Welche Ausnahmen gibt es im Einzelnen?
Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute
Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute, die ein Handelsbuch führen, können gemäß § 8b Abs. 7 Satz 1 KStG für ihre in diesem aufgeführten Veräußerungsgewinne usw. nicht von den Vergünstigungen profitieren. Auf Anteile, die dem Anlagebuch stehen, bleiben § 8b Abs. 1 bis 6 KStG dagegen anwendbar.
Kreditinstitute sind Unternehmen, die Bankgeschäfte gewerbsmäßig oder in einem Umfang betreiben, der einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert.
Finanzdienstleistungsinstitute sind Unternehmen, die Finanzdienstleistungen für andere gewerbsmäßig oder in einem Umfang erbringen, der einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert, und die keine Kreditinstitute sind.
Finanzunternehmen
§ 1 Abs. 3 KWG schreibt ähnliches auch für Finanzunternehmen vor, namentlich für Anteile, die Finanzunternehmen mit dem Ziel der kurzfristigen Erzielung eines Eigenhandelserfolgs erwerben.
Als Finanzunternehmen gelten nach § 1 Abs. 3 KWG Unternehmen, die keine Institute und keine Kapitalverwaltungsgesellschaften oder extern verwaltete Investmentgesellschaften sind und deren Haupttätigkeit darin besteht, Beteiligungen zu erwerben und zu halten, also Holdinggesellschaften. Ebenso Unternehmen, deren Haupttätigkeit darin besteht, mit Finanzinstrumenten für eigene Rechnung zu handeln, also vermögensverwaltende Gesellschaften.
Erfasst sind daneben u.a. auch Factoring- und Leasinggesellschaften sowie Anlageberatungsgesellschaften und Unternehmensberatungsgesellschaften.
Betroffen sind diejenigen Anteile, die zum Umlaufvermögen gehören. Bei einer geplanten Haltedauer von weniger als zwölf Monaten ist dies zu vermuten.
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