unverbindlich. Allerdings bildet sie faktisch einen starken Ausgangspunkt („Ankereffekt“) für die künftigen Verhandlungen und prägt sie. Ein Abweichen von den Vereinbarungen der Absichtserklärung erfordert einer Begründung

Die Absichtserklärung – auch Letter of Intent oder abgekürzt „LoI“ genannt – wird im Anfangsstadium komplexer Finanzierungsverhandlungen geschlossen – gleich nach Abschluss des NDA. Sie bestimmt die wichtigen Eckpunkte der künftigen Finanzierungsvereinbarung – ohne rechtlich verbindlich zu sein. Für künftige Verhandlungen über die Beteiligung hat die Absichtserklärung dennoch eine große Bedeutung. Sie bestimmt die Grundrichtung einer künftigen Einigung:

  • Künftige Gründer bekunden ihren Wunsch, auf einem bestimmten Gebiet in einer bestimmten Zusammensetzung unter Einbeziehung eines Investors gemeinsam arbeiten zu wollen. Die Gründer und der Investor definieren auch bereits ihre Anteile und den jeweiligen Beitrag – zeitlich und sachlich – zu ihrem Vorhaben. Danach verhandeln sie erst den Gesellschaftsvertrag.
  • Ein Investor definiert die Zweckbestimmung und Höhe seiner Investition sowie Rahmen der Anteilshöhe am Unternehmenserfolg im LoI. Danach verhandelt er mit den Inhabern über die konkreten Modalitäten.

Rechtliche und faktische Bedeutung der Absichtserklärung

Die rechtliche Bedeutung der Absichtserklärung ist eher gering – sie ist rechtlich unverbindlich. Allerdings bildet sie faktisch einen starken Ausgangspunkt („Ankereffekt“) für die künftigen Verhandlungen und prägt sie. Ein Abweichen von den Vereinbarungen der Absichtserklärung erfordert einer Begründung. Außerdem lässt sie Einigung über die Absichtserklärung erkennen, ob Sie eine Zusammenarbeit mit einem Partner auch wirklich wollen. Sie hilft, Meinungsverschiedenheiten aus der Welt zu räumen und die Zusammenarbeit als ganzes sorgfältig zu beurteilen.

Letter of Intent als unverbindliches Instrument

Die Absichtserklärung soll die Ernsthaftigkeit der Verhandlungen und den Willen zum Abschluss des Vertrages dokumentieren. Sie soll zwar Vertrauen und Sicherheit schaffen, aber keinen Anspruch auf Abschluss des beabsichtigten Vertrages auslösen. Ihnen soll ein Abbruch der Verhandlungen ohne Folgen möglich sein. Damit Ihr “Letter of Intent” tatsächlich eine unverbindliche Absichtserklärung ist, wird er mit Bedacht und Augenmaß formuliert.

Initiative durch Eigenentwurf der Absichtserklärung übernehmen

Natürlich können Sie als Gründer oder Investor die Ausfertigung der Absichtserklärung auch gänzlich ihrem Gegenüber überlassen. Damit geben Sie ihre Initiative aus der Hand – der Ersteller des Entwurfs hat in den Verhandlungen oft einen Vorteil. Es lohnt sich, durch die Ausarbeitung eines eigenen Entwurfs die Richtung der künftigen Verhandlungen zu bestimmen und sich selbst über die eigene Position klar zu werden.

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