In einem NDA wird regelmäßig eine pauschale Vertragsstrafe vereinbart. Dies ist eine sehr wichtige Regelung: Sie erspart Ihnen als Nutzer des NDA einen Streit über die Bezifferung eines entstandenen Schadens. Dabei ist zu beachten, dass die Vertragsstrafe nicht unangemessen hoch sein darf. Hier spielt auch die wirtschaftliche Stärke des Vertragspartners eine Rolle. Üblich ist eine Vereinbarung der Vertragsstrafe nach dem sogenannten Hamburger Brauch. Das bedeutet, dass die verletzte Seite die Vertragsstrafe für den Fall des Verstoßes nachträglich festsetzen kann.
Die Vertragsstrafe ist der eigentliche Schutz, den das NDA bietet. Die gesetzlichen Regelungen zum Schadensersatz besagen, dass ein Schaden jeweils in seiner konkreten Höhe nachgewiesen werden muss. Dies wird in der Praxis oft so gut wie unmöglich sein. Durch die Vertragsstrafe erhalten Sie eine Entschädigung, ohne den Schaden nachweisen zu müssen.
Beachten Sie jedoch, dass Sie auch für eine Vertragsstrafe zumindest den konkreten Verstoß nachweisen müssen. Sie können nur fahrlässige und vorsätzliche Verstöße mit einer Vertragsstrafe ahnden.
Je nach Formulierung kann es sein, dass wenn z.B. zehn Mitarbeiter Zugriff auf die vertraulichen Informationen hatten, auch zehn Verstöße vorliegen und die Vertragsstrafe zehnmal gezahlt werden muss. Eine aus Versehen in einen Verteiler geschickte E-Mail könnte somit theoretisch existenzbedrohend werden, auch wenn dies wahrscheinlich gegen die Grundsätze von Treu und Glauben verstoßen und von den Vertragspartnern nicht gewollt sein dürfte. Solchen Probleme kann durch die Aufnahme einer maximalen Höhe der Vertragsstrafe begegnet werden.
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