Second Hand Shop gründen und betreiben
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Second Hand Laden/ Second Hand Shop gründen und betreiben
Sie möchten einen Second Hand Laden gründen und betreiben? Die Voraussetzungen dafür sind so gut wie selten zuvor. Secondhand – ob Bekleidung, Elektronik, Medien oder Möbel – liegt im Trend. Die Nachfrage im Secondhandmarkt ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.
Secondhand im Aufwind
So gewinnt z.B. die Frage der Nachhaltigkeit für Konsumenten immer mehr an Bedeutung. Gerade im Bereich Mode, in dem sich Trends schnell ändern, bietet sich der Second-Hand-Kauf an. Auch der umweltschädlichen Fast Fashion und der Wegwerfgesellschaft lässt sich so entgegenwirken. Second-Hand Artikel verbleiben im Wertstoffkreislauf und schonen Ressourcen.
Neben der Nachhaltigkeit spielt für viele natürlich auch der günstigere Preis eine wichtige Rolle. Gerade in Zeiten von Energiekrise, Inflation und steigenden Zinsen wissen viele Menschen nicht mehr, wie sie ihre Lebenshaltungslosten decken sollen. Da greift mancher lieber zu günstigen gebrauchten Artikeln als zu teuren neuen. Gebrauchte aber hochwertige Dinge haben oft auch eine bessere Qualität als Neuware aus Massenproduktion. Second Hand bietet sich auch für Kinder-Bekleidung und Spielzeug besonders an, da Kinder aus ihren Sachen sehr schnell herauswachsen und schnell wieder neue Kleidung und altersentsprechendes Spielzeug benötigen.
Das Geschäftsmodell
Mit Secondhand sind Produkte gemeint, die entweder gebraucht oder auch unbenutzt sind, aber vom Erst-Käufer wiederverkauft werden. Eine Unterkategorie bilden dabei Vintage-Artikel. Diese sind i.d.R. älter als zwanzig Jahre und zeichnen sich durch das Design ihrer Zeit aus.
Sie möchten einen Second Hand Laden gründen? Fragen wie:
- „Ist eine Gewerbeanmeldung nötig?“
- „Welche Erfordernisse sind zu erfüllen?“,
- „Sollte ich eine Marke anmelden?“
beantworten wir Ihnen auf dieser Seite eingehend.
Wir gründen Ihren Second Hand Shop– Sie konzentrieren sich auf Ihr Geschäft.
Inhaltsverzeichnis
Allgemeines
Rechtsform und Formalitäten
Buchhaltung und Unternehmensrecht
Online Gründung
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Fakten zur Branche:
- Im Jahr 2021 ist der Anteil der Deutschen, die schon einmal Second-Hand-Mode gekauft haben, auf rund 67 Prozent angestiegen.
- Die meisten Käufer nutzten dafür Online-Plattformen wie Vinted, eBay, Momox Fashion oder Mädchenflohmarkt.
- Sogar Modeketten wie H&M bieten gebrauchte Kleidung inzwischen über eigene Secondhandplattformen an.
Quelle: statista.de

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Ablauf der Gründung Ihres Second Hand Shops
Schritt 1 - Kostenfreie Erstberatung
Je nachdem, ob Sie einen stationären oder Online-Shop planen, beraten wir Sie zum richtigen Vorgehen und zur Rechtsform für Ihren Second-Hand-Shop.
Schritt 2 - Anwaltliche Gründungsberatung
Es folgt die Gründungsberatung und die Ausarbeitung eines Gründungsplanes für Ihren Second-Hand-Shop.
Schritt 2 - Anwaltliche Gründungsberatung
Schritt 3 - Erstellung des Gesellschaftsvertrages
Wenn Sie nicht als Einzelunternehmer, sondern in Form einer Gesellschaft gründen möchten, können wir Ihren Gesellschaftsvertrag sehr kurzfristig aufsetzen.
Schritt 4 - Gründung Ihres Second Hand Shops
Wir tragen Ihren Second Hand Shop in das Handelsregister ein und melden ihn steuerlich sowie gewerblich an. In einer Abschlussberatung werden ggf. noch offene Fragen besprochen.
Schritt 4 - Gründung Ihres Second Hand Shops
Second Hand Shop gründen – Voraussetzungen
Vor der Gründung Ihres Second-Hand-Ladens sollten Sie einen gut durchdachten Businessplan aufstellen.
Aspekte wie:
- Markt- und Wettbewerbsanalyse
- Standortplanung
- Zielgruppe
- Werbung/ Marketing
wollen wohlüberlegt sein.
Second-Hand-Läden wenden sich an Kunden, die aus Kosten- oder aus Umweltgründen gebrauchte Dinge dem Neukauf vorziehen oder mit außergewöhnlichen Kleidungs- oder Einrichtungsstücken einen eigenen Stil kreieren möchten. Sie sollten überlegen, welche Kunden Sie ansprechen wollen und wo /wie Sie diese erreichen können.
Bieten Sie Ware für Mütter mit Kindern, Schwangere, Umweltbewusste oder Vintage-Fans an? Für ein lokales Geschäft ist es auch wichtig, einen Standort mit genügend Laufkundschaft zu wählen.
Im Businessplan enthalten sein muss auch eine Budget- und Finanzplanung, eine Kalkulation der Gründungs- und Verwaltungs-/ Betriebskosten. Sie haben z.B. Mietkosten für Räumlichkeiten, Kosten für Büroausstattung, Werbung usw. Hinzu kommt natürlich die Warenbeschaffung. Sie können entweder günstig Artikel ankaufen oder den Verkauf auf Kommission betreiben. Dabei bringen Leute ihnen gebrauchte Kleidung oder andere Artikel in den Second Hand Shop, Sie legen dann Verkaufspreise fest und erhalten beim Weiterverkauf einen Prozentsatz am Erlös, den Rest bekommt die Person, die den Gegenstand in Kommission gegeben hat.
Ein wichtiger Teil des Businessplans ist die Ausarbeitung Ihres genauen Geschäftsmodells. Darauf sollten Sie besondere Sorgfalt verwenden.
- Welche Produktarten wollen Sie anbieten? Nur Kleidung, nur Bücher oder aber verschiedene Produktarten?
- Soll der Laden ein bestimmtes Thema oder Motto haben, z.B. Vintage Artikel aus den 1950er Jahren?
- Sollen nur Artikel einer bestimmten Güte angeboten werden, z.B. ökologische Produkte oder Designer-Ware?
- Soll nur eine bestimmte Gruppe von Kunden angesprochen werden, z.B. Schwangere und Eltern kleiner Kinder?
Für Ihren-Second Hand Laden ist ein Gewerbe anzumelden. Je nach Rechtsform muss auch eine Eintragung ins Handelsregister erfolgen. Nach der Gewerbeanmeldung folgt die Anmeldung beim Finanzamt und bei der IHK.
Wenn Sie eine Shop-Website haben bzw. es sich um keinen stationären, sondern einen reinen Online-Shop handelt. sind auch bestimmte Angaben notwendig, wie ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Sinnvollerweise sollten Sie auch AGB für Ihren Second-Hand-Shop haben.
Werbung und Marketing ist auch für einen Second-Hand-Shop unverzichtbar. Schaufensterdekoration und Lagenlokalgestaltung eines lokalen Shops müssen Laufkundschaft ansprechen. Zeitungsanzeigen, Flyer und Werbung im Internet kommen hinzu.
Rechtsform wählen
Wenn Sie einen Second-Hand-Shop gründen möchten kommen unterschiedliche Rechtsformen infrage. Möglich sind insbesondere das Einzelunternehmen, die Gesellschaft bürgerlichen Rechts, die Gesellschaft mit beschränkter Haftung oder die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft.
Eröffnung eines Second Hand Shop als Einzelunternehmen
Viele kleine Second-Hand-Shops werden als Einzelunternehmen gegründet. Dies spart Aufwand und Kosten. Allerdings haftet der Inhaber mit seinem privaten Vermögen.
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Second Hand Shop als GbR gründen
Wenn Sie zu mehrere Personen gründen, können Sie eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) errichten. Mindestens zwei Personen schließen einen Gesellschaftsvertrag zur Verfolgung eines gemeinsamen Zwecks.
Für Gründungs- und Verwaltungsaufwand sowie die Haftung gilt dasselbe wie beim Einzelunternehmen.
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Second Hand Shop Gründung als GmbH
Mehr Aufwand und Kosten bedeutet die Gründung einer GmbH. Mindestens 12.500 Euro Stammkapital, notarielle Beurkundung, Handelsregister Eintrag usw. sind zwingend. Allerdings wird die private Haftung ausgeschlossen.
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Second Hand Shop Gründung als UG (haftungsbeschränkt)
Auch bei einer Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt (UG) kann die Haftung beschränkt werden. Die Stammeinlage ist aber deutlich niedriger als bei einer GmbH und liegt formell bei nur 1,- Euro. Faktisch sollten Gründer natürlich über ein gewisses Kapital-Polster verfügen, um die Geschäfte aufnehmen zu können.
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Handelsregistereintrag
Bei Gründung einer Gesellschaft in handelsrechtlicher Form ist ein Handelsregistereintrag obligatorisch. Dies gilt z.B. für UG und GmbH. aber auch für den eingetragene Kaufmann (e.K.). Kleingewerbetreibende brauchen nur eine Anmeldung beim Gewerbeamt.
Die Eintragung können wir gerne im Rahmen unserer Dienstleistung für Sie übernehmen.
Shop beim Finanzamt anmelden
Die Gründung des Second-Hand-Shops ist dem Finanzamt zu melden. Sie bekommen eine Steuernummer als Voraussetzung für Geschäftsaufnahme und Rechnungsstellung. Auch um diese Anmeldung kümmern wir uns für Sie.
Anmeldung beim Gewerbeamt
Gewerbliche Tätigkeiten, die Sie eigenständig und dauerhaft mit dem Ziel der Gewinnermittlung betreiben, sind auch dem Gewerbeamt zu melden.
Die Gewerbeanmeldung übernehmen wir im Rahmen unserer Dienstleistungen für Sie.
Anmeldung bei der IHK
Der Second-Hand-Shop muss auch bei der IHK gemeldet werden.
Berufsgenossenschaft
Für Second Hand-Läden, bei denen es sich um Einzelhandelsgeschäfte handelt, ist die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW) zuständig.
Berufsverband
Auch für Second Hand Läden gibt es verschiedene Verbände, die sich für die Branche einsetzen. Die Mitgliedschaft ist hier freiwillig. Zu nennen ist z.B. der Second Hand vernetzt e.V.
Second Hand Shop gründen – Buchhaltung outsourcen
Wer seinen Second-Hand-Laden neu eröffnet, der kann seine Buchhaltung oft noch selbst erledigen. Mit Kundenzahl und Umsätzen steigt der Aufwand und die Buchhaltung sollte ggf. ausgelagert werden.
Das Outsourcing der Buchhaltung bringt Zeitersparnis, einen besserer Überblick über Ihre Finanzen und ermöglicht das Abwälzen der Haftung für die Buchführung auf einen externen Dienstleister.
Second Hand Shop gründen – Finanzierung
Zur Gründung Ihres Second-Hand-Ladens brauchen Sie Kapital, um den Geschäftsbetrieb aufnehmen zu können.
Dazu gehören Gründungskosten i.e.S., aber auch Ladenmiete, Mobiliar, Umbauten, Lager, EDV, Strom, Werbung, Personal usw. Kosten sparen lassen sich durch ein Kommissionsmodell, das den Warenankauf überflüssig macht.
Wenn Eigenkapital nicht ausreicht, ist Fremdkapital nötig. Die verbreitetste Form ist der Bankkredit. Angesichts steigender Zinsen können Sie aber auch einen Investor suchen. So kann z.B. eine Beteiligung vereinbart werden. Auch die Möglichkeit von Förderungen sollte geklärt werden (KfW, Gründungszuschuss usw.).
Second Hand Shop gründen – Marke anmelden
Zum Schutz vor Mitbewerbern können Sie für Ihren Second-Hand-Laden auch eine Marke anmelden und Ihren Unternehmensnamen oder Ihr Firmenlogo eintragen lassen.
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Deutsche oder EU-Marke für Ihren Second Hand Shop anmelden
Deutsche Marken geben 10 Jahre Schutz im Bundesgebiet. Die Anmeldung bietet sich an, wenn Ihre Kunden sich in Deutschland befinden, was bei einem lokalen Geschäft der Fall ist. Bei einem Online-Shop kann auch eine EU-Marke sinnvoll sein.
Second Hand Shop gründen – Bewertung entfernen
Internetbewertungen sind gerade für Online-Shops sehr wichtig. Aber auch stationären Geschäften können schlechte Bewertungen schaden.
Auf Internet-Portalen wie Google hinterlassen viele Bewertungen, die allerdings nicht immer der Wahrheit entsprechen. Erhalten Sie eine schlechte Bewertung, so sollten Sie prüfen lassen, ob diese ungerechtfertigt ist und gelöscht werden kann.
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Negative Second Hand Shop Bewertungen löschen
Eine Bewertung ist z.B. zu löschen, wenn
- unwahre Tatsachen behauptet werden oder der Schreiber gar nicht Ihr Kunde war.
- Sie beleidigt, beschimpft oder geschmäht werden.
- Es sich um eine Fake Bewertung handelt: Mittels Fake-Accounts werden negative Bewertung manchmal von Wettbewerbern verfasst.
Wir bieten unseren Mandanten an, die Löschung unrechtmäßiger Bewertung für sie in die Wege zu leiten.
Exkurs: Second Hand Shop schließen
Es kann vorkommen, dass ein Second Hand Shop unwirtschaftlich ist oder wird. Manchmal muss er wieder geschlossen werden. Dabei gibt es unterschiedliche Alternativen:
- Insolvenz beantragen
- Liquidation oder
- Löschung/ Auflösung wegen Vermögenslosigkeit
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KRAUS GHENDLER RUVINSKIJ ist eine Kooperation der folgenden unabhängigen und rechtlich selbständigen Rechtsanwaltskanzleien: KRAUS GHENDLER Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB, GHENDLER RUVINSKIJ Rechtsanwaltsgesellschaft mbH und KRAUS Anwaltskanzlei (Rechtsanwalt Andre Kraus).







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