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Was ist eine UG (haftungsbeschränkt)?

Definition der Unternehmergesellschaft

Die Unternehmergesellschaft ist keine eigene Rechtsform, sondern eine Abwandlung der GmbH. Geschaffen wurde sie im Jahr 2008 durch das „Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen“ (MoMiG) – als deutsches Pendant zur englischen Limited.

Die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), kurz UG (haftungsbeschränkt), ist keine eigenständige Rechtsform, sondern eine „kleinere“ Variante der GmbH. Sie ist eine Kapitalgesellschaft und damit als juristische Person anzusehen (§§ 13, 5a GmbHG), die eigenständig Verträge abschließen kann.

„Kleinere Schwester“ der GmbH

Mit der Einführung der UG (haftungsbeschränkt) als „kleinere Schwester“ der GmbH verfolgte der Gesetzgeber die Intention finanziell schwächere Gründer vor einer zu großen Haftung zu bewahren. Der Gesetzgeber reagiert damit auf den Wunsch der Geschäftswelt nach einer ohne Umwege zu gründende Kapitalgesellschaft mit beschränkter Haftung, die nicht der hohen Hürde des Stammkapitals der GmbH unterliegt.

Ähnlich wie bei der GmbH wurde den Gründern die Wahl einer haftungsbeschränkenden Gesellschaftsform möglich gemacht, ohne – wie bei der GmbH – das Erfordernis der Einbringung eines Stammkapitals in Höhe von 25.000 €/ 12.500 €. Vielmehr reicht zur Gründung einer UG (haftungsbeschränkt) die Einbringung eines Stammkapitals in Höhe von 1 € aus. Das geringe Stammkapital führte zur umgangssprachlichen Bezeichnung der UG als „Mini-GmbH“ oder „1-Euro-GmbH“.